Wilhelm Nauhaus (* 23. September 1899; † 31. Juli 1979) war ein deutscher Buchbinder, Künstler und Archivar.
Wilhelm Nauhaus hatte zunächst vor, Maler zu werden und ging bei Walter Klemm in Weimar und bei Ernst Scheidler in Barmen in die Lehre.
Nachdem er aber durch die neuen Bauhausideen beeinflusst wurde, wendete er sich vollständig dem Handwerk zu. Er absolvierte erfolgreich eine Ausbildung zum Buchbinder in Erfurt und ging anschließend wieder nach Weimar, wo er als Gehilfe von Otto Doerfner arbeitete. Als Lehrling von Paul Kersten erlernte er das Handvergolden und legte bei diesem 1925 auch die Meisterprüfung ab. Von 1925 bis 1928 leitete er die Handbinderei Brockhaus in Elberfeld. Ab 1928 arbeite er als Lehrer für künstlerischen Handeinband an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin-Charlottenburg.
Durch die Luftangriffe auf Berlin verlor Nauhaus seinen kompletten Besitz, seine Werkstatt und Wohnung wurden zerstört. Im Dezember 1945 ging Nauhaus nach Halle (Saale) an das Institut für künstlerische Werkgestaltung Burg Giebichenstein, wohin er als Professor berufen worden war und die Leitung der Buchbinderklasse übernahm. Diese Klasse wurde 1958 aufgelöst, da sich die Schule immer mehr auf Design und Kunst spezialisierte. Bis zu seiner Emeritierung 1965 hielt Nauhaus weitere kunsttheoretische Vorlesungen und baute ein Archiv zur Geschichte der Burg Giebichenstein auf. Er schrieb eine der wenigen Schilderungen über die Geschichte der Burg Giebichenstein von 1915 bis 1933.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Nauhaus, Wilhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Buchbinder und Künstler |
| GEBURTSDATUM | 23. September 1899 |
| STERBEDATUM | 31. Juli 1979 |
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