Taktik im militärischen Sinn ist die koordinierte Anwendung von militärischen Mitteln nach Kraft, Raum und Zeit zum Zweck des Gefechts.
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Die Taktik steht in einem engen Zusammenhang mit den Begriffen Strategie und Operation im Rahmen der Kriegführung. Sie bilden den Entscheidungsrahmen für den richtigen Einsatz bestimmter Mittel in Zeit und Raum in Bezug auf ein Ziel.
Carl von Clausewitz hat folgende Definitionen verwendet:
Taktische und operative Entscheidungen sind dem strategischen Ziel untergeordnet. Dies kann zu kuriosen Ergebnissen führen:
Im angelsächsischen Raum ist der Begriff Operation nicht geläufig. Hier wird nur zwischen Taktik und Strategie unterschieden. Frederick W. Lanchester hat das nach ihm benannte Gesetz (Lanchester's Law) aufgestellt, mit dem - unter bestimmten Voraussetzungen - der Ausgang eines Gefechts berechnet werden kann.
Die heute übliche Definition von Taktik, z. B. in der Bundeswehr, ist die Lehre von der Führung der Truppen beim Zusammenwirken im Gefecht der verbundenen Waffen und beim Einsatz der Verbundenen Kräfte sowie der Anwendung dieser Lehre und erfasst alle Führungsgebiete und gilt auf allen Führungsebenen. Im Rahmen der Taktik soll hierbei vor allem ein optimales Zusammenspiel der (eigenen und gegnerischen) Kräfte in Zeit (Verfügbarkeit der Kräfte) und Raum erreicht werden. Der Begriff Operation hingegen wird nur dann verwendet, wenn es um die Führung größerer Organisationseinheiten, z. B. Ebene Korps, geht.
Die Übungen auf dem Gebiet der angewandten Taktik nennt man im kleineren Maßstab Felddienstübungen, im größeren Maßstab Truppenübungen oder Manöver.
Unter dem Einfluss verschiedener Technologien und Philosophien hat sich die Taktik ihren Epochen angepasst (siehe Geschichte der militärischen Taktiken).
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