Die Wissenschaftsforschung (auch Wissenschaftswissenschaft oder Metawissenschaften) hat als Forschungsgegenstand die Wissenschaft, die mit wissenschaftlichen Methoden untersucht wird. Als einheitliche Fachdisziplin aller metawissenschaftlicher Untersuchungen hat sie sich bislang nicht etablieren können. Meist werden bei der Untersuchung empirische Methoden verwendet und mathematische Modelle konzipiert, um herauszufinden und zu beschreiben, wie Wissenschaft funktioniert, wie sie strukturiert ist und wie sie sich entwickelt. Dabei beschäftigt sich die Wissenschaftsforschung mit wissenschaftlichen Ergebnissen und Prozessen in Form von wissenschaftlichen Publikationen, Patenten, Wissenschaftlern (insbesondere Wissenschaftspreisträgern wie zum Beispiel Nobelpreisträgern) und der Wissenschaftsgemeinde, Forschungseinrichtungen sowie mit volks- bzw. betriebswirtschaftlichen Investitionsentscheidungen im Bereich der Wissenschaft, also mit dem gesamten Wissenschaftsbetrieb.
Nicht zu verwechseln mit der Wissenschaftsforschung ist die Wissenschaftstheorie, die aus der Philosophie kommend, vor allem die logischen, sprachlichen, erkenntnistheoretische sowie teilweise auch wissenschaftsethischen Voraussetzungen, Grundlagen und Konzepte wissenschaftlicher Arbeit untersucht. Weitere Teilgebiete der Wissenschaftsforschung sind die Wissenschaftssoziologie, die Scientometrie und in geringerem Maße die Wissenschaftsgeschichte.
Im Rahmen von Evaluationen hat die Wissenschaftsforschung auch Einfluss auf wissenschaftspolitische Entscheidungen.
Bekannte deutschsprachige Vertreter der Wissenschaftsforschung sind der Bielefelder Soziologe Peter Weingart und die österreichische Juristin und Soziologin Helga Nowotny.
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