| Tunxdorf
Stadt Papenburg
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| Koordinaten: | 53° 5′ N, 7° 19′ O53.0869444444447.3152777777778Koordinaten: 53° 5′ 13″ N, 7° 18′ 55″ O |
| Fläche: | 5,75 km² |
| Eingemeindung: | 1. Jan. 1973 |
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| Lage von Tunxdorf in der Stadt Papenburg | |
Tunxdorf, das heute zu Papenburg gehört, ist ein Dorf im Emsland.
Inhaltsverzeichnis |
Tunxdorf liegt in Niedersachsen im Landkreis Emsland an der Ems, zwischen Papenburg und Aschendorf/Ems, nahe den Niederlanden und südlich von Ostfriesland. Das Naturschutzgebiet um den alten Emsarm heißt „Tunxdorfer Schleife“.
Tunxdorf (5,75 km²) bildet zusammen mit dem Nachbardorf Nenndorf (4,99 km²) einen Ortsteil, der zur Stadt Papenburg gehört. Die Einwohnerzahl der beiden Dörfer betrug im Jahr 1992 343 Personen. Der Ortsteil Tunxdorf/Nenndorf umfasst eine Fläche von 10,74 km². Die Einwohnerdichte beträgt 32 Einwohner je km².
Das Dorf Tunxdorf wurde erstmals im 8. Jahrhundert urkundlich erwähnt (als Tunglasthorpe). Es wird angenommen, dass Tunxdorf der Ursprungsort der Familie von Thungestorp ist, von der ein Thiedbold von Thungestorp um 1150 urkundlich nachgewiesen ist. Spätestens im 15. Jahrhundert scheint der adlige Sitz jedoch aufgegeben worden zu sein.
Tunxdorf ist verkehrstechnisch zu erreichen mit dem Auto über die A 31, Abfahrt Rhede/Ems, bzw. die Bundesstraße 70 (aus Richtung Aschendorf) oder mit dem Zug vom Bahnhof Papenburg oder Aschendorf.
Der Tunxdorfer Waldsee entstand als Baggersee durch den Bau eines modernen Deiches zum Schutz vor der Ems. Ursprünglich befand sich an der Stelle des heutigen Waldsees die höchste Erhebung (16 m. über NN) der sogenannten "Tunxdorfer Berge". Er dient heute mit seinem Sandstrand als Badesee und ist ein Ausflugsziel von regionaler Bedeutung. Durch den Bau der Autobahn 31 entstanden in der Region weitere Baggerseen, so dass heute mehr Badeangebote in der Nähe vorhanden und dadurch deutlich weniger Besucher am Tunxdorfer Waldsee zu verzeichnen sind als in früheren Zeiten. In der Nähe des Waldsees befindet sich ein Campingplatz.
Der örtliche Sportverein ist der SV Tunxdorf-Nenndorf, der mehrere Sportarten, vor allem aber Fußball anbietet.
Einmal im Jahr (an Christi Himmelfahrt) findet in Tunxdorf/Nenndorf ein Schützenfest des Schützenvereins Tunxdorf/Nenndorf statt. Darüber hinaus gibt es jährlich – in der Regel am ersten Septemberwochenende – eine Groschenkirmes, die auf dem Platz des Tunxdorf-/Nenndorfer Dorfgemeinschaftshauses stattfindet
Die Hymne von Tunxdorf-Nenndorf ist das Lied vom Aulkenpott. Es handelt von einem Tongefäß, das angeblich von den Aulken, zwergenartige Wesen, die im Tunxdorfer Wald leben sollen, stammt. Tatsächlich handelt es sich um ein Tongefäß, dass man in früherer Zeit an Hausdächern vorne am Gibel befestigt hat.
Zwischen Tunxdorf und Aschendorf liegt der Friedhof der jüdischen Gemeinde Papenburg-Aschendorf mit mehr als 69 erhaltenen, meist in hebräischer Sprache beschrifteten Grabsteinen.[1]
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