Der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung (englisch: World Summit on Sustainable Development, WSSD) fand vom 26. August bis zum 4. September 2002 in Johannesburg/Südafrika mit ca. 20.000 Delegierten von Regierungen, der Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Kommunen statt. Die NGOs fanden sich in dem Kongress „A Sustainable World is Possible“ (dt. „eine nachhaltige Welt ist möglich“) zusammen.
Ziel war neben der Bilanzierung der Agenda 21, des Plans zur Umsetzung der Agenda 21 (New York 1997), sowie der nationalen Nachhaltigkeitsstrategien, die Fortschreibung neuer Ziele und Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung bis 2015/2017.
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Die 1992 in Rio de Janeiro/Brasilien, abgehaltene Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED) gilt als Meilenstein in der globalen Umwelt- und Entwicklungspolitik. Mit dem Aktionsprogramm Agenda 21 wurden Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Entwicklung ausgesprochen.
Der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 2002 in Johannesburg gab der Nachhaltigkeitsthematik neuen Schwung. Trotz großer Defizite bei der Umsetzung gab es hunderte ermutigende Projekte, welche z. B. im Ubuntu Village gezeigt wurden. Die Sitzungen der Regierungskonferenz verliefen dagegen ernüchternd - hier wurde meist stundenlang um Konsensformulierungen gerungen.
Der Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung endete mit der Verabschiedung einer Politischen Erklärung der Staats- und Regierungschefs („The Johannesburg Declaration on Sustainable Development“) und eines 65-seitigen Johannesburg-Aktionsplans („Plan of Implementation“).
Das Hauptergebnis dieses Weltgipfels ist, dass der künftige Weg zur Umsetzung des Leitbildes einer nachhaltigen Entwicklung durch neue Prioritäten, Zielmarken und Umsetzungsprogramme vorgegeben wurde. Erstmals wurden quantifizierbare Ziele, insbesondere die Millenniumsziele in den Aktionsplan aufgenommen.
Wichtige neue Ziele sind:
Die Beschaffung der erheblichen Finanzmittel zur Umsetzung der Millenniumsziele hat sich die von vielen Persönlichkeiten und Institutionen getragene internationale Initiative für einen Global Marshall Plan zum Ziel gesetzt. Ohne zusätzliche Hilfsmittel kann die immer größer werdende Kluft von Worten und Taten nicht geschlossen werden, so der Konsens. Mit den jetzigen Ressourcen ist eine Umsetzung der Ziele nicht möglich.
Die erheblichen Umsetzungsprobleme können nur mit einem verbesserten Global Governance Modell für nachhaltige Entwicklung beseitigt werden (Stappen 2006).
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