Vertrag von Meersen


Vertrag von Meersen

Vertrag von Meersen ist die Bezeichnung jenes Vertrages, der am 8. August 870 in Meerssen bei Maastricht in der heutigen Provinz Limburg (Niederlande) geschlossen wurde.

In welchem Gebäude der Vertrag geschlossen oder unterzeichnet wurde, ist mangels urkundlicher und archäologischer Daten nicht mehr nachweisbar.

Im Vertrag wird die Erbschaft Lothars II., nämlich Lothringen (eigentlich: Lotharingien, was bedeutet: dasjenige, was Lothar zugehört), unter Karl dem Kahlen und Ludwig II. dem Deutschen aufgeteilt. Karl bekam den südwestlichen Teil, Ludwig die nordöstliche Hälfte.

Die Trennungslinie verlief ungefähr entlang der Flüsse Maas, Ourthe, Mosel, Marne, Saône und dann durch das Juragebirge. Damit kamen die politisch und wirtschaftlich wichtigen Städte und Gebiete Aachen, Holland und das Elsass an das spätere Heilige Römische Reich deutscher Nation.

Der Vertrag war für die spätere politische Entwicklung Frankreichs und Deutschlands von großer Bedeutung. Lothringen und das Elsass blieben bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Zankapfel zwischen beiden Ländern.

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