Unter Transformation der Bundeswehr wird der Transformationsprozess der Bundeswehr nach 2002 verstanden.
Der Fokus bei der Transformation liegt dabei auf dem fortlaufenden, vorausschauenden Anpassungsprozess, um die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr zu erhöhen und auf Dauer zu erhalten. Die Transformation der Bundeswehr löst damit die in unregelmäßigen Abständen durchgeführte Reformen ab, die stets einen definierten statischen Endzustand erreichten bzw. zum Ziel hatten.
Die Transformation ist eine Reaktion auf die Aufgaben im erweiterte Aufgabenspektrum der Bundeswehr. Dazu zählen vor allem die Auslandseinsätze mit dem Ziel der Krisenintervention oder Krisenstabilisierung, an denen die Bundeswehr seit Ende des Kalten Krieges vermehrt beteiligt ist. Dabei sind Aufgaben wie Nation Building und der Kampf gegen den Terror seit dem 11. September 2001 auch gegen asymmetrisch organisierte Gegner in den Vordergrund gerückt. Die Transformation führte u.a. zur Einteilung der Bundeswehr in die drei Kräftekategorien Eingreifkräfte, Stabilisierungskräfte und Unterstützungskräfte. Weiterhin sollen die Fähigkeiten zur Durchführung multinationaler, vernetzter, (teil-) und streitkräfteübergreifender Operation ausgebaut werden.
2002 beschloss die NATO, dass für die Transformation der Streitkräfte das ACT in Norfolk zuständig ist. Federführend ist in der Bundeswehr das bei der Streitkräftebasis angesiedelte Zentrum für Transformation der Bundeswehr.
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