Ein Turnaround (engl. Richtungsänderung, Umschwung, Herkunft "turn around") ist im weitesten Sinne jedwede Umkehr. In der Regel ist eine Umkehr ins Positive gemeint, das Umkehren einer Abschwungsituation in eine Aufschwungsituation, am häufigsten bezogen auf die Gewinn- und Umsatzsituation bei einzelnen Unternehmen. Mitunter wird der Begriff auch auf Märkte oder Volkswirtschaften bezogen.
Der Begriff hat durch die Allgemeingültigkeit des Vorgangs die Anwendung in einer Reihe von Fachsprachen gefunden. Die gebräuchlichsten sind hier aufgeführt:
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Ein erreichter Turnaround ist eines der anspruchsvollsten Managerziele und dementsprechend ist dieser Begriff in der Managementliteratur auch sehr häufig. In Anlehnung an den Turnaround eines Unternehmens kann der Begriff auch auf Aktien angewandt werden, wobei nicht zwingend der Turnaround einer Aktie, also eine positive Veränderung des Aktientrends, mit den Gewinnverläufen des Unternehmens korrelieren muss.
Ein Turnaround ist zunächst immer das Ziel eines Unternehmens in der Krise. Am Beginn der Planungen stehen oft Maßnahmen der Sanierung, Einsparungen und nicht selten der Abbau von Arbeitsplätzen, eher seltener die Erschließung neuer Märkte, Produktinnovationen oder die Verbesserung deren Qualität.
Das Wort "turnaround" stammt aus dem englischen Sprachgebrauch und bedeutet: umdrehen. Gemeint ist hier aus einer schlechten, negativen Entwicklung den "turnaround" zu schaffen in eine gute, positive Entwicklung.
Es gibt unterschiedliche Auffassungen über idealtypischen Krisenverlauf, den ein Krisenunternehmen durchläuft. So unterscheidet eine Auffassung vier Phasen: Zunächst befindet sich das Unternehmen in der Strategiekrise. In diesem Stadium herrscht noch kein akuter Handlungsbedarf, jedoch befindet sich das Produktportfolio schon im Reifestadium und eine Klare Richtung bzw. Zielsetzung und Vision ist nicht mehr erkennbar. Gefolgt wird die Strategiekrise von der Erfolgskrise, hier brechen z.B. Erträge weg, notwendige Neuinvestitionen werden unterlassen und Lagerbestände werden aufgebaut. Im "Idealfall" folgt auf die Ertragskrise die Liquiditätskrise. In dieser Phase hat das Unternehmen schwierigkeiten fällige Rechnungen zu bezahlen und es kommt zur Zahlungsstockung. Auf diese Phase folgt die Letzte Phase, die Insolvenz, die geprägt sein kann entweder von drohender Zahlungsunfähigkeit, Zahlungsunfähigkeit oder der Überschuldung.
Je später gegengesteuert wird, umso schwerer gestaltet es sich das Unternehmen aus der Krise zu führen. Eine Restrukturierung kann helfen die Strategiekrise zu beseitigen. Der Turnaround kann während der Ertragskrise erfolgen. Die außergerichtliche Sanierung hilft in der Liquiditätskrise, während die gerichtliche Sanierung während der Insolvenz erfolgt.
Hier ist Turnaround als Zyklus der Abschaltung (Stillstand/Shutdown, TAR, Revision), Wartung, Inspektion, Instandsetzung, Verbesserung und Wiederinbetriebnahme zu verstehen.
Als Turnaround bezeichnet man in der Luftfahrt auch die Zeit, die ein Flugzeug am Boden ist (Boden-Turnaround) bzw. auch alle Abfertigungstätigkeiten wie Reinigungsarbeiten, Betankung, Be- und Entladung, Catering die in dieser Zeit durchgeführt werden müssen.
Siehe Turnaround (Jazz).
Siehe Umschwung.
Seltener werden im Deutschen die Schreibweisen "Turn around" oder "Turn-around" verwendet.
Ein stark verwandter Begriff ist der Roundturn.
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