Telč


Telč
Wappen von Telč
Telč (Tschechien)
DEC
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Kraj Vysočina
Bezirk: Jihlava
Fläche: 2486 ha
Geographische Lage: 49° 11′ N, 15° 28′ O49.18444444444415.469722222222514Koordinaten: 49° 11′ 4″ N, 15° 28′ 11″ O
Höhe: 514 m n.m.
Einwohner: 5.812 (2. Oktober 2006)
Postleitzahl: 588 56
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 5
Verwaltung (Stand: 2006)
Bürgermeister: Roman Fabeš
Adresse: náměstí Zachariáše z Hradce 10
588 56 Telč
Website: www.telc-etc.cz
Marktplatz
Arkadengang am Marktplatz
Telč Marktplatz, Brunnenfigur
Spiegelung der Stadt im Teich

Telč (deutsch Teltsch) ist eine Stadt in Tschechien.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt liegt am Fuß der Böhmisch-Mährischen Höhe, ist von Teichen umgeben und liegt am Telčský potok, der südöstlich der Stadt in die Mährische Thaya mündet.

Geschichte

Teltsch wurde 1207 erstmals erwähnt. Es lag am Kreuzungspunkt wichtiger Straßen zwischen Böhmen, Mähren und Österreich und entwickelte sich bis Ende des 13. Jahrhunderts zu einer Stadt. 1315 verkaufte König Johann von Luxemburg die Stadt und ihre Burg an die Herren von Wartenberg. 1339 erwarben sie die Herren von Neuhaus, denen die Burg als Verwaltungszentrum diente. 1443 wurde Teltsch von den Hussiten erobert. 1531 fiel es als Erbe an Zacharias von Hradec, den späteren Oberstkämmerer und Landeshauptmann von Mähren. Er veranlasste Reformen und führte die Fischzucht ein, so dass die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung nahm und die Zeit seiner Regentschaft als das „Goldene Zeitalter“ von Teltsch bezeichnet wurde. Da er ohne männliche Nachkommen starb, fielen seine Besitzungen an den Neffen Adam II. von Hradec, von dem sie 1596 dessen Sohn Joachim Ulrich von Hradec erbte. Er war der letzte männliche Nachkomme der Herren von Hradec/von Neuhaus und starb 1604. Erbin wurde seine Schwester Lucie Otilie, die seit 1602 mit dem späteren Oberstkanzler Wilhelm von Slawata verheiratet war. Dadurch gelangte Teltsch an das Geschlecht der Slavata[1]. Im Dreißigjährigen Krieg hatte die Stadt und ihre Bevölkerung nach der Besetzung durch die Schweden 1645 viel zu erleiden.

Nach dem Tod des letzten Slawata fiel die Herrschaft Teltsch 1712 an Franz Anton von Liechtenstein-Kastelkorn, der sie an Alois Podstatský von Prusinowitz vererbte. Schloss und Grundherrschaft blieben bis 1945 im Besitz dieser Familie.

Die historische Altstadt von Teltsch diente wiederholt als Kulisse für Film- und Fernsehaufnahmen. Auch der Film Woyzeck von Werner Herzog entstand hier 1979.

Stadtgliederung

Telč gliedert sich in die Stadtteile:

    • Studnice (Studnitz)
    • Telč-Podolí
    • Telč-Staré Město
    • Telč-Štěpnice und
    • Telč-Vnitřní Město

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Personen mit Bezug zur Stadt

Literatur

Weblinks

Commons Commons: Telč – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Václav Ledvinka: Na prahu raného novověku: Jindřich IV. a Adam I. z hradce. In: Václav Bůžek: Poslední páni z Hradce. České Budějovice 1998, ISBN 80-7040-267-9, S. 26






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