| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Ansbach | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Hesselberg | |
| Höhe: | 434 m ü. NN | |
| Fläche: | 24,23 km² | |
| Einwohner: | 1276 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 53 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91749 | |
| Vorwahl: | 09854 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AN | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 71 227 | |
| Gemeindegliederung: | 10 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Schulstr. 15 91749 Wittelshofen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hermann Reichert (Wählergruppe) | |
| Lage der Gemeinde Wittelshofen im Landkreis Ansbach | ||
Wittelshofen ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Ansbach und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hesselberg mit Sitz in Ehingen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde Wittelshofen liegt an der Mündung der Sulzach in die Wörnitz am Fuße des Hesselbergs. Die heutige Gemeinde mit 10 Ortsteilen wurde gebildet aus den früheren Gemeinden Grüb, Illenschwang (teilweise), Obermichelbach, Untermichelbach und Wittelshofen. Die Gemeinde gliedert sich in die Gemeindeteile:
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Die Nachbargemeinden sind:
(Aufzählung: Im Norden beginnend im Uhrzeigersinn.)
Der Ort wird 1274 als "Witelshoven" erstmals erwähnt. Die Entstehung der Siedlung dürfte aber schon früher erfolgt sein. Dass die am Zusammenfluss von Sulzach und Wörnitz stehende Kapelle dem hl. Martin geweiht war, bietet einen Anhaltspunkt für eine karolinger-zeitliche Gründung im 8. Jh. n. Chr. Im alten Ortskern, auf einer Erhöhung, steht die heutige Pfarrkirche St. Martin, die bis 1627 Filialkirche von St. Johannis in Aufkirchen war. Im Osten des Dorfes befindet sich am Ufer der Sulzach ein Dorfbereich, bei dem es sich möglicherweise um einen weiteren Siedlungskern handelt. Der Norden des Dorfes wird durch eine Wasserburg bestimmt, von der noch Mauer- und Grabenreste, sowie ein Teil der Vorburg mit der Zehntscheune erhalten sind. Es ist anzunehmen, dass auf dem Burghügel im 11. Jh. ein Holzturm stand, der im 12. Jh. zu einer Steinburg umgebaut wurde. Für die Anlage der Burg in diesem Gelände waren sicher die Wasserverhältnisse des Bodens maßgebend. 1277 verpfändete Kaiser Rudolf den Zehnt von Wittelshofen und Gerolfingen an die Herren von Nortenberg. Von 1300 bis 1380 befand sich die Burg im Besitz der Herren von Merkingen, die ihn dem Bürger Wilhelm Hofer von Lobenstein verkaufte. Von diesem ging der Besitz an das Stift St. Gumbertus in Ansbach über, von welchem ihn 1525 die Markgrafen übernahmen. Seitdem ist er in markgräflicher Hand geblieben. der Einfluss der Markgrafen von Ansbach dauerte bis 1791. Im Jahre 1856 wurde das ehemalige Markgrafenschloss durch Brand zerstört.
In dem überwiegend evangelischen Ort findet der Hauptgottesdienst sonntäglich in der St. Martinskirche, der katholische Gottesdienst in der Heilig-Kreuz Kirche statt.
In Wittelshofen bestand eine jüdische Gemeinde vom 17. Jahrhundert bis 1938. 1716 lebten bereits 30 jüdische Familien am Ort. Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde um 1809/10 mit 282 Personen (ca. 40 % der Gesamteinwohnerschaft von 689 Personen) erreicht. Danach ging die Zahl durch Aus- und Abwanderung stetig zurück (1910 42, 1933 17 jüdische Einwohner). Eine Synagoge war bereits im 18. Jahrhundert vorhanden; eine neue Synagoge wurde am 1. Dezember 1843 eingeweiht. Sie bestand bis zu ihrer Zerstörung beim Novemberpogrom am 10. November 1938. Die jüdischen Familien lebten insbesondere vom Handel mit Vieh und Waren. Ihnen gehörten bis nach 1933 mehrere Geschäfte am Ort. Mindestens 18 der in Wittelshofen geborenen oder längere Zeit hier wohnhafte Personen wurden zwischen 1941 und 1945 in Konzentrationslagern ermordet.
Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 79,4%. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:
| Wgr.Illenschw.-Obermichelb.-Untermichelb.-Grüb | 6 Sitze | (50,1%) | |
| Wählergruppe | 6 Sitze | (49,9%) |
Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.
Wappenbeschreibung: Unter von Silber und Schwarz geviertem Schildhaupt, in Blau eine silberne heraldische Lilie.
Die Lilie war das Wappensymbol des Stifts St. Gumbert in Ansbach, sie taucht auf einem Gerichtssiegel auf, das 1556 für Wittelshofen bezeugt ist. Die blaue Feldfarbe versteht sich als Symbol für den Zusammenfluss der Sulzach und der Wörnitz. Das gevierte Schildhaupt lässt sich auf die Markgrafen von Ansbach zurückführen und versinnbildlicht deren Landsherrenschaft.
In einem malerischen Seitental der Sulzach liegt Dühren mit der Kirche St. Michael. Das Kirchlein birgt Fresken aus dem 14. und 15. Jahrhundert, die erst 1985 entdeckt und teilweise freigelegt wurden.
Das ehemalige Markgrafenschloss wurde bei einem Brand 1856 zerstört.
Der Grenzwall des Römischen Reiches, der Limes, durchzieht das Gemeindegebiet. Bei Dühren und der Gelsmühle sind noch Reste davon zu finden.
Wittelshofen ist Ausgangspunkt des geologischen Wanderpfades, der auf die Höhen des Hesselberges führt. An seinem Anfang liegt eine der wenigen Ölschiefergruben in Deutschland, die immer wieder das Ziel von Geologen ist. An Sulzach und Wörnitz brüten noch Kiebitz und Bekassine und der Storch hat auf dem alten Molkereikamin eines seiner letzten Rückzugdomizile in Franken.
Das Gemeindegebiet wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt.
Wittelshofen ist Mitglied im Tourismusverband Romantisches Franken sowie im Zweckverband Römperpark Ruffenhofen.
Im Gemeindebereich gibt es einen Kindergarten und eine Grund- und Hauptschule, in der die Klassen 1-9 unterrichtet werden. Weiterführende Schulen gibt es in Wassertrüdingen, Dinkelsbühl, Gunzenhausen und Oettingen. Alle Schulen sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
Die Gemeinde liegt an der Deutschen Limesstraße sowie dem Fernwanderweg Alpen-Ostsee.
Die überörtliche Verkehrsanbindung erfolgt über zwei Kreis- und über eine Staatsstraße. Die Autobahnen A 6 und A 7 (Ausfahrt Herrieden und Ausfahrt Ansbach) liegen jeweils ca. 28 km von Wittelshofen entfernt.
Die nächsten Bahnhöfe sind Gunzenhausen (31 km) und Ansbach (38 km).
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