Sambre


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Sambre
Sambre bei Merbes-le-Château, 6 km östlich der fr.-belg. Grenze

Sambre bei Merbes-le-Château, 6 km östlich der fr.-belg. Grenze

Daten
Lage Frankreich, Belgien
Länge 193 kmdep1
Quelle La Haie Equiverlesse bei Le Nouvion-en-Thiérache (Picardie, Frankreich)
50° 1′ 49″ N, 3° 50′ 29″ O50.0302777777783.8413888888889215
Quellhöhe 215 m
Mündung in Namur in die Maas50.4619444444444.870833333333378.35Koordinaten: 50° 27′ 43″ N, 4° 52′ 15″ O
50° 27′ 43″ N, 4° 52′ 15″ O50.4619444444444.870833333333378.35
Mündungshöhe 78,35 m
Höhenunterschied 136,65 m
Flusssystem Maas
Einzugsgebiet 1250 km²dep1
Rechte Nebenflüsse Rivierelle, Petite Helpe, Helpe Majeure, Solre, Thure, Eau d'Heure
Linke Nebenflüsse Pieton, Orneau
Großstädte Namur, Charleroi
Mittelstädte Maubeuge, Sambreville
Kleinstädte Hautmont, Thuin
Häfen Port autonome de Namur, Port autonome de Charleroi, Port de Landelies
Schiffbar kanalisiert: für 250 t 1,8 m Tiefgang von Landrecies bis Charleroi-Monceau, 1.350 t flussabwärts bis Namur.

Die Sambre (niederländisch: Samber) ist ein 193 km langer Fluss in Frankreich (88 km) und Belgien (105 km). Sie entspringt heute als Ruisseau de France (übersetzt: Bach von Frankreich) auch Rieu de Robissieu oder Nouvelle Sambre (Neue Sambre) in dem Wäldchen La Haie Equiverlesse 4 km östlich von Le Nouvion-en-Thiérache im nordfranzösischen Département Aisne auf 215 m ü. NN und mündet bei Namur in Belgien auf 45 Meereshöhe in die Maas.

Ehemaliger Oberlauf

Vor dem Bau des in den Jahren Ursprünglich entsprang sie knapp 2 km südöstlich ihrer heutigen Quelle, nämlich am Nordrand des Forêt du Nouvion auf 210 m Meereshöhe. Der alte Oberlauf wurde aber im 16. Jahrhundert von den Herzögen von Guise] in Richtung Oise umgeleitet, um die Wasserversorgung der Mühlen von Etreux zu verbessern und heißt seither Ancienne Sambre (etwa: Ehemalige Sambre). Durch das zur Umleitung genutzte Tal wurde 1834–1839 auch noch der Canal de la Sambre à l’Oise (deutsch: Sambre-Oise-Kanal) gebaut. Nach Erreichen des Kanals (zwischen den Dörfern Boué-la-Marsaude und Etreux) fließt das Flüsschen neben diesem zum Noirrieux (übersetzt: Schwarzbach).

Heutiger Flusslauf

Der heutige Oberlauf erreicht 14 km abwärts seiner Quelle die vom Kanal genutzte Niederung bei dem Dorf Oisy, zwei Kilometer nördlich des ehemaligen Oberlaufs. Auf den nächsten 16 km bis Landrecies liegen Sambre und Kanal nebeneinander.

Mündung der Sambre (links) in die Maas in Namur

Von dort bis zur Mündung ist die Sambre selber als Schifffahrtsstraße kanalisiert, mit zwei Schleusen in Frankreich, 10 Schleusen in Belgien oberhalb von Charleroi-Monceau und 6 Schleusen unterhalb. Im 19. und 20. Jahrhundert war sie einer der Haupttransportwege im südbelgischen Kohlerevier. Ab Berlaimont ist der Talgrund eng. Der Fluss durchfließt als nächstes die Städte Hautmont und Maubeuge, die zum nordfranzösischen Industriegürtel gehören. In Belgien fließt die Sambre durch die zu Wallonien gehörenden Provinzen Hennegau und Namur. Vor und nach dem Städtchen Thuin im Hennegau ist das Tal eher ländlich geprägt. Östlich folgt die Großstadt Charleroi, wo zwischen dem heutigen Stadtteil Monceau-sur-Sambre und dem Stadtzentrum der Kanal Charleroi-Brüssel anschließt, gebaut hier durch das Tal des Sambre-Nebenflusses Pieton. Durch einen stark zersiedelten Talabschnitt erreicht die Sambre schließlich die Stadt Namur.







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