Schürfwunde
Durch einen Fahrradsturz entstandene Schürfwunden im Gesicht. 36 Stunden nach dem Sturz sind die durch
Entzündungsreaktionen hervorgerufenen Schwellungen gut zu sehen.
Eine Schürfwunde ist eine Wunde, die entsteht, wenn die Haut durch Reibungskräfte abgeschürft wird, beispielsweise bei einem Sturz. Eine nur oberflächliche Schürfwunde ist ein Beispiel für eine Erosion, eine tiefere ein Beispiel für eine Exkoriation.
Obwohl es sich bei der Schürfwunde an sich um keine gefährliche Verletzung handelt, die ohne Behandlung schnell verheilt, sollte sie trotzdem ordentlich behandelt werden.
Dazu gehört:
- an erster Stelle eine gute Wundreinigung, zum Teil sogar mit einer Bürste, um eventuell noch vorhandenes infektiöses Material oder Fremdkörper (z. B. Asphalt), die häßliche „Tätowierungen“ hinterlassen können, zu entfernen. Dazu kann eine lokale Betäubung oder sogar eine Narkose notwendig sein;
- Wundendesinfektion;
- Überprüfung des Impfstatus und gegebenenfalls Auffrischung der Tetanusimpfung, denn unter Hautlappen, die bei der Abschürfung entstanden sein können, finden die anaeroben Tetanuserreger (Clostridium tetani) optimale Bedingungen.
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