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Lage von Tunbridge Wells
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Tunbridge Wells, auch Royal Tunbridge Wells, ist eine Stadt im äußersten Westen der Grafschaft Kent nahe der Grenze zu Sussex im Südosten Englands im Vereinigten Königreich. Tunbridge Wells ist darüber hinaus Verwaltungssitz des Borough of Tunbridge Wells.
Tunbridge Wells ist zudem ein Kurort, der seine Entstehung der Entdeckung von eisenhaltigen Quellen verdankt. Es war zu erwarten, dass Tunbridge Wells durch die Auffindung einer angeblich heilkräftigen Quelle in der damaligen Zeit, als man immer mehr an die medizinische Wirksamkeit der Heilquellen glaubte, zu einem Anziehungspunkt der feinen Gesellschaft aus der nahen Hauptstadt London wurde.
Die Glanzzeit als Kurort erlebte die Stadt in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Im Jahre 1909 verlieh König Edward VII. der Stadt das Prädikat "Royal". In der Stadt leben etwa 45.000 Einwohner, und es ist das Zentrum des Tunbridge Wells Borough. Das gesamte Borough hat etwa 100.000 Einwohner.
Seit 1989 ist Tunbridge Wells Partnerstadt von Wiesbaden.
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Die ersten Häuser des Quellgebiets wurden dort gebaut, wo heute die London Road auf die Mount Ephraim trifft. Das Haus 85 London Road gehört zu den ältesten noch erhaltenen Häusern der Stadt, etwa 1660 erbaut. Hier wohnte der Dichter Thackeray im Jahre 1860. Etwa 1735 wurde das Wirtshaus Hare and Hounds (Hase und Hunde) erbaut, das heute Royal Wells Inn heißt.
Im Museum und Art Gallery sind Holzmosaiken („Tunbridge ware“) aus der Stadt und der Umgebung zu sehen.
Als sehenswerte Kirchen können erwähnt werden: King Charles the Martyr, mit Besucherspenden 1678 erbaut, nach Charles I. benannt; Holy Trinity, zu der die Herzogin von Kent an ihrem Geburtstag 1827 den Grundstein legte.
Tunbridge Wells liegt in einer hügelreichen Landschaft, in der sich mehrere Dörfer finden, deren Häuser entweder holzverschalt oder mit schindelähnlich übereinander geschobenen Flachziegeln verkleidet sind.
Nördlich von Tunbridge Wells liegt das Flusstal des Medway mit seinen Nebenarmen. Hier finden sich große Obstplantagen und Hopfenfelder. Entlang der Feldwege sind im Frühling "Blütenstraßen" markiert, um die Besucher, je nach Markierungsfarbe, zu den gewünschten Obstsorten zu führen. Weiterhin sind die hohen Hopfentürme mit ihren kegelförmigen Dächern zu nennen, die früher zum Trocknen des Hopfens dienten, heute jedoch vielfach zu bizarren Wohnhäusern umgebaut sind. Viele der Dörfer waren früher bedeutende Eisenhütten, die u. a. die britische Marine mit Geschützen belieferten.
Im Osten und Westen von Tunbridge Wells liegt der High Weald (Hochwald), von Flüssen und Bächen durchzogen. Der ursprünglich undurchdringliche Wald wurde im Laufe der Zeit zur Ansiedlung von Höfen und Dörfern teilweise gerodet. Als Edward III. im 14. Jahrhundert flämische Tuchmacher nach England bestellte, um das kontinentale Monopol zu brechen, erlebten hier mittelalterliche Tuchfabriken eine Blütezeit. Einer der Hauptorte war Cranbrook mit der mächtigen Union-Windmühle, etwa 20 km östlich von Tunbridge Wells.
51.1288888888890.26083333333332Koordinaten: 51° 8′ N, 0° 16′ O
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