| Landesflagge | Landeswappen |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Landeshauptstadt: | Salzburg |
| Fläche: | 7154,23 km² |
| Einwohner: | 529.370 (2. Quartal 2009) |
| Bevölkerungsdichte: | 74 Einwohner/km² |
| Offizielle Webseite | www.salzburg.gv.at |
| ISO 3166-2: | AT-5 |
| Politik | |
| Landeshauptfrau | Gabriele Burgstaller (SPÖ) |
| Regierende Parteien | SPÖ und ÖVP |
| Sitze im Landtag (36): | SPÖ 15 ÖVP 14 FPÖ 5 Grüne 2 |
| Verwaltungsgliederung | |
| Bezirke: | 1 Statutarstadt 5 Bezirke |
| Gemeinden: | 119 |
| davon Städte: | 11 |
| davon Marktgemeinden: | 24 |
| Lage in Österreich | |
Das Land Salzburg ist ein Bundesland der Republik Österreich. Seine eigenständige geschichtliche Entwicklung als geistliches Reichsfürstentum von 1328 bis 1803 und als Kurfürstentum bis 1805 unterscheidet das Land von der Geschichte anderer österreichischer Bundesländer.
Inhaltsverzeichnis |
Salzburg besitzt eine Fläche von 7154,23 km². Es verfügt über eine 174 km lange österreichische Staatsgrenze, die es zum allergrößten mit Bayern, und zu einem kleinen Teil mit Südtirol teilt.
Das Land Salzburg ist in fünf politische Bezirke und eine Statutarstadt (Salzburg) gegliedert
Siehe auch: Liste der Gemeinden im Land Salzburg, Salzburger Landeshymne
Im Land Salzburg gibt es elf Gemeinden mit Stadtrecht. (In Klammern die Einwohnerzahl vom 31. Dezember 2008[1])
Hauptartikel: Geschichte des Landes Salzburg
Die Siedlungsgeschichte Salzburgs reicht bis in die älteste Jungsteinzeit. Von den Kelten stammt der älteste Name der Stadt: Iuvavum. Unter den Römern war Iuvavum ein Verwaltungsbezirk innerhalb der Provinz Noricum bzw. Noricum Ripense. Seit der Landnahme durch die Baiern im 6. Jahrhundert gehörte das Gebiet des späteren Landes Salzburg zum Herzogtum der Baiern. Durch Gründung oder Erneuerung des Stifts St. Peter 696 und der Gründung des Frauenklosters auf dem Nonnberg 713 auf den Ruinen des römischen Juvavum schuf der hl. Rupert die Grundlage für ein Bistum (739), das 798 Erzbistum Salzburg und damit zum Mittelpunkt der baierischen Kirchenprovinz wurde. Diese umfasste nahezu den gesamten altbaierischen Raum.
Erzbischof Eberhard II., einem entschiedenen Parteigänger der Staufer, gelang es 1200 bis 1246 aus Grafschaften, Gerichten und Vogteien ein geschlossenes erzbischöfliches Herrschaftsgebiet aufzubauen. Mit der Anerkennung der Grenzen dieses - vorerst noch bayrischen - Landes Salzburg durch den Herzog Heinrich XIII. von Landshut im Jahr 1275 begann die Ablösung Salzburgs vom Herzogtum Bayern. 1328 wurde Salzburg durch die Erlassung einer eigenen Landesordnung zum weitgehend selbständigen Staat innerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Als Fürst-Erzbistum Salzburg entwickelte es sich zu einem Pufferstaat zwischen Bayern und den Habsburger-Ländern.
Wirtschaftlich war im 15. und 16. Jh. nicht nur der Salzhandel von großer Bedeutung, sondern auch der Goldabbau im Rauriser und im Gasteiner Tal. Die Abbaumengen an Gold waren kurzzeitig die größten in Mitteleuropa. Der Reichtum des Landes Salzburgs nahm zu, damit aber auch die sozialen Spannungen zwischen reichen Bürgern und Adeligen sowie der armen Landbevölkerung. Verbunden mit einem autokratischen Machtanspruch der Fürsterzbischöfe führten die Spannungen 1462/63 und 1525 ausgehend von den Gebirgsgauen zu Bauernaufständen. Der Bauernaufstand 1525 war auch vom aufkommenden Protestantismus geprägt. In der Folge kam es mehrfach zu Protestantenvertreibungen. Die größte Vertreibungswelle fand unter Fürsterzbischof Leopold Anton Graf von Firmian statt, der 1731/32 rund 20.000 Salzburger Protestanten („Salzburger Exulanten“) des Landes verwies.
1803 kam das Fürstentum als säkularisiertes Kurfürstentum an den Großherzog Ferdinand III. von Toskana, 1805 gemeinsam mit der Fürstpropstei Berchtesgaden zum 1804 gegründeten österreichischen Kaiserreich. 1810 kam Salzburg zu Bayern, nach dem Wiener Kongress 1816 aber (ohne Berchtesgaden) wieder zum österreichischen Vielvölkerstaat. Salzburg war dabei bis 1850 als Salzachkreis nur ein Teil von "Österreich ob der Enns" (Oberösterreich). Kleinere Teile des Landes (u.a. Zillertal, Matrei) wurden an Tirol angeschlossen. Der Salzburger Rupertiwinkel mit den Pfleggerichten Mühldorf, Waging, Tittmoning, Laufen, Staufenegg und Teisendorf kam damals an Bayern. 1850 wurde Salzburg ein eigenes österreichisches Kronland, das seit 1860 auch eine eigene Landesregierung besaß. 1920 wurde das Land Salzburg ein Teil der neu entstandenen Republik Österreich.
Die unterschiedlichen Landschaften beherbergen viele verschiedene Bräuche, von denen manche nur (noch) an einem einzigen Ort gepflegt werden. In der Vorweihnachtszeit kommt mit dem Nikolaus der Krampus. Eine neuere Entwicklung dabei sind organisierte Krampusläufe, bei denen sich die Krampusfiguren eher an Fantasykostümen der Filmindustrie orientieren.In den Raunächten nach Weihnachten kommen Glöckler und Perchten. Lebendige Sommerbräuche speziell im Lungau sind die Prangstangen und die Samsonumzüge. Der Rupertikirtag in Salzburg ist eines der traditionellsten Volksfeste in Österreich und wird jährlich von mehr als 100.000 Menschen, verteilt auf 5 Tage besucht.
Seit 1995 besteht die Euregio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein, ein Zusammenschluss auf kommunaler Ebene zur Verbesserung der vielfältigen zwischenstaatlichen Zusammenarbeit in Umsetzung des europäischen Gedankenguts.[2] [3]
Zahlreiche kulturelle Förderungen hat das Land Salzburg eingerichtet mit dem besonderen Schwerpunkt der Unterstützung der zeitgenössischen Kunst. Im Bereich der Literatur sind dies der Rauriser Literaturpreis, der Georg-Trakl-Preis für Lyrik und Jahresstipendien für Literatur. In den Bereichen Musik, Film und Bildende Kunst gibt es ebenfalls Jahresstipendien, darüber hinaus den Großen Kunstpreis für Musik, den Musikpreis Salzburg und verschiedene Landespreise für Architektur, Keramik, Malerei, Grafik.
Durch die besondere geografische Lage ist Salzburg verkehrstechnisch und wirtschaftlich mit den bayerischen Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein verzahnt. So führt die kürzeste Straßenverbindung zu den Städten und Gemeinden des Pinzgaus über das so genannte Kleine Deutsche Eck (Salzburg–Bad Reichenhall–Lofer). Wirtschaftlich sind besonders Freilassing, unter der Bezeichnung Salzburghofen einst ein Vorort Salzburgs, und Bad Reichenhall mit Salzburg verbunden.
Die Politik im Salzburger Land wurde nach Kriegsende vor allem von der ÖVP bestimmt, die von 1945 bis 2004 alle Salzburger Landeshauptleute stellte. Mit den Wahlen zum Salzburger Landtag am 7. März 2004 wurde erstmals eine Landeshauptfrau der SPÖ gewählt. Die amtierende Landesregierung besteht derzeit aus vier Regierungsmitgliedern der SPÖ und drei Vertretern der ÖVP.
Siehe auch: Landeshauptmann von Salzburg, Ergebnisse der Landtagswahlen in Österreich
Seit 1970 verbindet das Land Salzburg und die Republik Litauen eine Partnerschaft.
Im Jahr 1999 wurde mit der Provinz Trient (Italien) ein Partnerschaftsvertrag unterzeichnet.[4]
Im Vergleich mit dem durchschnittlichen Bruttoinlandsprodukt der Europäische Union ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte das Land Salzburg 2004 einen Indexwert von 141,8 (EU-27:100).[5]
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