Weiltingen


Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Weiltingen
Weiltingen
Deutschlandkarte, Position von Weiltingen hervorgehoben
49.03722222222210.453333333333440Koordinaten: 49° 2′ N, 10° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Wilburgstetten
Höhe: 440 m ü. NN
Fläche: 24,02 km²
Einwohner: 1372 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91744
Vorwahl: 09853
Kfz-Kennzeichen: AN
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 218
Marktgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der Marktverwaltung: Schlossweg 11
91744 Weiltingen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Lore Meier (Freie Wählergemeinschaft)
Lage von Weiltingen im Landkreis Ansbach
Karte

Weiltingen ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Wilburgstetten.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Weiltingen liegt an der Wörnitz in der Nähe von Dinkelsbühl unweit des Hesselbergs, mit 689 m der höchste Berg Mittelfrankens. Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Wittelshofen, Gerolfingen, Wassertrüdingen, Fremdingen und Wilburgstetten.

Ortsteile

Veitsweiler, Wörnitzhofen, Ruffenhofen, Frankenhofen, Hahnenberg, Unterklingen, Oberklingen, Bosacker

Geschichte

In der Nähe der Stadt Dinkelsbühl liegt der Markt Weiltingen, einstmals Sitz einer Nebenlinie des Hauses Württemberg. Neben Weiltingen selbst gehörten zur Herrschaft die Weiler Veitsweiler und Wolfsbühl sowie ein Teil der Dörfer Frankenhofen und Greiselbach. Im 17. Jahrhundert war die Herrschaft an die Herren von Knöringen als Lehen ausgegeben. Als diese Familie 1616 im Mannesstamm erlosch, fiel das Lehen an Herzog Johann Friedrich von Württemberg heim. Mit seinen Brüdern schloss der regierende Herzog 1617 den “Fürstbrüderlichen Vergleich”, in dem die Unteilbarkeit des Herzogtums Württemberg festgeschrieben wurde. Gleichzeitig erhielt der jüngere Bruder Julius Friedrich (1588-1635) die Herrschaft Weiltingen und den Marktflecken Brenz als Apanage. In Weiltingen begründete er eine Linie des Hauses Württemberg, in der jedoch zahlreiche Söhne unverheiratet blieben. Der Sohn Julius Friedrichs, Herzog Silvius Nimrod von Württemberg-Weiltingen (1622-1664), begründete seinerseits die Linie Württemberg-Oels.

Drei Generationen lang regierten die Herzöge von Württemberg in Weiltingen. Herzog Ferdinand Friedrich (1654-1705) starb jedoch ohne einen überlebenden Sohn, worauf die Linie Württemberg-Weiltingen im Mannesstamm erlosch.

Daraufhin fiel die Herrschaft Weiltingen wieder an die Hauptlinie zurück und wurde von der Kammerschreiberei in Stuttgart als Verwaltungsbehörde des herzoglichen Privatvermögens verwaltet. Im Jahr 1729 überließ die Kammerschreiberei der Landschaft die Herrschaft pfandweise auf 50 Jahre um 330.000 Gulden; nach dem Ablauf dieses Zeitraums wurde die Verpfändung um weitere 20 Jahre verlängert.

Nach der Umgestaltung der Kammerschreiberei zur Hof- und Domänenkammer richtete König Friedrich von Württemberg 1807 in Weiltingen eine "Hof- und Domänenkammerverwaltung" ein und besetzte sie mit dem Beamten Friedrich August Christlieb. Bereits drei Jahre später trat der König durch einen Staatsvertrag mit Bayern jedoch die Herrschaft an das Königreich Bayern ab und erhielt dafür die ehemalige Deutschordensherrschaft Altshausen. Damit hörte die Hof- und Domänenkammerverwaltung Weiltingen auf zu bestehen.


Politik

Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat von Weiltingen hat 13 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.

Gemeindeblock FWG FWG Frankenhofen Gesamt
2002 6 6 1 13 Sitze
2008 5 8 0 13 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt von Grün und Rot; oben ein schwebender goldener Stechhelm in Vorderansicht, unten auf blauem Felsenberg eine fünftürmige silberne Burg mit blauen Dächern.


Wirtschaft und Infrastruktur

Öffentliche Einrichtungen

  • Staatliche Forstdienststelle

Bildung

  • Kindertagesstaette (Kindergarten)
  • Grundschule Weiltingen (1. - 4. Klasse)


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Bauwerke

St.Nikolaus, Ruffenhofen


Literatur

  • Die Seitenlinie Weiltingen. In: Sönke Lorenz/Dieter Mertens/Volker Press (Hg.): Das Haus Württemberg. Ein biographisches Lexikon. Stuttgart 1997. S. 188-200.

Weblinks

Commons Commons: Weiltingen – Bilder, Videos und Audiodateien






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