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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Vientiane (Begriffsklärung) aufgeführt. |
| Basisdaten | |
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| Fläche: | |
| Einwohner: | 350.000 |
| Geografische Lage: | 17° 58′ N, 102° 36′ O17.966666666667102.6Koordinaten: 17° 58′ N, 102° 36′ O |
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Vientiane (Aussprache: [wiəŋ-ʧan], Lao: ວຽງຈັນ) ist die Hauptstadt der Demokratischen Volksrepublik Laos. Vientiane ist die bis heute gängige Stadtbezeichnung der französischen Kolonialregierung. Auf Lao heißt die Stadt Vieng Chang bzw. Viang Chan (Aussprache: [wíaŋ tɕàn]), was "Stadt des Mondes" bedeutet (Vieng = Stadt, Chan = Mond). Der offizielle (internationale) Name lautet Vientiane Capital zur Unterscheidung von der gleichnamigen Präfektur und von der Provinz. Vientiane ist das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum des Landes. Offiziell hat die Stadt etwa 350.000 Einwohner, im gesamten Ballungsraum leben ca. 620.000 Menschen.
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Die Stadt und das Umland liegen in einer Tiefebene auf einer Fläche von ca. 4.000 Quadratkilometern. Vientiane erstreckt sich inmitten einer üppigen Landschaft über mehrere Kilometer am Ufer des Mekong, der die Landesgrenze zu Thailand bildet. Seit 1994 sind beide Länder durch die sogenannte Thai-Lao-Freundschaftsbrücke verbunden, die hier als erste Brücke über den Unterlauf des Mekongs überhaupt erbaut wurde.
Eine Besiedlung lässt sich seit der Steinzeit feststellen. Gegründet im 13. Jahrhundert als Stadt im Reich Lan Chang, entwickelte sich Vientiane stetig neben der eigentlichen Hauptstadt Luang Prabang. 1563 schließlich wurde Vientiane zur neuen Hauptstadt. Im Zuge der burmesischen Expansionspolitik wird Vientiane 1575 für sieben Jahre besetzt. Nach der Vertreibung der Burmesen bilden sich für kurze Zeit zwei getrennte Reiche (Luang Prabang und Vientiane), die 1591 von König Nokeo Kumane wieder vereinigt werden. Nach der Zerstörung von Ayutthaya im Jahr 1767, der Hauptstadt des siamesischen Königreiches Ayutthaya, gerät auch Vientiane wieder in die Reichweite der Burmesen und ist anschließend Teil des wiedererstarkten siamesischen Reiches. Der laotische Staat ist praktisch nicht mehr erkennbar. 1887 wird Vientiane durch Abtretung Siams ein Teil von Französisch-Indochina, entwickelt sich jedoch kaum, da die Franzosen ihre Interessen auf Vietnam konzentrieren. 1940, nachdem Deutschland Frankreich im Zweiten Weltkrieg militärisch besiegt hatte, nehmen die Japaner Vientiane und ganz Laos in ihre Gewalt, lassen jedoch offiziell die französische Kolonialverwaltung im Amt. Am 1. September 1945, nachdem in Asien der Zweite Weltkrieg beendet worden war, erklärt sich Laos gegen den Widerstand Frankreichs für unabhängig. Nach der Niederlage der US-Amerikaner in Südostasien übernehmen die kommunistischen Pathet Lao am 2. Dezember 1975 die Macht in Vientiane, ohne größeres Blutvergießen anzurichten.
Mehr als 25 % aller mittelständischen Unternehmen sind in Vientiane beheimatet. Die Industrie beschränkt sich auf eine Brauerei (Beerlao), einen Pepsi-Abfüllbetrieb, die Produktion von Reinigungsmitteln, eine Zigarettenfabrik sowie diverse Holzverarbeitungsbetriebe. 20 % des Exports gehen direkt nach Thailand: hauptsächlich Textilien, Holz und Holzprodukte, aber auch Strom aus Wasserkraft. Am Stadtrand befindet sich der internationale Flughafen. Hauptstadt und Umland sind die größten Tabak-, Reis- und Zuckerrohrproduzenten des Landes.
In Vientiane befindet sich der größte Teil der einzigen Universität des Landes, die National University of Laos (NUOL).
Provinzen: Attapeu | Bokeo | Bolikhamsai | Champasak | Houaphan | Khammuan | Luang Namtha | Luang Prabang | Oudomxay | Phongsali | Salavan | Savannakhet | Vientiane (Provinz) | Sainyabuli | Sekong | Xieng Khouang
Sonderverwaltungszone: Saysomboun | Stadt: Vientiane
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