Sachsen-Hildburghausen


Sachsen-Hildburghausen war ein ernestinisches Herzogtum im Süden des heutigen Freistaats Thüringen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Durch den Erbteilungsvertrag 1680 unter den sieben Söhnen Herzog Ernsts I. von Sachsen-Gotha entsteht u. a. das Fürstentum Sachsen-Hildburghausen, das der zweitjüngste Sohn Ernst zugesprochen bekommt. Die volle Souveränität von Gotha wird jedoch erst 1702 eingeräumt, als das Fürstentum mit der Landeshoheit ausgestattet wird.

Zum Fürstentum gehören Amt und Stadt Hildburghausen, Amt und Stadt Heldburg, heute Teil von Bad Colberg-Heldburg, Amt und Stadt Eisfeld, das Amt Veilsdorf und das halbe Amt Schalkau. 1683 kommt das Amt Königsberg und 1705 das Amt Sonnefeld hinzu. Außerdem erhält das Fürstentum nach Beendigung der Erbschaftsstreitigkeiten 1714 im Tausch gegen Schalkau Teile von Sachsen-Römhild, das Amt Behrungen, die Echterschen Lehen und Milz.

1684 wird Hildburghausen zur Residenzstadt erhoben und entsprechend bebaut. Jedoch zerrütten der aufwändige Hofstaat und die Bauten der Fürsten die Finanzen des Fürstentums so stark, dass ab 1769 eine Zwangsschuldenverwaltung durch eine kaiserliche Debitkommision für die folgenden Jahren durchgeführt wurde, zu deren Direktorin die Regentin Charlotte Amalie von Sachsen-Meiningen bestellt wurde.

Mit der Auflösung des alten Reiches im Jahre 1806 erhält auch Sachsen-Hildburghausen die volle Souveränität, aus dem Fürstentum wird das Herzogtum Sachsen-Hildburghausen, das 1806 dem Rheinbund und 1815 dem Deutschen Bund beitritt. Als eines der ersten deutschen Länder hat das Herzogtum schon 1818 eine Verfassung.

Das Aussterben der Linie Sachsen-Gotha-Altenburg im Jahre 1826 erfordert eine Neuordnung der ernestinischen Herzogtümer und die Güter Sachsen-Hildburghausens fallen bis auf die Ämter Königsberg und Sonnefeld, die Sachsen-Coburg und Gotha zugeschlagen werden, an Sachsen-Meiningen. Herzog Friedrich von Sachsen-Hildburghausen übernimmt dafür das Herzogtum Sachsen-Altenburg.

Fürsten und Herzöge

Sonstige Personen

Weblinks







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