Wandel, Hoefer und Lorch


Evangelische Kirche Dillingen Saar (1969)
Neubau der Dresdner Synagoge
Gemeindehaus (links) und Jüdisches Museum München (rechts)
Dokumentationszentrum der KZ-Gedenkstätte Hinzert

Wandel Hoefer Lorch ist ein deutsches Büro für Architektur und Stadtplanung in Saarbrücken. Geführt wird das Büro von den Architektinnen Dr. Rena Wandel-Hoefer, Andrea Wandel und den Architekten Andreas Hoefer und Wolfgang Lorch. In einigen Projekten tritt das Büro als Arbeitsgemeinschaft mit dem Frankfurter Architekten Nikolaus Hirsch unter dem Namen Wandel Hoefer Lorch + Hirsch auf.

International bekannt wurden Wandel Hoefer Lorch durch ihren Entwurf zur neuen Dresdner Synagoge. Dieser wurde 2002 auf dem XXI. Architektur-Weltkongress UIA mit dem World Architecture Award für das beste Gebäude Europas ausgezeichnet[1]. Zuvor (und zwar 1969 unter der Leitung des Gründers, Hubertus Wandel) war das Büro erst einmal durch einen Sakralbau in Erscheinung getreten, mit dem Neubau der kriegszerstörten evangelischen Kirche in Dillingen (Saar). Die heutigen Inhaber des Büros hatten schon als Studentengruppe einen Wettbewerbsbeitrag für eine Gedenkstätte am Börneplatz in Frankfurt realisieren können [2]. Seit dem Bau der Synagoge in Dresden ist das Büro immer wieder mit vielfach publizierten Bauten im sakralen und kulturellen Bereich in Erscheinung getreten.

Beim 2001 ausgelobten zweistufigen städtebaulichen Architekturwettbewerb für das Jüdische Zentrum Münchens, an dem über 300 Architekturbüros aus ganz Europa ihre Arbeiten eingereicht hatten, erhielten sie ebenfalls den Zuschlag und übernahmen sowohl Planung als auch Bauleitung[3]. Das Jüdische Zentrum München erhielt den Deutschen Städtebaupreis 2008[4].

Für das Dokumentationshaus an der Gedenkstätte Hinzert erhielten sie eine Auszeichnung beim Preis des Deutschen Stahlbaues 2006[5].

Im Juni 2008 gewann das Büro mit seinem Entwurf den Wettbewerb für das Haus und Museum der Jüdischen Kultur, das in Köln auf dem Platz vor dem Historischen Rathaus oberhalb der Archäologischen Zone und der mittelalterlichen Mikwe entstehen soll.

Wolfgang Lorch ist Professor für Entwerfen und Grundlagen der Hochbaukonstruktion an der TU Darmstadt.


Auszeichnungen

  • 1998 Preis des Bundes Deutscher Architekten[6]
  • 2001 Deutscher Kritikerpreis
  • 2002 World Architecture Award, für die Synagoge in Dresden
  • 2003 Deutscher Architekturpreis, 2.Preis für die Synagoge in Dresden
  • 2006 BDA-Architekturpreis Rheinland-Pfalz, für die Gedenkstätte Hinzert
  • 2007 Deutscher Architekturpreis, für die Gedenkstätte Hinzert
  • 2008 Deutscher Städtebaupreis, für das Jüdische Zentrum München
  • 2008 DAM Deutscher Architekturpreis, Auszeichnung für die Gedenkstätte Hinzert
  • 2008 Balthasar-Neumann-Preis, Anerkennung für die Gedenkstätte Hinzert

Quellen

  1. Kulturportal Frankfurt zum World Architecture Award 2002
  2. Artikel auf FAZ.NET über die Gedenkstätte Börneplatz
  3. Zeit-Online zur Einweihung der jüdischen Synagoge
  4. Portal des Deutschen Städtebaupreises
  5. Laudatio zum Stahlbaupreis 2006
  6. ifa-Künstlerdatenbank

Weblinks







stock | retire | vm
Why are we here?
All text is available under the terms of the GNU Free Documentation License
This page is cache of Wikipedia. History