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Dieser Artikel thematisiert die Stadt Tulln; für andere Bedeutungen siehe Tulln (Begriffsklärung). |
| Wappen | Karte | |
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| Basisdaten | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
| Bundesland | Niederösterreich | |
| Politischer Bezirk | Tulln (TU) | |
| Fläche | 72,23 km² | |
| Koordinaten | 48° 20′ N, 16° 3′ O48.33333333333316.05180Koordinaten: 48° 20′ 0″ N, 16° 3′ 0″ O | |
| Höhe | 180 m ü. A. | |
| Einwohner | 14 495 (31. Dez. 2008) | |
| Bevölkerungsdichte | 201 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen | 3425, 3430 | |
| Vorwahl | 02272 | |
| Gemeindekennziffer | 3 21 35 | |
| NUTS-Region | AT126 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung |
Minoritenplatz 1 3430 Tulln an der Donau |
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| Offizielle Website | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister | Wilhelm Stift (ÖVP) | |
| Gemeinderat (2005) (37 Mitglieder) |
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| Lage der Stadt Tulln an der Donau | ||
Die Stadt Tulln an der Donau ist der politische und wirtschaftliche Mittelpunkt von den Katastralgemeinden der Stadtgemeinde im Tullnerfeld, das im Süden vom Wienerwald und im Norden vom Wagram begrenzt wird. Inmitten von Gärtnereien wird Tulln auch als Blumenstadt bezeichnet. Sie ist die Bezirkshauptstadt des gleichnamigen Bezirkes im Bundesland Niederösterreich.
Inhaltsverzeichnis |
Das Gemeindegebiet hat eine Ausdehnung von 72 km² und breitet sich zu beiden Seiten der Donau aus, die das Gebiet in einer Länge von rund 5 km durchfließt. Der bebaute Teil der Stadt ist hauptsächlich südlich der Donau. Die Stadt wird von zwei Bächen eingesäumt. Im Westen mündet die Große Tulln, im Osten die Kleine Tulln in je einen Donauarm. Die Seehöhe der Stadt ist 179,73 m. Die Umgebung der Stadt ist wie das gesamte Tullnerfeld vollständig ebenes Terrain, das nur dort leicht wellig ist, wo sich einst Donauarme in das Land gedrängt haben.
Die Stadtgemeinde besteht aus neun Katastralgemeinden:
Tulln ist eine der ältesten Städte Österreichs. Der Name Tulln kommt wahrscheinlich aus dem keltischen, jedoch kann diese Theorie nicht bestätigt werden. Schon in vorrömischer Zeit besiedelt, wurde es in der 1. Hälfte des 1. Jahrhunderts nach Chr. das römische Reiterkastell Comagena, bzw. Comagenis, auch Stützpunkt der römischen Donauflotille. In den letzten Jahren der Römerherrschaft wird von einem Besuch des hl. Severin und der wunderbaren Rettung der Stadt vor den Barbaren berichtet.
Nach dem Nibelungenlied empfing in Tulln der Hunnenkönig Etzel Siegfrieds Witwe Kriemhilde, ein Ereignis, dem im Jahr 2005 ein Brunnen gewidmet wurde. Noch am Ende des 8. Jahrhunderts als „Stadt“ (Comagenis civitas) genannt, wird die Stadt 859 erstmalig mit dem Namen Tullina urkundlich erwähnt. In der Karolingerzeit Gerichtsstätte und Sitz eines Grafen, erlangt Tulln in der Zeit der Babenberger Markgrafen als Residenz und Donauhandelsplatz große Bedeutung, sodass sie als eine Hauptstadt des Landes bezeichnet wurde. Diese Stellung verliert Tulln durch den Aufschwung Wiens und eine Reihe schwerer Belastungen (Andringen der Donau, Verlagerung der Handelswege, große Brände, kriegerische Drangsale, Türkeneinfälle, Dreißigjähriger Krieg, Franzoseninvasion). 1683 steht Tulln im Blickpunkt der europäischen Geschichte als Sammelplatz des Entsatzheeres des heiligen römischen Reiches zur Befreiung Wiens von den Türken.
Neuer Aufschwung setzte mit dem 19. Jahrhundert (Donaubrücke, Bau der Franz-Josefs-Bahn, Bezirkshauptmannschaft) und im 20. Jahrhundert (Schulen, Industrie) ein. 1986 bewarb sich Tulln als Landeshauptstadt, St. Pölten wurde jedoch gewählt.
Bürgermeister der Stadtgemeinde ist KR Wilhelm Stift, Stadtamtsdirektor Ing. Franz Lasser. Im Stadtgemeinderat gibt es bei insgesamt 37 Sitzen folgende Mandatsverteilung:
Sowohl mit den öffentlichen als auch mit den privaten Verkehrsmitteln ist Tulln gut erreichbar und ein bedeutender Verkehrsknoten in Niederösterreich. Tulln hat zwei Donaubrücken, Bundesstraßen, einen Bahnhof der Franz-Josefs-Bahn, eine Schiffsanlegestelle, einen Yachthafen und einen Militärflughafen "Fliegerhorst Brumowski".
Straße:
Die Tullner Straße B19 ist neben der Kremser Schnellstraße eine vielbefahrene Strecke zwischen der Westautobahn und der Stockerauer Schnellstraße. Erst die neugebaute Rosenbrücke brachte eine Entlastung für die Stadt Tulln. Trotz der 19 Kreisverkehre sind noch acht Ampeln erhalten geblieben. Jedoch sind drei weitere Kreisverkehre in Planung: Einer im Anschluss an die alte Donaubrücke stadteinwärts, einer auf der Langenlebarner Straße als Zufahrt zur neu zu errichtenden Sporthalle und einer auf der Kreuzung Staasdorfer Straße/Johann-Strauß-Gasse.
Als bedeutende Industrie ist die Zuckerfabrik der Agrana Austria zu verzeichnen. Viele Gärtnerei und Pflanzenzuchtbetriebe sind am Stadtrand angesiedelt.
Weiters ist Tulln eine bedeutende Geschäftsstadt, insbesondere für Bekleidung, sowie Rosen- und Messestadt:
In Tulln angesiedelte Unternehmen:
Als Verwaltungszentrum sind zahlreiche Institutionen in Tulln für den Katastrophenschutz für Niederösterreich ansässig:
Vom Bundesheer besteht in der Katastralgemeinde Langenlebarn der Fliegerhorst Brumowski.
Tulln dient als regionales Schulzentrum, das über mehrere höhere Schulen und Hochschulen verfügt. 1994 wurde das Interuniversitäre Forschungsinstitut für Agrarbiotechnologie, kurz IFA, eröffnet. Mittlerweile hat die Fachhochschule Wiener Neustadt mit dem IFA den neuen Studiengang "Biotechnische Verfahren" entwickelt und somit Tulln zum Universitätsstandort gemacht.
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