Wilhelm Abel (* 25. August 1904 in Bütow; † 27. April 1985 in Göttingen) war ein deutscher Wirtschaftshistoriker.
Als Schüler des Kieler Agrarökonomen August Skalweit (1879–1960) und erster Direktor des 1964 gegründeten Göttinger Instituts für Wirtschafts- und Sozialgeschichte beschäftigte Abel sich vor allem mit Fragen der Agrargeschichte und -politik, der ländlichen Sozialpolitik und der Handwerkspolitik. Neben seinen umfangreichen und grundlegenden Arbeiten zur Agrargeschichte verdankt die Geschichtswissenschaft Abel entscheidende Impulse in der Erforschung des späten Mittelalters und der Handwerksgeschichte sowie eine Neuinterpretation des Pauperismus und seiner Ursachen. So brachte Wilhelm Abel eine Gegenthese zu Feststellung Friedrich Engels, nach der die Industrialisierung am Pauperismus schuld sei, vor. Seiner Ansicht nach war der Pauperismus lediglich Ausläufer der alten, vorindustriellen Armut, verschärft durch das schnelle Bevölkerungswachstum bei noch geringem Produktivitätszuwachs. Im Gegensatz zu Engels sah er die Industrialisierung als Rettung aus der Pauperismuskrise.
Darüber hinaus gilt Abel als einer der Begründer der quantitativen Methode in der wirtschaftshistorischen Forschung. Zu seinen Schülern gehören Walter Achilles, Friedrich-Wilhelm Henning und Karl Heinrich Kaufhold.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Abel, Wilhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Wirtschaftshistoriker |
| GEBURTSDATUM | 25. August 1904 |
| GEBURTSORT | Bütow |
| STERBEDATUM | 27. April 1985 |
| STERBEORT | Göttingen |
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