Sozialphilosophie (auch Gesellschaftsphilosophie) beschäftigt sich mit Fragen zum Sinn und Wesen einer Gesellschaft. Insbesondere beleuchtet sie das Verhältnis zwischen dem einzelnen Menschen und der Gemeinschaft und die Strukturen des Zusammenlebens. Teilweise wird sie als eine Variante der Philosophie betrachtet, wenn diese sich mit der Soziologie berührt. Neben der geisteswissenschaftlichen Perspektive wird der Begriff auch auf publizistische oder essayistische Arbeiten bezogen.
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Bei den Gegenständen der Sozialphilosophie spielt die Ethik häufig eine Rolle.
Der Sozialphilosophie geht es um die grundlegende Klärung von Fragen wie:
Auch wenn diese Fragen in den meisten Philosophien seit Platon in jeweils eigener Weise bearbeitet wurden, wird der Begriff Sozialphilosophie erst seit dem 19. Jahrhundert mit der Verwirklichung der bürgerlichen Revolution und dem Nachdenken über alternative Staatskonzepte verwendet.
Einige, zueinander teilweise konträre, Positionen sind:
Indem der „Gesamtzusammenhang“ des Gesellschaftlichen gedacht werden soll – samt dessen historischen, politökonomischen, kulturellen, gesellschaftsmoralischen und zukunftsweisenden Bedingungen –, wohnt der Sozialphilosophie meist auch ein idealistisches Element inne. Konstitutiv wird sie von einer „Leitidee“ getragen, welche, wie Adorno es einmal ausdrückte, in der „treibenden Sehnsucht, daß es endlich anders werde“ ihr heimliches Kraftzentrum hat.
Will man den Beginn der abendländischen Sozialwissenschaften mit der Epoche der Aufklärung in Zusammenhang bringen und Henri de Saint-Simon als deren „Urvater“ betrachten, so ist dort die Anstrengung erkennbar – wie bei seinem bekannteren Nachfolger Auguste Comte – , zunächst die vorgefundene gesellschaftliche Wirklichkeit zu erfassen und nachfolgend einen Entwurf ihrer zukünftigen Verfasstheit vorzulegen.
Überschneidungen der Sozialphilosophie bestehen u.a. zur Anthropologie, Soziologie, Politikwissenschaft und Rechts- und Staatsphilosophie.
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