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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Gemeinde Wittlingen im Landkreis Lörrach. Für den gleichnamigen Stadtteil von Bad Urach im Landkreis Reutlingen siehe Wittlingen (Bad Urach). |
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Lörrach | |
| Höhe: | 304 m ü. NN | |
| Fläche: | 4,5 km² | |
| Einwohner: | 920 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 204 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 79599 | |
| Vorwahl: | 07621 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LÖ | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 36 100 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Rathausplatz 1 79599 Wittlingen |
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| Bürgermeister: | Michael Herr | |
Wittlingen ist eine Gemeinde im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg. Zur Gemeinde Wittlingen gehören außer dem gleichnamigen Dorf keine weiteren Ortschaften.
Der Ort ist Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband „Vorderes Kandertal“ mit Sitz in Binzen.
Inhaltsverzeichnis |
Wittlingen liegt im unteren Kandertal im Markgräflerland nördlich von Lörrach.
Die Gemeinde grenzt im Norden an den Ortsteil Wollbach der Stadt Kandern, im Osten an die Kreisstadt Lörrach, im Süden an Rümmingen und im Westen an Schallbach.
Im Gemeindegebiet liegen die Wüstung Crensheim und die abgegangene St.-Martins-Kirche.[2]
Bodenfunde lassen auf eine erste Besiedelung durch Alemannen schließen, bevor das Dorf um 600 in fränkische Hände kam. Wittlingen wurde im Jahre 874 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen als Witringhove erstmals erwähnt. In anderen Urkunden tauchten auch die Namen Witelichon und Wittlikeim auf, bevor sich im 16. Jahrhundert der heutige Ortsname durchsetzte. Das Kloster hatte umfangreichen Grundbesitz in Wittlingen und der gesamten Region, der jedoch im Hochmittelalter in Folge der Kämpfe mit den Habsburgern an das Bistum Basel und andere Herrschaften verloren ging. 1503 kam das Dorf zur Markgrafschaft Baden und mit dieser 1806 zum neu gegründeten Großherzogtum Baden. Dass für die Namensgebung der Fasnachtsclique ausgerechnet der Kürbis herhalten musste, kommt nicht von ungefähr. Denn dieses dicke, runde Gewächs wurde in der Gemeinde schon vor langer Zeit vorzugsweise angebaut. In der berühmten Handschrift des Röttler Oberamtsmannes von Leutrum, jener vorzüglichen Beschreibung der Markgrafschaft aus dem frühen 18. Jahrhundert, wird Wittlingen als Dorf mit vielen Armen geschildert, die sich kümmerlich ernähren und alles, was „auf Aeckern, Matten und Reben wächst, zu eigener höchster Notdurft“ brauchen. Wörtlich schreibt der markgräfliche Oberverwalter: „Die Wittlinger werden Chürbsenfresser genannt, vermutlich aus Armut und weil sie keine besseren Früchte zu pflanzen sonderlich imstande sind“.
Bis 1983 war Wittlingen durch die Kandertalbahn (Haltingen – Kandern) an das überregionale Schienennetz angebunden. Heute verkehrt dort nur noch eine Museumsbahn.
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