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| Weiße Elster | |
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Quelle der Weißen Elster |
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| Daten | |
| Lage | Tschechien, Deutschland |
| Länge | 257 km (nur 10 km in Tschechien)dep1 |
| Quelle | bei Aš (Tschechien) 50° 12′ 1″ N, 12° 16′ 20″ O50.20027777777812.272222222222724 |
| Quellhöhe | 724 m ü. NN |
| Mündung | Saale in Halle (Saale)51.43222222222211.95305555555680Koordinaten: 51° 25′ 56″ N, 11° 57′ 11″ O 51° 25′ 56″ N, 11° 57′ 11″ O51.43222222222211.95305555555680 |
| Mündungshöhe | 80 m ü. NN |
| Höhenunterschied | 644 m |
| Flusssystem | Elbe |
| Rechte Nebenflüsse | Pleiße |
| Linke Nebenflüsse | Weida |
| Großstädte | Gera, Leipzig, Halle |
| Mittelstädte | Plauen, Greiz, Zeitz |
| Kleinstädte | Bad Elster, Adorf, Oelsnitz, Elsterberg, Berga, Bad Köstritz, Pegau, Groitzsch, Schkeuditz |
| Bekannte Brücken | Autobahnbrücke Pirk, Elstertalbrücke, Alte Elsterbrücke |
| Schiffbar | Nein |
Die Weiße Elster (tschechisch Bílý Halštrov) ist ein 257 km langer rechter Nebenfluss der Saale.
Sie entspringt in Tschechien im Elstergebirge östlich von Aš (Asch), etwa einen Kilometer Luftlinie entfernt von der deutsch-tschechischen Grenze bei Bärendorf, unweit des Dörfchens Výhledi (Steingrün) und mündet im halleschen Stadtteil Beesen in die Saale.
Inhaltsverzeichnis |
Der Name Elster hat nichts mit dem Vogel zu tun, er ist slawischen Ursprungs (alstrawa = die Eilende). Mit der von der Lausitz in die Elbe fließenden Schwarzen Elster kommt die Weiße Elster nicht in Berührung. Die Beinamen weiß und schwarz erhielten die Flüsse zur Unterscheidung.
Bereits etwa zehn Kilometer nach ihrer Quelle überquert die Weiße Elster zwischen Doubrava u Aše und Bad Elster die Grenze ins sächsische Vogtland. Hinter Oelsnitz (Vogtland) wird die Weiße Elster durch die Talsperre Pirk aufgestaut. Nachdem sie Plauen durchflossen hat, erreicht sie hinter Elsterberg die Grenze nach Thüringen.
Anschließend durchfließt sie die Städte Greiz und Gera, wobei sie kurz vor Gera aus dem Mittelgebirge heraustritt und dann durch die sachsen-anhaltische Stadt Zeitz sowie das sächsische Leipzig fließt. Als Folge des Braunkohlenabbaus musste zu DDR-Zeiten das Flussbett südlich von Leipzig verlegt werden und ist dort zum Teil betoniert und asphaltiert.
In Leipzig teilt sich der Fluss in zwei größere Arme, der nördliche behält den Namen Weiße Elster und mündet unterhalb von Beesen (heute Ortsteil von Halle (Saale)) in die Saale. Der südliche, zum Teil kanalisierte und eingedeichte Arm heißt Luppe und mündet ebenfalls in Halle in die Saale.
Nach der Weißen Elster wurde die Elstereiszeit benannt, die älteste Eiszeit, bei der es zu einer großräumigen Vergletscherung Norddeutschlands gekommen ist.
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Der Anfang eines der längsten Flussläufe in den neuen Bundesländern |
Weiße Elster zwischen der Rentzschmühle und Elsterberg |
Weiße Elster im Steinicht |
Blick ins Elstertal oberhalb des Wünschendorfer Märchenwaldes |
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Gefälle am Ende der „Betonelster“ bei Leipzig-Hartmannsdorf |
An den Ufern der Weißen Elster befinden sich zahlreiche landschaftliche und architektonische Sehenswürdigkeiten. Dazu gehört der Flussabschnitt zwischen Plauen und Wünschendorf/Elster, wo sich der Fluss tief in die Ausläufer des Thüringer Schiefergebirges eingräbt.
Die Elstertalbrücke ist Teil der Eisenbahn-Magistrale Leipzig–Plauen–Hof–Nürnberg (Sachsenmagistrale) und dient als Überführung über die Weiße Elster zwischen Jößnitz und Jocketa. Sie wurde im Zuge des Baus der Sächsisch-Bayrischen Eisenbahn zusammen mit ihrer Schwester, der Göltzschtalbrücke, errichtet. Unter der 68 m hohen Brücke hindurch führt außerdem die Elstertalbahn. Die Brückenlänge beträgt 283 m. Sie ist nach der Göltzschtalbrücke die zweitgrößte Ziegelbrücke der Welt.
Die Elstertalbrücke Pirk überspannt ebenfalls die Weiße Elster und ist als größte Quadersteinbogenbrücke Europas eine der ungewöhnlichsten Autobahnbrücken in Deutschland. Über die Brücke fließt der Verkehr der Bundesautobahn 72. Der Autobahnbau wurde Ende der 1930er im Rahmen des Infrastrukturprogramms des NS-Regimes durchgeführt. Die Einstellung der Bauarbeiten an der Brücke erfolgte 1940. So war sie eine nutzlose Silhouette von Brückenbögen, denn nur die Pfeiler und Bogensteine konnten errichtet werden. Später lag Pirk kurz vor dem Grenzsperrgebiet der DDR. Nach Pirk liegt die nächste Anschlussstelle in westlicher Richtung bereits in Bayern, somit war der weitere Ausbau der Autobahn nicht nötig, da die A 72 keine Transitautobahn war. Von Osten kommend endete sie in Pirk. Also blieb das Bauwerk halb fertig. Nach der Wende wurde die Substanz überprüft und es war möglich, auf den vorhandenen Pfeilern einen neuen, breiteren Überbau zu errichten. Seit der Fertigstellung kann der Straßenverkehr auf je zwei Fahrstreifen und einem Standstreifen das Bauwerk benutzen. Damit hatte das Nadelöhr auf der A 72 ein Ende, bei dem der gesamte Autobahnverkehr von der Behelfsausfahrt Großzöbern durch den Ort Pirk im Elstertal zur Anschlussstelle Plauen-Pirk über die Bundesstraße 173 geleitet werden musste. An dem damals noch vorhandenen Bahnübergang kam es zu langen Wartezeiten. Heute überquert eine Brücke die Weiße Elster und die Bahnstrecke Weischlitz–Bad Brambach–Františkovy Lázně. Diese Eisenbahnlinie führt ebenfalls unter der Autobahnbrücke hindurch. Aus Tschechien kommend, gabelt sich die Strecke in Weischlitz. Einerseits geht sie mit der Elstertalbahn nach Greiz/Gera, andererseits über Plauen (Vogtland) Oberer Bahnhof in die Sachsenmagistrale.
Die Alte Elsterbrücke in Plauen wurde 1244 als „Pons lapideus“ (steinerne Brücke) erstmals urkundlich erwähnt. Damit ist sie die zweitälteste Brücke Sachsens. Hier trafen zwei der ältesten Handelsstraßen aufeinander und überquerten gemeinsam die Weiße Elster. Die eine Straße kam aus Nürnberg und die andere aus Augsburg. Sie führten nach der Brücke weiter nach Thüringen bzw. nach Osten. Die Brücke gehörte zur alten Stadtbefestigung Plauens und überquert mit einer Länge von 75 Metern und einer Breite von sieben Metern die Elster und den Mühlgraben. Die Brücke besteht aus sechs steinernen Bögen und besaß früher zwei Turmaufbauten an den Enden. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden diese Turmaufbauten abgerissen. 1888 wurde die Brücke nach einem Umbau, bei dem sie mit Stahlverstrebungen verstärkt wurde, neu geweiht und erhielt dabei den Namen „König-Albert-Brücke“. Am 15.November 1894 wurde die Straßenbahnstrecke, die zunächst eingleisig über die Brücke führte, eröffnet. Ab 28. November 1903 fuhr die Straßenbahn zweigleisig. In den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges wurde die Südseite der Brücke durch einen Bombentreffer stark beschädigt. Nach dem Krieg wurde sie wieder aufgebaut und 1949 in „Dr.-Wilhelm-Kültz-Brücke“ umbenannt. Nachdem der Straßen(bahn)verkehr drastisch zugenommen hatte, wurde in den 1970er Jahren eine neue Brücke über die Elster errichtet, die im November 1973 für den Verkehr freigegeben wurde. Nach der Rekonstruktion 1984 wurde die alte Elsterbrücke nur noch als Fußgängerbrücke freigegeben. 1986 wurde die Nachbildung einer Postmeilensäule am südlichen Ende der Brücke aufgestellt, die an die Bedeutung der Brücke für den Handel erinnern soll. Seit 1991 trägt die Brücke den Namen „Alte Elsterbrücke“. Zwischen 2006 und 2007 fanden umfangreiche Sanierungsarbeiten statt, die mit der Weihe am 15. August 2007 abgeschlossen wurden.
siehe: Historische Holzbrücke Wünschendorf
Die Strecke des Elster-Radwegs führt größtenteils entlang des Ufers. Die Beschaffenheit des Weges ist dabei sehr unterschiedlich. Teilweise ist der Ausbau auch noch nicht abgeschlossen. Auf einer Länge von rund 260 km führt er von Aš durch das Vogtland, über das Thüringer Schiefergebirge bis hin zur Leipziger Tieflandsbucht und endet in Halle (Saale).
Der Beginn (ab Aš) zeichnet sich durch bergige Abschnitte aus und ist dadurch für erfahrene Tourenradler geeignet. Ab Gera talwärts kann die Route auch gut von Unerfahrenen und Familien mit Kindern befahren werden. Besonders praktisch ist hierbei die Anreise mit der Vogtlandbahn. Da die Route größtenteils entlang der Bahnstrecke Eger-Plauen und der Elstertalbahn führt ist man sehr flexibel bei der Etappenplanung. Die Züge verkehren im Ein- bzw. Zweistundentakt, so dass man jederzeit die Tour beenden und mit dem Zug nach Hause fahren kann.
Teilweise parallel zum Radweg verlaufen auch diverse Wanderwege.
Der Elster-Saale-Kanal ist ein nie fertiggestelltes Kanalprojekt, welches die Stadt Leipzig an das Binnenschifffahrtsnetz anbinden sollte. Der Kanal sollte die Saale mit dem Lindenauer Hafen am heutigen Industriegebiet Leipzig-West verbinden, welcher wiederum über den etwa drei Kilometer langen Karl-Heine-Kanal eine Verbindung zur Weißen Elster gehabt hätte. Alle drei Projekte wurden begonnen und teilweise fertiggestellt, jedoch bis jetzt nicht miteinander verbunden.
Im Bereich des oberen Flusslaufes wurde das Elstergebirge nach der Weißen Elster benannt. Es erstreckt sich über Gebiete des sächsischen und böhmischen Vogtlandes.
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