|
|
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für weitere Bedeutungen, siehe Würzburg (Begriffsklärung). |
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
|
|||||
| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Bayern | ||||
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | ||||
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt | ||||
| Höhe: | 177 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 87,63 km² | ||||
| Einwohner: | 135 212 (31. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 1543 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahlen: | 97070–97084 | ||||
| Vorwahl: | 0931 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | WÜ | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 63 000
|
||||
| Stadtgliederung: | 13 Stadtbezirke mit 25 Stadtteilen |
||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rückermainstraße 2 97070 Würzburg |
||||
| Webpräsenz: | |||||
| Oberbürgermeister: | Georg Rosenthal (SPD) | ||||
Würzburg ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken mit Sitz der Regierung von Unterfranken, des Bezirks Unterfranken und des Landratsamtes Würzburg. Gegenwärtig hat die Stadt am Main, die eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern ist, über 134.000 Einwohner und steht damit hinter München, Nürnberg und Augsburg an vierter Stelle unter den bayerischen Großstädten.
Die Stadt ist Bischofssitz der katholischen Diözese Würzburg. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Frankfurt am Main, rund 120 Kilometer nordwestlich, Nürnberg 115 Kilometer südöstlich, Stuttgart 140 Kilometer südwestlich und Mannheim 177 Kilometer westlich. Im Jahr 2004 konnte Würzburg das 1300-jährige Stadtjubiläum feiern. Die weltberühmte Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz wurde 1981 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.
Würzburg liegt zu beiden Seiten des Mains im mittleren Maintal (Maindreieck). Die Stadt wird überragt von der Festung auf dem Marienberg auf der westlichen Höhe einer Muschelkalkplatte, in die sich der Main eingesenkt hat.
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Würzburg. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, genannt und gehören alle zum Landkreis Würzburg:
Veitshöchheim, Güntersleben, Rimpar, Estenfeld, Rottendorf, Gerbrunn, Randersacker, Eibelstadt, Reichenberg, Eisingen, Höchberg, Waldbrunn, Waldbüttelbrunn und Zell am Main
| Nr. | Stadtbezirk | Bevölkerung (31. Dezember 2006) |
|---|---|---|
| 01 | Altstadt | 19.530 |
| 06 | Frauenland | 18.611 |
| 07 | Sanderau | 14.467 |
| 02 | Zellerau | 11.361 |
| 08 | Heidingsfeld | 10.160 |
| 12 | Lengfeld | 9.780 |
| 04 | Grombühl | 9.860 |
| 09 | Heuchelhof | 9.076 |
| 11 | Versbach | 7.155 |
| 03 | Dürrbachtal | 6.885 |
| 05 | Lindleinsmühle | 6.259 |
| 10 | Steinbachtal | 4.862 |
| 13 | Rottenbauer | 3.314 |
| Würzburg | 131.320 |
Die folgenden ehemals selbständigen Städte und Gemeinden wurden nach Würzburg eingemeindet:
Das Stadtgebiet von Würzburg ist heute in 13 Stadtbezirke eingeteilt, die sich weiter in insgesamt 25 Stadtteile gliedern. Die Stadtbezirke und Stadtteile sind fortlaufend nummeriert. Bei der folgenden Übersicht sind die Stadtteile mit ihren Nummern den 13 Stadtbezirken zugeordnet:
|
01 Altstadt
|
02 Zellerau
03 Dürrbachtal
04 Grombühl
05 Lindleinsmühle
|
06 Frauenland
07 Sanderau
08 Heidingsfeld
09 Heuchelhof
|
10 Steinbachtal
11 Versbach
12 Lengfeld
13 Rottenbauer
|
Würzburg ist das Oberzentrum der Planungsregion Würzburg, zu der die kreisfreie Stadt Würzburg und die Landkreise Kitzingen, Main-Spessart und Würzburg gehören. Dem Oberzentrum Würzburg sind folgende Mittelzentren zugeordnet: Kitzingen, Karlstadt, Lohr am Main, Marktheidenfeld und Ochsenfurt.
Die mittlere Januar-Temperatur beträgt +0,6 °C, im Juli liegt die mittlere Temperatur bei +18,4 °C. Über das gesamte Jahr gesehen ergibt sich eine mittlere Temperatur von +9,2 °C. Die höchste je gemessene Temperatur stellen +38,5 °C am 28. Juli 1921 dar, die maximale Tiefsttemperatur waren −24,0 °C am 10. Februar 1956.
Der Wasserstand wird mit dem Messstab am Alten Kranen. gemessen: Normalstände an der Ufermauer des Mains, Hochwasserstände am Mauerwerk des Gebäudes Alter Kranen.
Extreme Hochwasserstände des 14. bis 19. Jahrhunderts sind am rechten Türpfosten am Eingang zum Grafeneckart markiert: das Jahrtausendhochwasser am Magdalenentag des 21. Juli 1342, weitere am 29. Februar 1784, am 27. Januar 1682 und am 30. März 1845.
Hochwasserstände des 20. Jahrhunderts sind an der Mauer des Alten Kranens dokumentiert: am 7. Februar 1909, 16. Januar 1920 und am 25. Februar 1970 (Wasserpegel 670 cm). Siehe auch Hochwasser in Würzburg.
Für die Zeit um 1000 v. Chr. ist eine keltische Fliehburg auf dem Marienberg nachgewiesen. Nach der Völkerwanderungszeit lassen sich die Franken in der Region nieder. Ab etwa 650 ist Würzburg fränkischer Herzogsitz. Im Jahr 689 missionierten die iro-schottischen Missionare Kilian, Kolonat und Totnan die Gegend. Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf den 1. Mai 704.
Im 11. Jahrhundert gelangte eine Silbermünze aus Würzburg bis auf die Färöer, wie der Münzfund von Sandur belegt. Das erste Ritterturnier auf deutschem Boden wurde im Jahr 1127 in der Stadt am Main ausgetragen.
Am 17. Juni 1156 heiratete Friedrich I. Barbarossa in Würzburg in zweiter Ehe die minderjährige Beatrix von Burgund, Tochter des Grafen Rainald III. und seit diesem Jahr Erbin der Freigrafschaft Burgund (heute Franche-Comté). Auf dem Reichstag zu Würzburg 1168 wurde der damalige Bischof Herold durch Friedrich I. Barbarossa mit der Herzogswürde belehnt. Die Bischöfe der Stadt konnten sich fortan „Fürstbischöfe“ nennen und den Titel „Herzog in Franken“ führen.
Fürstbischof Johann von Egloffstein gründete am 10. Dezember 1402 die Universität Würzburg als „Hohe Schule zu Würzburg“. Kurz nach dem Tod des Fürstbischofs musste der Lehrbetrieb aus Geldmangel und anderen Gründen ausgesetzt werden. Am 19. Juli 1476 wurde der Prediger Hans Böhm nach einem Ketzerprozess verurteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Im Deutschen Bauernkrieg wurde die Festung Marienberg im Mai 1525 erfolglos berannt. Die aufständischen Bauern erlitten eine schwere Niederlage vor den Toren der Stadt Würzburg. Das Bauernkriegsdenkmal am Ende der Tellstiege zwischen Alter Mainbrücke und der Festung Marienberg erinnert an die Haufen der Bauern und ihre Anliegen, die in 12 Artikeln proklamiert wurden. Das Denkmal stellt mehrere Wurzeln dar, die an einer schräg gestellten Mauer emporranken, aber oben absterben. Besonders wurden persönliche Freiheit und Mäßigung bei Steuer- und Fronforderungen erbeten. [3] Tilman Riemenschneider stellte sich als Bürgermeister auf die Seite der Bauern und wurde deshalb auf der Festung Marienberg gefoltert und inhaftiert. Das historische Gasthaus Hof zum Stachel (in der Gressengasse) war damals ein Treffpunkt der aufbegehrenden Bürger und Bauern und war für Eingeweihte am Morgenstern (Stachel) als Wirtshausschild zu erkennen.
Unter dem Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn wird 1582 im Zuge der Gegenreformation die Julius-Maximilians-Universität Würzburg gegründet. Würzburg war in den 1630er Jahren ein Kerngebiet der Hexenverfolgungen. In der Zeit der Hexenprozesse nahmen unter der Regentschaft des Würzburger Fürstbischofs Philipp Adolf von Ehrenberg die Hexenverfolgungen in Würzburg große Ausmaße an. Sie erreichten zwischen 1626 und 1630 ihren Höhepunkt. Im Stift brannten über 900 „Hexen“, allein in der Stadt Würzburg an die 200. Im Dreißigjährigem Krieg wurde die Stadt im Oktober 1631 durch den Schwedenkönig Gustav Adolf erobert. Bis 1634 waren große Teile des Hochstifts wieder zurückerobert.
Die Würzburger Residenz wird von 1719 bis 1779 erbaut. Im Jahr 1725 werden die Würzburger Lügensteine gefunden. Am 21. Juni 1749 findet der letzte Hexenprozess in Würzburg statt. Die Subpriorin des Klosters Oberzell wird am Hexenbruch verbrannt [4].
Durch den Reichsdeputationshauptschluss fielen Stadt und Hochstift Würzburg 1803 an das Kurfürstentum Bayern. Würzburg wurde 1805 Hauptstadt des gleichnamigen Großherzogtums, mit dem Ferdinand III. aus der toskanischen Nebenlinie des Hauses Habsburg ausgestattet wurde. Die Stadt wurde 1814 erneut bayerisch und gleichzeitig eine direkt der Regierung unterstehende Stadt (welche später als kreisfreie Stadt bezeichnet wurde). Ferner wurde die Stadt Sitz eines Verwaltungsbezirks, aus dem später der Landkreis Würzburg hervorging. Die Stadt wurde faktisch Nebenresidenz des bayerischen Königshauses. 1817 wurde Würzburg Hauptstadt des Untermainkreises, der ab 1837 als Unterfranken bezeichnet wurde. Im gleichen Jahr gründeten Friedrich Koenig und Andreas Bauer im Kloster Oberzell die Schnellpressenfabrik Koenig & Bauer. Im Jahr 1821 wurde Prinz Luitpold, der spätere Prinzregent Luitpold in Würzburg geboren. Der Pegel Würzburg wurde 1823 in Betrieb genommen und ist damit der älteste in Betrieb befindliche Pegel am Main. Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte 1895 die nach ihm benannten Strahlen.
Würzburg wird 1934 Großstadt. Aufgrund der siebzehn Minuten dauernden Bombardierung Würzburgs am 16. März 1945 durch die Royal Air Force kamen über 5000 Menschen ums Leben. Die Innenstadt wurde zu neunzig Prozent zerstört. Das Modell der komplett zerstörten Innenstadt und die Namen der identifizierbaren Getöteten werden in der ständigen Gedenkstätte rechts am Eingang zum Grafeneckart dokumentiert. Das Massengrab mit einer Gedenkglocke für die Bombardierungsopfer befindet sich links vor dem Haupteingang zum Hauptfriedhof. In der Marienkapelle wird jeden Freitag zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Bombardierung um die Mittagszeit das ökumenische Versöhnungsgebet von Coventry für den Frieden gehalten. An zahlreichen Gebäuden erinnern Hinweise an den Wiederaufbau nach der Zerstörung. Der US-Kunstschutzoffizier John D. Skilton rettete die Residenz durch Abdichtungsmaßnahmen am Dach trotz des Bauholzmangels vor dem Zerfall durch die Winterfröste. [5]
An die Trümmerfrauen und Trümmermänner, die den Wiederaufbau Würzburgs erst wieder möglich machten, erinnert eine Gedenktafel aus Buntsandstein an der Hochwasserschutzmauer zwischen Altem Kranen und Kranenkai. Hier endeten die fast 30 km Gleisnetz der Trümmerbahn. Der Trümmerschutt wurde ab Mainufer auf Schiffen abtransportiert. Eine Lore mit Keupersteinen erinnert an diese Zeit.[6] Wegen der Zerstörungen an Wohnraum waren einzelne Zimmer mit bis zu sieben Personen überbelegt. Würzburger ohne Wohnung, die ins Umland geflohen waren, durften als „Außenbürger“ nicht wieder nach Würzburg zurückziehen („Zuzug verboten“). [7]
Die Stadt Würzburg wurde 1973 mit dem Europapreis für ihre hervorragenden Bemühungen um den europäischen Integrationsgedanken ausgezeichnet. Die Bayerische Landesgartenschau fand 1990 in Würzburg statt. Im Jahr 2004 wurde das 1300-jährige Stadtjubiläums gefeiert.
Im Jahre 1880 hatte Würzburg 50.000 Einwohner. 1934 überschritt die Einwohnerzahl die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges verlor die Stadt zwischen 1939 (108.000 Einwohner) und 1945 (53.000 Einwohner) rund die Hälfte (55.000) ihrer Bewohner. 1957 hatte die Bevölkerungszahl wieder den Vorkriegsstand erreicht. Ende Dezember 2004 lebten in Würzburg nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 133.539 Menschen mit Hauptwohnsitz – historischer Höchststand. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse¹ oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die ortsanwesende Bevölkerung, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
|
|
|
¹ Volkszählungsergebnis
Würzburg wurde 741/742 Sitz eines Bistums, das sich neben seinem geistlichen Gebiet bald auch ein weltliches Herrschaftsgebiet schaffen konnte (Fürstbistum ab 1168 beziehungsweise Hochstift Würzburg). Oberster Herr dieses Territoriums war der Bischof, später der Fürstbischof.
Die Reformation konnte im Bistum zunächst Fuß fassen, wurde dann aber vor allem durch die Gegenreformation ab 1586 stark unterdrückt. Die Anhänger des Luthertums wurden aus der Stadt verbannt. Während der schwedischen Besatzung konnten die Protestanten vorübergehend wieder Fuß fassen. 1633 wurde ihnen für ein Jahr sogar der Dom zur Benutzung eingeräumt. Doch brachte erst das bayerische Religionsedikt von 1803 eine Gleichbehandlung beider Konfessionen. Im selben Jahr erhielten die Protestanten die Kirche des säkularisierten St.-Stephans-Klosters. Später wurden weitere Gemeinden gegründet. Alle Gemeinden gehören von Anfang an zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und sind Teil des Dekanats Würzburg innerhalb des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg. Heute haben auch verschiedene Freikirchen in Würzburg ihre Gemeinden gegründet; die meisten sind in der Evangelischen Allianz zusammengeschlossen. Das 1803 säkularisierte Fürstbistum Würzburg wurde 1821 als eigenständiges Bistum innerhalb der Kirchenprovinz Bamberg neu umschrieben. Innerhalb dieses Bistums gehören heute die Pfarrgemeinden der Stadt zum Dekanat Würzburg Stadt.
Würzburg ist Sitz einer alten jüdischen Gemeinde, die erstmals 1147 erwähnt wurde. Ihre Blütezeit hatte sie im 12. und 13. Jahrhundert. 1298, 1336/1337 und 1349 kam es zu Pogromen gegen die jüdischen Einwohner der Stadt und auch des Umlandes. Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert wurden die Juden immer wieder aus der Stadt verwiesen. 1803 konnte sich nach mehr als 150 Jahren wieder eine jüdische Familie in Würzburg niederlassen. Am 2. August 1819 war Würzburg der Ausgangspunkt der Hep-Hep-Unruhen, die sich gegen jüdische Bürger richteten. Um 1900 erreichte die jüdische Gemeinde mit annähernd 2.500 Mitgliedern ihren höchsten Stand. Bei den Novemberpogromen 1938 starben in Würzburg mindestens vier Menschen. Die 1837 erbaute Hauptsynagoge und weitere Einrichtungen der Jüdischen Kultusgemeinde wurden von SA-Männern zerstört, woran eine Gedenktafel an einer Mauer der Domerschulstraße erinnert. Im November 1941 begann die Deportation der verbliebenen Würzburger Juden in Konzentrationslager. Die jüdische Gemeinde hörte 1943 auf zu existieren. Bereits wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde in Würzburg eine neue jüdische Gemeinde gegründet, die im Jahr 1970 in der Valentin-Becker-Straße 11 eine neue Synagoge erhielt, in deren Vorraum eine Gedenktafel an die Verfolgung und Ermordung der Würzburger Juden erinnert. Im ersten Stock des dort befindlichen Jüdischen Altersheims wurde 1987 ein "Dokumentationszentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken" errichtet. Bis zur Shoa gab es sieben Synagogen in Würzburg. Eine von ihnen, die 1929 in der Sandbergerstraße errichtet wurde, beherbergt heute die Jakob-Stoll-Schule, eine Realschule. In ihrem Innern wird mit einer Gedenktafel an den Leiter dieser ehemaligen Israelitischen Lehrerbildungsanstalt (ILBA), den Pädagogen Jakob Stoll, erinnert, der nach seiner KZ-Haft in die USA emigrierte. Am ehemaligen Standort einer anderen Synagoge in Heidingsfeld in der Zindelgasse / Ecke Dürrenberg wurde 1986 eine Gedenksäule errichtet.[8] Am 23. Oktober 2006 wurde nach fünfjähriger Bauzeit das neue jüdische Gemeinde- und Kulturzentrum eröffnet, das den Namen Shalom Europa trägt. Die Zahl der Gemeindemitglieder ist durch Kontingentflüchtlinge auf ca. 1.100 gestiegen. Seit August 2001 gibt es wieder einen Rabbiner in Würzburg.
An der Edith-Stein-Straße befindet sich die 2005 von der Ahmadiyya-Gemeinde erbaute Moschee Baitul Alim (Haus der Gelehrten).
Würzburg ist der Hauptsitz der Glaubensbewegung Universelles Leben.
Die Stadt wurde schon seit ihrer Gründung vom Rat und vom Bürgermeister verwaltet. Der Rat ist seit 1256 bezeugt. An dessen Spitze stand der Schultheiß. Später gab es einen „Alten Rat“ und einen „Neuen Rat“. Der Alte Rat, auch Oberrat genannt, war die bischöfliche Aufsichtsbehörde, der neue Rat hatte kaum Befugnisse. Nach den Bauernkriegen wurden die bürgerlichen Freiheiten nahezu ganz eingeschränkt. Ein Denkmal in den Grünanlagen unterhalb der Residenz erinnert an die Bauernkriege. An der Spitze der Stadt stand fortan der vom Bischof eingesetzte Stadtschultheiß. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden der innere und der äußere Rat zu einem Kollegium vereinigt. 1818 erhielt die Stadt jedoch durch das Bayerische Gemeindeedikt wieder ihre Selbstverwaltung. An der Spitze der Stadt stand fortan der Erste Bürgermeister, der ab 1920 den Titel Oberbürgermeister erhielt.
Die Regierenden Würzburgs seit 1797:
|
|
Bei der Oberbürgermeisterwahl 2008 kam es zwischen der Amtsinhaberin Pia Beckmann (41,3 %) und ihrem SPD-Herausforderer Georg Rosenthal (24,7 %) zur Stichwahl. Weitere Kandidaten waren Matthias Pilz (GRÜNE, 16,3 %), Benedikt Kuttenkeuler (Würzburger Liste, 14,6 %) und Uwe Dolata (ÖDP, 3,0 %).
In der Stichwahl konnte der SPD-Kandidat sich dann überraschend gegen Amtsinhaberin Pia Beckmann mit 52,5 % gegen 47,5 % durchsetzen. Die Wahlbeteiligung betrug dabei lediglich 41,0 %. Am niedrigsten fiel sie in Grombühl mit 30,0 %, am höchsten in Rottenbauer mit 52,6 % aus. Die CSU-Kandidatin setzte sich zwar in Heidingsfeld, am Heuchelhof- mit 56,9 % ihr bestes Ergebnis- und Rottenbauer durch, verlor aber in allen anderen Stadtteilen. Georg Rosenthal erzielte sein bestes Ergebnis in der Zellerau mit 59,4 %, sein schlechtestes am Heuchelhof mit 43,1 %.
| Ort | Wahlbeteiligung in % | Pia Beckmann, CSU, in % | Georg Rosenthal, SPD, in % |
|---|---|---|---|
| Altstadt | 37,3 | 46,5 | 53,5 |
| Dürrbachtal | 50,5 | 47,5 | 52,5 |
| Frauenland | 43,7 | 46,4 | 53,6 |
| Grombühl | 30,0 | 43,0 | 57,0 |
| Heidingsfeld | 45,9 | 51,2 | 48,8 |
| Heuchelhof | 33,5 | 56,9 | 43,1 |
| Lengfeld | 45,0 | 48,8 | 50,2 |
| Lindleinsmühle | 38,4 | 46,6 | 53,4 |
| Rottenbauer | 52,6 | 54,6 | 45,4 |
| Sanderau | 40,0 | 47,6 | 52,4 |
| Steinbachtal | 50,8 | 45,7 | 54,3 |
| Versbach | 47,5 | 46,8 | 53,2 |
| Zellerau | 36,3 | 40,6 | 59,4 |
| GESAMT | 41,0 | 47,5 | 52,4 |
Die Verteilung im Stadtrat sieht folgendermaßen aus:
Das Wappen der Stadt Würzburg zeigt in Schwarz eine schräg gestellte, eingekerbte, von Rot und Gold gevierte Fahne an silberner Lanzenstange. Die Stadtflagge ist Rot-Gelb mit aufgelegtem Wappen.
Die Fahne als Ortswappen taucht seit dem zweiten Drittel des 16. Jahrhunderts auf. Es handelt sich um die Fahne des alten Herzogtums Franken, jedoch in anderer Farbgebung. Ferner war die Fahne des Herzogtums nicht geviert. Seit 1570 wird die Fahne auch ausnahmslos in den Siegeln der Stadt verwendet.
Die Stadt Würzburg unterhält mit folgenden Städten, nach denen im Stadtteil Heuchelhof auch einige Straßen benannt sind, eine Städtepartnerschaft:
| Caen (Frankreich), seit 1962 | |
| Dundee (Vereinigtes Königreich), seit 1962 | |
| Rochester (Vereinigte Staaten), seit 1964 | |
| Mwanza (Tansania), seit 1966 | |
| Ōtsu (Japan), seit 1979 | |
| Salamanca (Spanien), seit 1980 | |
| Suhl (Deutschland), seit 1988 | |
| Umeå (Schweden), seit 1992 | |
| Bray (Irland), seit 1999 | |
| Trutnov (Tschechien), seit 2008 (Patenschaft seit 1956) |
Würzburg beheimatet den Schwimmverein SV Würzburg 05. Dessen Wasserballmannschaft ist fünfmaliger deutscher Meister und spielt in der deutschen Wasserball-Liga DWL (Saison 2006/2007). Mit Annika Lurz und Thomas Lurz stellt der SVW 05 zwei Ausnahmeathleten der deutschen Schwimmszene.
Würzburg ist im Tischtennis durch die Müller Würzburger Hofbräu in der Tischtennis-Bundesliga vertreten. Die 1. Herren Mannschaft wurde am 19. Juni 2005 erstmals Deutscher Meister.
Basketball wurde in Würzburg lange Jahre in der Basketball-Bundesliga (BBL) gespielt. Im Würzburger Basketball wurden der jetzige NBA-Spieler Dirk Nowitzki und die deutschen Nationalmannschafts-Spieler Robert Garrett und Demond Greene „groß“. Das damalige Erstligateam musste nach sieben erfolgreichen BBL-Jahren in der Saison 2004/2005 sportlich und wirtschaftlich Insolvenz anmelden. Der nachfolgende Versuch des USC Mainfranken Basket, in der 2. Basketball-Bundesliga Fuß zu fassen, scheiterte noch in derselben Saison. Nach einem Jahr Pause im höherklassigen Basketball steht in der Saison 2007/2008 mit den SC Heuchelhof Würzburg Baskets ein von zwei passionierten Managern in Kooperation mit dem örtlichen Verein SC Heuchelhof geführtes Projekt in der 1. Regionalliga in den Startlöchern auf dem Weg zurück in den Profibasketball.
Beim Fußball sind vor allem die traditionsreichen Rivalen Würzburger FV und Würzburger Kickers hervorzuheben, die beide bereits in der 2. Fußball-Bundesliga gespielt haben.
In und um Würzburg wird erfolgreich Ju-Jutsu betrieben. So werden in Heidingsfeld erfolgreich Wettkämpfe bestritten, die Ju-Jutsu-Abteilung des Sportverein Oberdürrbach hat gar zwei Weltmeister und einen Vizeweltmeister hervorgebracht.
Der Radsport wird von der Radsportgemeinschaft Würzburg gefördert. Neben einer regulären Radtourenfahrt, der „Mainfrankentour“ wird jährlich noch die Kiliani Radeltour ausgerichtet, die vor allem Gelegenheitsfahrer ansprechen soll. Ansonsten zeichnet sich der Verein durch regelmäßige, öffentliche Trainingstreffs für Rennrad, sowie für Mountainbike aus.
Die Abteilung Rhönrad der Turngemeinde Würzburg ist seit Jahren sehr aktiv. Neben zahlreichen Erfolgen bei Landes- und Bundesklassewettkämpfen konnten sich die TGWler auch international behaupten. Claudia Renz wurde 1997 Weltmeisterin im Geradeturnen mit Musik. Isabell Gramß schafft es in der Jugendklasse sich auf den 3. Platz der Rhönrad-Weltmeisterschaft 2005 zu turnen.
Alljährlich im Frühjahr locken zwei etablierte Laufveranstaltungen jeweils mehrere tausend Läufer in die Stadt. Der Würzburger Residenzlauf findet regelmäßig im April statt und führt auf 10 Kilometern in vier Runden um die Residenz. Im Mai findet der Würzburg-Marathon statt. Die Marathondistanz führt in zwei unterschiedlichen Runden durch die Stadt.
Zur Fußball-WM 2006 in Deutschland war Würzburg Gastgeber des Nationalteams von Ghana.
Des Weiteren hat der am Hubland sesshafte Hockey und Tennis Club Würzburg (HTCW), die Chance mit der 1.Herrenmannschaft in die 2.Regionalliga aufzusteigen. Die Jugendmannschaften des Vereins haben in den letzten Jahren viele regionale und deutschlandweite Titel gewonnen. Die Jugendmannschaft des Jahrgangs 1990 und 1991 zum Beispiel, hat schon vier bayerische und eine süddeutsche Meisterschaft gewonnen.
Die Stadt ist durch ihre Hochschulen, die Julius-Maximilians-Universität, die Musikhochschule und die Fachhochschule geprägt, die über 5.500 wissenschaftliche und technische Angestellte und Beamte sowie Versorgungs- und Verwaltungspersonal beschäftigen (Stand: 2003). Nächstgrößter Arbeitgeber mit etwa 5.000 Angestellten und Beamten ist die Stadt Würzburg selbst.
Größter industrieller Arbeitgeber ist die Koenig & Bauer AG (KBA), einer der größten Hersteller von Druckmaschinen weltweit. Würzburg ist ebenso der Produktions- und Verwaltungsstandort von NOELL, einem der führenden deutschen Brückenkranhersteller. Weiterhin hat die Firma MERO, bekannt für die Raumfachwerke und Stahl-Glaskonstruktionen, ihren Hauptsitz in Würzburg. Mit der Würzburger Hofbräu ist eine weitere Aktiengesellschaft ansässig. Als größeres Handelsunternehmen ist die Duttenhofer Gruppe zu nennen. Die Vogel Medien Gruppe hat ihren Hauptsitz in Würzburg. Auch die Fürstlich Castell'sche Bank, eine kleine Privatbank für die Region, hat ihren Sitz in Würzburg.
Industrie und Gewerbe sind zumeist kleine und mittelständische Betriebe in den Industriegebieten Hafen, Aumühle und Würzburg-Ost.
Anders als im benachbarten Bereich Schweinfurt, wo eher Großindustrie und Maschinenbau sesshaft wurden, ist Würzburg das Dienstleistungszentrum der Region. Die Arbeitslosenquote lag im Juni 2008 bei 5,5 Prozent.
| Wirtschaftszweig | Sozial- versicherungs- pflichtig Beschäftigte |
Anteil an den Gesamt- Beschäftigten |
|---|---|---|
| Land- und Forstwirtschaft, Fischerei | 300 | 0,4 % |
| Bergbau; Gew. von Steinen und Erden | 0 | 0,0 % |
| Verarbeitendes Gewerbe | 13.732 | 19,8 % |
| Energie- und Wasserversorgung | 692 | 1,0 % |
| Baugewerbe | 2.966 | 4,3 % |
| Handel; Inst., Rep. von Kfz. und Gebrauchsg. | 14.078 | 20,3 % |
| Gastgewerbe | 2.459 | 3,6 % |
| Verkehr und Nachrichtenübermittlung | 3.941 | 5,7 % |
| Kredit- und Versicherungsgewerbe | 3.099 | 4,5 % |
| Dienstleistungen für Unternehmen, Immobilien | 21.593 | 31,1 % |
| Öffentl. Verwaltung u. ä. | 6.433 | 9,3 % |
| Summe | 69.293 | 100,0 % |
Stadtgebiet Würzburg-Beschäftigte 2002;[9]
Würzburg ist historisch ein bedeutender Knotenpunkt für den Verkehr. Diese ursprünglich durch den Main hervorgerufene verkehrszentrale Lage wird heute durch die Autobahnen und die Deutsche Bahn bestimmt.
| A 3 | Grenze Niederlande – Ruhrgebiet – Frankfurt am Main – Würzburg – Nürnberg – Regensburg – Passau - Grenze Österreich |
| A 7 | Grenze Dänemark – Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen - Grenze Österreich |
| A 81 | Würzburg – Heilbronn – Stuttgart – Singen (Hohentwiel) |
| B 8 | Grenze Niederlande – Ruhrgebiet – Frankfurt am Main – Würzburg – Nürnberg – Regensburg – Grenze Österreich |
| B 13 | Würzburg – Ansbach – Eichstätt – Ingolstadt – Unterschleißheim – München – Bad Tölz – Sylvensteinstausee |
| B 19 | Eisenach – Mellrichstadt – Würzburg – Ulm – Oberstdorf – Grenze Österreich |
| B 22 | Würzburg (Mainfrankenpark) – Bamberg – Bayreuth – Weiden in der Oberpfalz – Cham |
| B 27 | Blankenburg – Göttingen – Fulda – Würzburg – Ludwigsburg – Stuttgart – Tübingen – Donaueschingen – Grenze Schweiz |
Einige größere Projekte stehen auf der Warteliste: Zum einen die geplante B 26n von der A 3 Anschlussstelle-Helmstadt über Karlstadt, Arnstein bis zur A 7 Autobahnkreuz-Werneck. Ein neuer Anschlussknoten an der B 19 im Stadtteil Lengfeld, an welchem ein IKEA-Kaufhaus angesiedelt wird, ist im Bau.
Das Stadtgebiet von Würzburg ist ebenso wie der Landkreis in den Verkehrsverbund Mainfranken eingegliedert. Innerhalb dieses Tarifverbundes können alle Linien des öffentlichen Personennahverkehrs zu einheitlichen Preisen genutzt werden. Zum 1. Februar 2009 wurde der Tarifverbund um das Gebiet des Landkreises Kitzingen erweitert. Eine Ausdehnung auf weitere, benachbarte Landkreise ist beabsichtigt, jedoch noch nicht konkretisiert. Es besteht eine Übergangsregelung mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN).
Das Rückgrat des ÖPNV in Würzburg sind fünf Straßenbahnlinien, die ein Streckennetz von 19,7 Kilometern Länge bedienen. Zuletzt wurde 1989 eine Neubaustrecke in den Stadtteil Heuchelhof eröffnet sowie 1996 deren Fortsetzung in den Stadtteil Rottenbauer. Eine verbesserte Straßenbahnanbindung des Universitätsklinikums soll mittels einer weiteren Neubaustrecke in absehbarer Zeit erfolgen. Über die Anbindung weiterer Stadtteile und Umlandgemeinden wird ebenfalls nachgedacht; konkrete Planungen bestehen für eine neue Linie zum Hubland. Betreiber des Straßenbahnnetzes ist die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH.
Weiterhin verkehren in Würzburg zahlreiche Stadt- und Regionalbuslinien, die von der Omnibus-Betriebsgesellschaft (NVG), einem Tochterunternehmen der WSB, der Omnibusverkehr Franken GmbH sowie einer Reihe weiterer privater Omnibusunternehmen versorgt werden. Hauptknotenpunkt des Omnibusverkehrs ist der Busbahnhof am Hauptbahnhof.
Würzburg ist überregionaler Knotenpunkt im Personenverkehr der Deutschen Bahn. Es kreuzen sich eine Nord-Süd-Verbindung von Hamburg, Bremen, Hannover und Kassel nach Nürnberg und München sowie die von Nordwest nach Südost verlaufende Trasse aus dem Ruhrgebiet, dem Rheinland und Frankfurt am Main nach Regensburg, Passau, Wien und weiter nach Budapest. Richtung Norden, Westen und Osten bestehen mindestens stündliche Verbindungen im Fernverkehr. Am Hauptbahnhof bestehen pro Stunde zwei Taktknoten mit Anschlüssen in alle Richtungen.
Das Empfangsgebäude des Hauptbahnhofes stammt aus den 1950er Jahren und wurde seitdem nur geringfügig verändert. Eine Modernisierung ist demzufolge vonnöten und wird von der Stadt bereits seit den 1990er Jahren geplant, konnte bislang jedoch nicht verwirklicht werden. Neben dem Hauptbahnhof existieren in Würzburg noch die Stationen Süd und Zell, die allerdings nur eine untergeordnete Bedeutung haben und lediglich im Regionalverkehr bedient werden.
Im Güterzugverkehr hat Würzburg seine frühere Knotenpunktfunktion mit der Stilllegung seines Rangierbahnhofes im Februar 2005 vollständig verloren.
Sportflieger starten und landen auf dem 3,5 Kilometer nordwestlich vom Stadtzentrum gelegenen Flugplatz Würzburg-Schenkenturm oder dem 5 km entfernten Sonderlandeplatz Hettstadt, der von der „Fluggruppe Hermann Köhl e. V.“ betrieben wird. Geschäftsreisejets können den Flugplatz Giebelstadt im Landkreis Würzburg anfliegen. Dieser Fluglatz wurde bis vor kurzem von den US-Streitkräften genutzt. Er soll von einer privaten Betreibergesellschaft u.a. unter Beteiligung der Firma Knauf betrieben werden..
In Würzburg unterhält der Bayerische Rundfunk (BR) das Regionalstudio Mainfranken des Studio Franken und auf der Frankenwarte eine Sendeanlage für UKW, Mittelwelle und DVB-T mit einem gegen Erde isolierten, abgespannten 111 m hohen Stahlfachwerkmast. Das Regionalstudio beherbergt zwei Hörfunk- und ein Fernsehstudio. Von Montag bis Freitag wird von dort für Unterfranken das Regionalprogramm „Mittags in Mainfranken“ für Bayern 1 produziert. Dienstags und Donnerstags kommt aus Würzburg der „Heimatspiegel“ für die „Nordkette“ Franken von Bayern 2. Weitere Berichte aus der Region werden nach Bedarf von Würzburg nach Nürnberg, München oder andere ARD-Studios für die weiteren Hörfunkprogramme zugeliefert. Zudem liefert das mainfränkische Fernsehstudio des BR Bilder für die ARD.
Bis 1999 wurde für den Mittelwellensender die Sendefrequenz 520 kHz genutzt. Diese Frequenz liegt nicht im offiziellen Mittelwellenband und somit konnte der nur 200 Watt starke Würzburger Sender, der zusammen mit dem gleich starken Sender in Hof im Gleichwellenbetrieb betrieben wurde, gut zum Test der Ausbreitungsbedingungen im Mittelwellenbereich genutzt werden. Da viele moderne Radios die Frequenz 520 kHz nicht mehr empfangen konnten, erfolgte 1999 eine Frequenzänderung auf 729 kHz.
Ferner besteht dort die private Funkhaus-Würzburg-Studiobetriebs-GmbH, welche die beiden Hörfunkprogramme 106,9 Radio Gong sowie Charivari.fm mit „Radio Opera“ veranstaltet. Sie versorgen die Region Mainfranken mit regionalen Informationen.
Seit 1987 gibt es noch einen lokalen Fernsehsender namens TV Touring, der nicht nur im regionalen Kabelnetz, sondern auch über Franken-SAT zu empfangen ist. Ehemals waren es sogar zwei Sender, die Würzburg abwechselnd mit Lokalfernsehen versorgten. In den Anfangsjahren war auch noch die RTU (Radio Television Unterfranken) zu sehen, deren Gesellschafter die Zeitungsgruppe Main-Post war.
Als Rundfunksender der amerikanischen Streitkräfte sendete bis Juli 2008 AFN (American Forces Network) ebenfalls in Würzburg von einem kleinen, gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerkmast, auf dem Areal der US-Streitkräfte auf Mittelwelle 1143 und UKW 104,9. Die Frequenzen sind noch in Betrieb und werden nun aber vom Standort Schweinfurt aus bedient. AFN ist damit in Würzburg nicht mehr zu empfangen.
Bis 1992 gab es in Würzburg auch noch einen dritten Lokalsender mit dem Namen Radio W1. Er startete am 8. Mai 1987 und teilte sich die UKW-Frequenz mit Main-Radio (heute: Radio Charivari) und Radio Mainland (heute: Radio Gong). Eine beliebte Rubrik war der wöchentliche Szenebericht „Kai war dabei“. Dieser Sender bekam später die eigenständige Frequenz 95,8 MHz zugewiesen. Der Sendebetrieb wurde zum 1. Oktober 1992 unter anderem aus finanziellen Gründen eingestellt. Zunächst war auf dieser Frequenz bis zum 31. März 2008 das 24 Stunden-Volksmusikprogramm Radio Melodie zu hören. Am 21. November 2008 startete das Jugendradio egoFM.
Zusätzlich ist Klassik Radio in Würzburg auf 92,1 MHz terrestrisch empfangbar.
Als Tageszeitungen erscheinen die Main-Post und das katholische Volksblatt (welches aber nur eine Auflage von etwa 12.000 hat), vertrieben durch die Main-Post-Verlagsgruppe (gehört zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck) mit Sitz in Würzburg/Heuchelhof. Aus diesem Hause erschien am 29. Januar 2004 auch die erste lokale Wochenzeitung Europas im Tabloid-Format, Boulevard Würzburg, die am 1. März 2007 in neun7 umbenannt wurde. Die Main-Post-Verlagsgruppe gibt auch markt, das größte Verbrauchermagazin in Unterfranken mit einer Gesamtauflage von über 625.000 Exemplaren, das jeden Mittwoch kostenlos an alle mainfränkischen Haushalte verteilt wird, heraus.
Weitere kostenlose Anzeigenblätter sind wob (mittwochs in Stadt und Landkreis Würzburg) und primaSonntag (sonntags nur im Stadtgebiet).
Über kulturelle Veranstaltungen im Raum Mainfranken informiert monatlich das Magazin Leporello. Ferner gibt es FRIZZ – Das Magazin (seit 2003), das mit einer IVW-geprüften Auflage monatlich erscheint. Für den Leser ist es kostenlos und liegt an rund 700 Auslagestellen in und um die Stadt aus. Es ist Mitglied im Bewegungsmelderverbund und informiert über sämtliche Veranstaltungen aus den Bereichen Lifestyle, Kultur, Musik usw. und enthält unter anderem den offiziellen Mensaplan der Uni-Mensa. Daneben erscheint noch Xity, das seit dem 25. Januar 2007 mit einem kostenlosen TV-Programm erscheint. Es informiert die Leser auch über Events, News und Angebote über die Stadt und bietet für sie zudem noch eine kostenlose Heftreservierung an.
Vier Mal pro Jahr (Januar, April, Juli und Oktober) erscheint kostenlos für Mitarbeiter, Studierende und die Öffentlichkeit Blick, die Zeitschrift der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, die unter anderem über Themen aus der Forschung informiert. Bis Juli 2006 wurde die Hochschulzeitung Julius kostenlos verteilt, jedoch ist dieses Projekt nach zwei Jahren, unter Protest der Studierenden, aus finanziellen Gründen eingestellt worden. Nachfolgerin dieser Hochschulzeitung wurde im Dezember 2006 gewürzt, die sich nun als „Erste Würzburger Studentenzeitung“ bezeichnet und sich mittlerweile Max & Julius nennt. Wie ihre Vorgängerin informiert sie die Würzburger Studenten auch regelmäßig über das Hochschulgeschehen und andere wichtige Themen in der Stadt.
Für die Hochschulen in Würzburg erscheint auch monatlich die Unizeitung Sprachrohr und viermal pro Jahr das Hochschulmagazin UnimaxX (Auflage 10.000) sowie einmal pro Semester der Uniguide (Auflage 15.000) von Frizz – Das Magazin. Für den international Kultur interessierten Würzburger erscheint monatlich die Kulturzeitung „StuporMundi“ in einem mehrsprachigen Layout mit Themen aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Politik für den Bohemian des 21 Jahrhunderts.
Seit Ende der 90er Jahre kommt es in der Schullandschaft zu größeren Veränderungen, zum einen durch den gesellschaftlichen Wandel (sinkende Schülerzahlen an Grund- und Hauptschulen), zum anderen durch den schrittweisen Rückzug der Stadt Würzburg als Schulträger aufgrund zu hoher finanzieller Belastungen durch den Schulbetrieb.
Von 1945 bis September 2008 besaß Würzburg eine Garnison der US-Streitkräfte. Es existierten vier Kasernen, die Emery Barracks (bis 1990), die Hindenburg-Kaserne (bis 1990), die Faulenberg-Kaserne (bis 2006) und die Leighton Barracks (bis 2008), in denen bis zum Jahr 2006 circa 6.000 Soldaten mit 3.000 Familienangehörigen angesiedelt waren. Die Leighton Barracks waren von 1945 bis 1955 und von 1996 bis 2006 der Sitz des Hauptquartiers der 1. US-Infanteriedivision, der „Big Red One“, eines gepanzerten Großverbandes in Stärke von vier Brigaden, von denen zuletzt drei in Franken und der Oberpfalz (u. a. Schweinfurt, Kitzingen, Vilseck) und die 4. Brigade in Fort Riley in Kansas stationiert waren. Zuvor waren Teile der 3. US-Infanteriedivision von 1958 bis 1996 sowohl in Würzburg, als auch in Schweinfurt,Kitzingen sowie anderen ehemaligen Standorten der US-Streitkräfte in Deutschland stationiert.
Weitere Verbände und Dienststellen, die in den beiden Kasernen zuletzt in Würzburg stationiert waren:
Im Rahmen der Reorganisierung der amerikanischen Landstreitkräfte kam es auch zu tiefgreifenden Änderungen in Würzburg. Die Umstrukturierungen betrafen vor allem die 1. US-Infanteriedivision, die zu einem großen Teil in die Heimat, nach Fort Riley im US-Bundesstaat Kansas, zurückverlegt wurde. Infolge dessen wurde die Faulenberg-Kaserne (Nürnberger Straße) geschlossen und Ende 2006 erfolgte die Rückgabe der Liegenschaft an Deutschland, vertreten durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Offiziell erfolgte der Abzug am 6. Juli 2006 mit einem Appell. Die Streitkräfte der US-Armee ziehen sich bis September 2008 vollständig aus Würzburg zurück. Die Verabschiedung fand am 13. Mai 2008 mit dem Einholen der amerikanischen Flagge statt. Die Übergabe der letzten Schlüssel fand in einer Zeremonie am 14. Januar 2009 satt. Seit Oktober 2007 ist das Gelände bereits im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.
Ähnlich wie in Kitzingen finden auch in Würzburg bereits konkrete Überlegungen für eine sinnvolle Konversion der Liegenschaften statt (Gewerbe, Wohnen, Startup-Firmen, Universität etc.). Es soll ein neuer Stadtteil "Leighton Barracks" entstehen. Deshalb wird für die weitere Nutzung des Geländes von der Größe der Altstadt (135 ha) zurzeit ein Ideenwettbewerb veranstaltet. Eine Bewerbung für die Landesgartenschau 2016, bei der dieses Gelände verwendet werden sollte, war nicht erfolgreich.[11]
Weiterhin gab es bis Oktober 2007 ein Krankenhaus der US Army, das Würzburg Hospital, das eines der drei Hospitäler im Verantwortungsbereich des US Army European Command war. Das Gebäude befindet sich nur zehn Gehminuten von den Leighton Barracks entfernt.
Da die Soldaten mit ihren Familien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind und das Militär auch als ein nicht unbedeutender Arbeitgeber fungiert, wird die Schließung von der Stadt mit großer Sorge vor allem im Hinblick auf die mittelständischen Betriebe betrachtet. Nicht zu vergessen sind jedoch auch die unzähligen persönlichen Kontakte zwischen US-Soldaten und der Würzburger Bevölkerung, wodurch bei den Betroffenen durch den Abzug eine große Lücke entstehen könnte.
Das Mainfranken Theater besitzt als Dreispartenhaus ein Schauspiel-, ein Musiktheater- und ein Ballettensemble. Diesen stehen mit dem „Großen Haus“ und den „Kammerspielen“ zwei Auftrittsorte zur Verfügung, die beide im Gebäude des Mainfrankentheaters in der Würzburger Altstadt liegen.
Im Kulturspeicher, einem ehemaligen Hafengebäude am Rande der Altstadt, sind neben einem Museum auch das „Bockshorn“ und der „tanzSpeicher“ zu finden. Ersteres hat sich vor allem den Bereichen Kabarett, Chanson und Musik verschrieben, wobei sich die meisten der hier auftretenden Künstler schon zuvor durch Fernsehauftritte oder diverse Auszeichnungen einen Bekanntheitsgrad erarbeitet haben. Der tanzSpeicher dient als Veranstaltungsort sowohl für externe Tanzvorführungen als auch für Auftritte des eigenen Ensembles.
Das Boulevardtheater „Chambinzky“ liegt im Frauenland und präsentiert vor allem Komödien, Volksstücke und Musicals, in eigenen Produktionen. Für diese Zwecke stehen eine große und eine kleine Bühne zur Verfügung. Darüber hinaus ist das Chambinzky auch eine Musikkneipe – dieses Gastronomiekonzept hat sich seit der Gründung 1983 bewährt.
Dem Experimentaltheater haben sich sowohl das „Theater am Neunerplatz“ als auch das „theater ensemble“ verschrieben, wobei beide daneben auch noch einige andere Sparten bieten: Das Theater am Neunerplatz, in der Zellerau gelegen, präsentiert außerdem politische und satirische Stücke sowie Kindertheater. Das theater ensemble befindet sich ebenfalls in der Zellerau und widmet sich ferner dem Absurden Theater, Dramen und Komödien und bietet außerdem Theaterkurse für jedermann an.
Entsprechend seiner historischen und kulturellen Bedeutung besitzt Würzburg eine Vielzahl weiterer Bühnen, die sich mit den verschiedensten Sparten des Theaters beschäftigen. Im Einzelnen sind dies das Kinder- und Jugendtheater „Spielberg“, die „Werkstattbühne“, das „Plastische Theater Hobbit“, das „Würzburger Kasperhaus“, das Tanztheater „blackboX“, das Theater „Augenblick“ der Mainfränkischen Werkstätten und der „Kunstkeller Würzburg“.
Zudem verfügt Würzburg eine Vielzahl von Improvisationstheater-Gruppen, darunter mit den Würzburger Beutelboxern eine der ältesten Gruppen Deutschlands (seit 1990).
Neben den Gedenkorten zu jüdischem Leben (→siehe dort) erinnert ein Gedenkstein am Geschwister-Scholl-Platz / Ottostraße an die christlichen Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl, die 1943 ermordet wurden. Im Gewerbegebiet von Heuchelhof halten mehrere Straßennamen die Erinnerung an Verfolgte und Opfer der NS-Gewaltherrschaft aufrecht. In Heidingsfeld erinnert der Herta-Mannheimer-Weg an die jüdische SPD-Stadträtin Herta Mannheimer, die im KZ Auschwitz ermordet wurde. Ebenfalls in Auschwitz kam der katholische Pfadfinder Fred Joseph 1943 ums Leben, der - als "Halbjude" diffamiert - trotz Verbots einen Pfadfinderstamm gründete. Nach ihm nennt sich heute ein Stamm der St.-Georgs-Pfadfinder im Stadtteil Sanderau.[12]
Die fränkische bzw. unterfränkische Mundart wird überall in Würzburg geprochen und verstanden. In der Närrischen Weinprob, die im Januar zu Beginn der Fastnachtszeit im Staatlichen Hofkeller unter der Würzburger Residenz stattfindet, werden kritische Beiträge zum Jahresgeschehen in allen fränkischen Mundarten vorgetragen. Diese mundartliche Sitzung wird auch im Dritten Programm des Bayrischen Fernsehens übertragen.
|
Festung Marienberg bei Nacht. |
Marienkapelle und Falkenhaus |
||
|
Alte Universität |
St. Kilian auf der Alten Mainbrücke |
Neubaukirche, Kirche der Universität |
|
|
Neue Universität am Sanderring |
Alter Hafen in Würzburg |
Nachtaufnahme Alter Kranen |
Kran im Alten Hafen Würzburg |
|
Kulturspeicher und Veitshöchheimer Straße bei Nacht |
Heizkraftwerk |
||
|
Hofkirche der Residenz Würzburg, Innenansicht |
Johann Georg Oegg-Denkmal am Hofgarten |
Dom bei Nacht als HDR Bild |
Bedeutende romanische Kirchen sind der Dom St. Kilian, das Neumünster und die Kirche St. Burkhard. Weitere Kirchen sind im Artikel Kirchen in Würzburg beschrieben.
|
Schönbornkapelle am Dom |
Schönbornkapelle am Dom |
Stift Haug |
Franziskanerkirche |
|
Evang.-Luth. Dekanatskirche St. Stephan |
|
Alte Mainbrücke |
Alte Mainbrücke, Blick in Richtung Osten zur Domstraße |
St. Kilian auf der Alten Mainbrücke und Festung Marienberg |
Alte Mainbrücke mit Blick auf die darunter liegende Schleuse |
|
Ludwigsbrücke (umgangssprachlich Löwenbrücke) |
Brücke der Deutschen Einheit |
Blick vom „Stein“ (Weinberg) in Richtung Süden |
Blick von der Alten Mainbrücke auf Mainkai und Main |
Vor einzelnen markanten Bauwerken stehen abtastbare Modelle. Sie sind profiliert und aus Metall gefertigt und erleichtern es den Blinden, sich eine Vorstellung von den Größenverhältnissen, Innenhöfen, Dachneigungen, Türmen und Zinnen zu machen. Diese Modelle stehen vor dem Grafeneckart, zwischen Dom und Dom-Museum sowie vor der Residenz.
Jedem Besucher sofort ins Auge fallend ist der Ringpark, der anstelle der früheren Befestigungsanlage halbkreisförmig um die Altstadt von Mainufer (Friedensbrücke) zu Mainufer (Ludwigsbrücke) verläuft. Er ist 3,3 km lang und bis zu 240 m breit. Er wird von Hauptbahnhof und Berliner Platz unterbrochen, grenzt an den Hauptfriedhof und ist von der Residenz durch eine hohe Mauer getrennt. Markante und exotische Bäume im Park sind mit deutscher und lateinischer Bezeichnung spezifiziert.
Der Hofgarten liegt hinter der Residenz und vor der ehemaligen Stadtbastion (heute Ringpark). Er bietet Buchen, Laubengänge, Brunnen und Blumen und steigt über drei Terrassen an. Im "Südgarten" ist das Wasserbassin der Mittelpunkt. Im östlich an der Residenz gelegenen Gartenteil ist der Hang zur ehemaligen Stadtbastion durch Treppen zu ersteigen. Laubenartige Gänge führen bogenförmig um das Areal.
Das Lusamgärtchen am übrig gebliebenen Kreuzgangflügel des Neumünsterstifts ist eine sehr kleine Oase der Ruhe mitten in der Stadt. Dort wird von den Besuchern auch des Walther von der Vogelweide gedacht.
Der Garten hinter dem Juliusspital ist zur Erholung der Patienten, aber auch über den Torbogen der Zehntscheuer für die Öffentlichkeit zugänglich. Hier gibt es einen alten Baumbestand.
Der linksmainische Grünstreifen am Main zwischen Alter Mainbrücke und Talavera ist an heißen Sommerabenden ein erfrischender Aufenthaltsort.
Der Fürstengarten der Festung Marienberg entstand auf einer früheren Geschützplattform der Festung und bietet deswegen eine besondere Aussicht auf die Stadt. Er wurde nach Vorbild der italienischen „giardini secreti“ angelegt.
Der Botanische Garten der Universität umfasst Bauerngarten, exotische Nutzpflanzen und unterschiedliche Baumarten.
Als Studentenstadt besitzt Würzburg ein aktives und vielfältiges Nachtleben mit einigen Diskotheken, Clubs, Bars, Kneipen und anderen gastronomischen Betrieben.
Weit über den fränkischen Raum hinaus bekannt ist in Würzburg die Diskothek Airport, eine der ältesten Großraumdiskotheken Deutschlands, die im Oktober 1983 eröffnet wurde.
Auf der nicht profit-orientierten Seite sind städtische Einrichtungen wie die Jugendeinrichtungen „Cairo“ und „Bechtolsheimer Hof“ (kurz: B-Hof) sowie das teilweise kirchlich finanzierte „Immerhin“ mit ihrem reichhaltigen Angebot weitab des Mainstreams erwähnenswert.
Siehe: Liste der Ehrenbürger von Würzburg
Die folgende Übersicht enthält überregional bekannte, in Würzburg geborene Personen, unabhängig davon, ob diese ihren späteren Wirkungskreis in Würzburg hatten, chronologisch aufgelistet nach dem Geburtsjahr.
Der 1917 in der Schweiz erschienene Band Poetenleben enthält einen launigen Bericht Robert Walsers über einen Aufenthalt in der Stadt. Darin wird unter anderem der Freizeitwert mainfränkischer Weinlokale in der Altstadt und auch einschlägiger Lokalitäten in den erwanderbaren Weinbergen um Würzburg herum lobend erwähnt. Auf seiner Reise von München nach Berlin hatte der junge Schweizer Poet im Sommer 1901 bei seinem Würzburger Freund, dem Dichter Max Dauthendey, einen achttägigen Unterwegshalt eingelegt.
Im 1927 veröffentlichten Reisebericht Das Wirtshaus im Spessart von Kurt Tucholsky (Pseudonym: Peter Panter) wird ein Ausflug mit Besuch auf der Festung Marienberg und Konsum des Steinweins erzählt.
Im Frühjahr 2008 berichtete der Schriftsteller Wladimir Kaminer im Monatsmagazin "Cicero" in der Rubrik "Kaminers Reisen" über einen Aufenthalt in Würzburg. Er beschrieb seine Wahrnehmungen rund um den Wahlkampf anlässlich der Kommunalwahl. [13]
Würzburg ist das Zentrum des Frankenweins; auf dem Stadtgebiet befinden sich die bekannteste Frankenweinlage Würzburger Stein und die drei großen, traditionsreichen Weingüter mit jeweils saalartigen Weinstuben:
Alle drei Weingüter bieten Führungen durch die Weinkeller und direkten Weinverkauf an.
Bekannte Weinlagen (Einzellagen) sind neben dem Stein die Lagen Abtsleite, Innere Leiste (südlich der Festung Marienberg), Kirchberg, Pfaffenberg, Schloßberg sowie Stein/Harfe (oberhalb des Hauptbahnhofs).
Eine weitere Besonderheit der Würzburger Trinkkultur sind die Bäcken, Weinstuben, in denen mitgebrachtes Essen verzehrt werden darf.
Außerdem hat Würzburg seit den 1980er Jahren seine eigene Würzburger Bratwurst.
Bemerkenswert sind die verschiedenen Beinamen oder Mottos, die Würzburg in den letzten Jahrzehnten hatte:
Aichach-Friedberg | Altötting | Amberg (Stadt) | Amberg-Sulzbach | Ansbach | Ansbach (Stadt) | Aschaffenburg | Aschaffenburg (Stadt) | Augsburg | Augsburg (Stadt) | Bad Kissingen | Bad Tölz-Wolfratshausen | Bamberg | Bamberg (Stadt) | Bayreuth | Bayreuth (Stadt) | Berchtesgadener Land | Cham | Coburg | Coburg (Stadt) | Dachau | Deggendorf | Dillingen a.d.Donau | Dingolfing-Landau | Donau-Ries | Ebersberg | Eichstätt | Erding | Erlangen (Stadt) | Erlangen-Höchstadt | Forchheim | Freising | Freyung-Grafenau | Fürstenfeldbruck | Fürth | Fürth (Stadt) | Garmisch-Partenkirchen | Günzburg | Haßberge | Hof | Hof (Stadt) | Ingolstadt (Stadt) | Kaufbeuren (Stadt) | Kelheim | Kempten (Stadt) | Kitzingen | Kronach | Kulmbach | Landsberg am Lech | Landshut | Landshut (Stadt) | Lichtenfels | Lindau (Bodensee) | Main-Spessart | Memmingen (Stadt) | Miesbach | Miltenberg | Mühldorf a.Inn | München | München (Stadt) | Neuburg-Schrobenhausen | Neumarkt i.d.OPf. | Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim | Neustadt a.d.Waldnaab | Neu-Ulm | Nürnberg (Stadt) | Nürnberger Land | Oberallgäu | Ostallgäu | Passau | Passau (Stadt) | Pfaffenhofen a.d.Ilm | Regen | Regensburg | Regensburg (Stadt) | Rhön-Grabfeld | Rosenheim | Rosenheim (Stadt) | Roth | Rottal-Inn | Schwabach (Stadt) | Schwandorf | Schweinfurt | Schweinfurt (Stadt) | Starnberg | Straubing (Stadt) | Straubing-Bogen | Tirschenreuth | Traunstein | Unterallgäu | Weiden (Stadt) | Weilheim-Schongau | Weißenburg-Gunzenhausen | Wunsiedel i.Fichtelgebirge | Würzburg | Würzburg (Stadt)
stock | retire | vm
Why are we here?
All text is available under the terms of the GNU Free Documentation License
This page is cache of Wikipedia. History