| Autonome Provinz Bozen – Südtirol Provincia Autonoma di Bolzano – Alto Adige Provinzia Autonòma de Balsan – Südtirol |
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| Staat: | Italien |
| Region: | |
| Hauptstadt: | Bozen |
| Fläche: | 7399 km² |
| Einwohner: | 500 030 (31. März 2009) |
| Verteilung: | deutsch 69,15 % italienisch 26,47 % ladinisch 4,37 %
(Stand: 2001) |
| Bevölkerungsdichte: | 67,6 Einwohner je km² |
| Anzahl Gemeinden: | 116 |
| Provinz-Kennzeichen: | BZ |
| Telefonvorwahl: | |
| ISTAT-Nummer: | |
| Landeshauptmann: | Luis Durnwalder (SVP) |
| Website: | provinz.bz.it |
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Südtirol, amtlich Autonome Provinz Bozen – Südtirol, italienisch Provincia autonoma di Bolzano - Alto Adige, ladinisch Provinzia Autonòma de Balsan – Südtirol, ist die nördlichste Provinz Italiens und bildet zusammen mit der Provinz Trentino die autonome Region Trentino-Südtirol. Seit Verabschiedung des Südtirol-Pakets 1972 genießt das Land Autonomierechte. Die Landeshauptstadt Südtirols ist Bozen.
Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung sind deutschsprachig, über ein Viertel hat italienisch als Muttersprache und ein kleinerer Bevölkerungsanteil im Dolomitengebiet spricht Ladinisch. Die Ladiner stellen knapp vier Prozent der Bevölkerung Südtirols.
Südtirol ist zudem Teilglied der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino, die im Wesentlichen dem Gebiet des historischen Kronlandes Tirol entspricht.
Inhaltsverzeichnis
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Der Name „Südtirol“ entstand im 19. Jahrhundert als Bezeichnung für den Südteil Tirols südlich des Brennerpasses.[1] Zugleich wurde für den Landesteil mit italienischsprachiger Bevölkerung (Bezirke Trient und Rovereto) auch der Begriff Welschtirol verwendet. Die amtliche Bezeichnung lautet nach dem Südtirol-Paket Autonome Provinz Bozen – Südtirol. Bis 1972 trug es die Bezeichnung Tiroler Etschland.
Der italienische Name Alto Adige (zu deutsch „Hochetsch“, „Oberetschland“) wurde von Ettore Tolomei dem französischen „Haut-Adige“ nachempfunden: Für kurze Zeit (1810–1813) waren Teile Südtirols ein Département im napoleonischen Königreich Italien gewesen. Die amtliche italienische Bezeichnung lautet Provincia Autonoma di Bolzano[2]. In den italienischen Medien wird gelegentlich auch der Ausdruck Sudtirolo (und die Bezeichnung der Bevölkerung als „Sudtirolesi“ statt „Altoatesini“) verwendet. Seltener sind die italienischen Ortsnamen Tirolo del Sud oder Tirolo meridionale.
Die ladinische Bezeichnung ist Südtirol, amtlich Provinzia Autonòma de Balsan – Südtirol.
Entsprechend seiner ansässigen Bevölkerungsgruppen sind Deutsch und Italienisch die offiziellen Amtssprachen Südtirols. Ladinisch ist nur in einigen Landesteilen Amtssprache.
Landesweit werden in einem Kontinuum über 40 Dialekte gesprochen. Diese südbairischen Mundarten des Dialektkontinuums haben ihre eigenen speziellen Wörter und Satzverbindungen, die aber mit im Tiroler Ober- und Unterland sowie in Osttirol gesprochenen Dialekten bis auf wenige Ausnahmen starke Ähnlichkeiten aufweisen. Häufig werden auch eingedeutschte italienische Wörter sowie Lehnübersetzungen verwendet, die sich meist auf öffentliche Einrichtungen oder Berufe beziehen, wie Erste Hilfe für Notaufnahme und Hydrauliker für Installateur.
Der italienische Bevölkerungsanteil wohnt größtenteils in den Städten Bozen, Leifers, Meran und Brixen (zu je 73%, 70%, 48% und 26% italienischsprachig) und in den Gemeinden Branzoll, Pfatten, Neumarkt und Salurn. Sämtliche Orts- und Straßenschilder sowie ein Großteil aller öffentlichen Beschilderungen haben zweisprachige Aufschriften, wobei die deutschen Aufschriften – mit Ausnahme von Bozen, Leifers und Salurn – zumeist vor oder über den italienischen Aufschriften stehen (auch bei neuen Straßenschildern an [ehemaligen] Staatsstraßen). Neuere Bahnhofsschilder der Vinschgerbahn zeigen oft nur noch die deutschen Ortsnamen an, auch wenn ihre (aus Verschleißgründen) ausgewechselten Vorgänger zweisprachige Aufschriften trugen. Alle Mitarbeiter von öffentlichen Ämtern sind gesetzlich zur Zweisprachigkeit verpflichtet - in Gemeinden mit ladinischer Bevölkerung zur Dreisprachigkeit.
In Südtirol wird offiziell zumeist von der deutschen, der italienischen oder der ladinischen Sprachgruppe gesprochen, anstatt von Volks- oder Bevölkerungsgruppen, da diese Bezeichnungen als weniger trennend empfunden werden, zumal es allesamt Staatsbürger Italiens sind. Die Volkszählungen von 1991 und 2001 haben ergeben, dass die Bevölkerungsanteile der muttersprachlich deutschen und der ladinischen Menschen angestiegen sind, der italienische Anteil dagegen leicht rückläufig ist.[3]
Wohnbevölkerung nach Sprachgruppen laut Volkszählungen von 1880 bis 2001
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Sprachverteilung nach Sprachgruppenzugehörigkeits- und -zuordungserklärungen
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Die größte Sprachverschiebung fand in der Gemeinde Brenner statt. Hier nahm der Bevölkerungsanteil der italienischen Sprachgruppe um 8,94 Prozentpunkte ab, während sich der deutschsprachige Anteil um 8,90 Prozentpunkte erhöhte. Der Grund hierfür könnte der Wegfall der Kontrollen an der italienisch-österreichischen Staatsgrenze sein, in dessen Folge die italienischsprachigen Grenzbeamten abgezogen wurden. In den drei größten Städten Südtirols (Bozen, Meran und Brixen) veränderten sich die Bevölkerungsanteile dagegen nur geringfügig.
Von den 116 Gemeinden haben 103 eine mehrheitlich deutschsprachige Bevölkerung. In 81 Gemeinden liegt diese Mehrheit über 90%: von diesen haben 69 einen deutschsprachigen Bevölkerungsanteil von mehr als 95%; unter letzteren wiederum haben 25 Gemeinden eine über 98prozentig deutsche Bevölkerung: in Sankt Pankraz liegt ihr Anteil sogar bei 99,81 %.
8 Gemeinden, nämlich Wengen, Abtei, Corvara, Enneberg, St. Martin in Thurn, St. Christina in Gröden, Wolkenstein in Gröden und St. Ulrich in Gröden, haben eine ladinische Mehrheit. Bozen, Leifers, Salurn, Branzoll und Pfatten sind mehrheitlich italienischsprachig.
Anhand der Bevölkerungsentwicklung seit 1910 zeigt sich, dass die italienische Sprachgruppe, die 1910 noch unter 3% lag, als Resultat der Italienisierungsbemühungen im Jahr 1961 auf fast 35% angestiegen war, seitdem aber kontinuierlich abnimmt und heute bei ungefähr 25% liegt.
Auch Immigranten prägen das Bevölkerungsbild des Landes, insbesondere infolge der Einwanderungswelle seit der Jahrtausendwende. Die etwa 28.400 ausländischen Staatsbürger (2006) stellen 5,8% der ansässigen Südtiroler Bevölkerung.[4] Die größten Ausländergruppen sind Albaner, Deutsche und Marokkaner. Wie im gesamten italienischen Staatsgebiet erklärt sich beinahe das gesamte Bevölkerungswachstum Südtirols der vergangenen 10 Jahre durch Zuwanderung. Die Kinder der Ausländer besuchen vorzugsweise italienischsprachige Schulen, wo ihr Anteil etwa 15,2% der Schüler ausmacht. Der Ausländeranteil an deutschsprachigen Schulen liegt hingegen bei sehr niedrigen 3,8%.[5]
Die Südtiroler aller Sprachgruppen sind mehrheitlich römisch-katholisch. In der Diözese Bozen-Brixen zählte man Ende 2004 461.184 getaufte Personen. 1964 wurde der katholische Bischofssitz nach Bozen verlegt: Amtsinhaber war bis zu seinem Tod am 16. August 2008 Bischof Wilhelm Egger. Am 8. März 2009 wurde Karl Golser zu seinem Nachfolger geweiht.
Die evangelisch-lutherische Gemeinde ist mit 600 Gläubigen, eigener Kirche und Pastor in Bozen am stärksten vertreten. Ihr steht auch ein Platz im Programm des Rai Senders Bozen zu. Bedeutsam ist auch die evangelische Kirchengemeinde von Meran.
In Meran befindet sich eine Synagoge, während in Bozen der größte jüdische Friedhof Südtirols liegt.
Seit der Neugliederung der Provinzen Sardiniens ist Südtirol mit fast 7.400 km² die flächenmäßig größte Provinz Italiens. Die Besiedlung konzentriert sich in den Haupttälern an Eisack, Etsch und Rienz, sowie in den größeren Nebentälern, etwa dem Ultental, Sarntal, Passeier und Ahrntal. Die meisten Siedlungen liegen zwischen 300 und 1.200 Meter über dem Meeresspiegel. Südtirol verfügt über zahlreiche ausgedehnte Hochalmen mit saisonaler Weidenutzung sowie umfangreiche Waldgebiete besonders zwischen 800 und 1.800 Metern Seehöhe.
Im Norden und Osten grenzt Südtirol an die österreichischen Bundesländer Tirol und Salzburg, im Westen an den Kanton Graubünden (Schweiz). Im Südosten verläuft die Grenze zur Provinz Belluno (Venetien), im Süden zum Trentino, im Südwesten zur Provinz Sondrio (Lombardei).
Die Grenze zum österreichischen Bundesland Tirol verläuft seit der Teilung Tirols nach Ende des Ersten Weltkrieges am Alpenhauptkamm. Der bekannteste Übergang ist der Brennerpass, über den, mit Brenner-Autobahn und -Eisenbahn, eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen über die Alpen führt. Etwa 2020 soll dort der Brennerbasistunnel fertiggestellt sein. An den Grenzen Südtirols zu Österreich bestehen auf Grund des Schengenabkommens keine Grenzkontrollen mehr; auch die Währung ist seit der Euro-Einführung 1999 / 2002 beidseits der Brennergrenze die gleiche.
| Tirol (Österreich) | Salzburg (Österreich) | |
| Kanton Graubünden (Schweiz) | Tirol (Österreich) | |
| Provinz Sondrio | Trentino | Provinz Belluno |
Die 116 Gemeinden Südtirols sind in acht Bezirksgemeinschaften aufgeteilt. Die Landeshauptstadt Bozen ist gleichzeitig auch Bezirksgemeinschaft. Aufgabe einer Bezirksgemeinschaft ist die Koordination der kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung der Mitgliedsgemeinden. Darüber hinaus werden den Bezirksgemeinschaften viele Aufgaben des Landes (Provinz) oder der Gemeinden übertragen. Dazu zählen unter anderem die Sozialdienste sowie Zuständigkeiten im Umweltbereich.
| Bezirksgemeinschaft | Hauptort | Fläche | Bevölkerung |
|---|---|---|---|
| Bozen | Bozen | 52 km² | 100.808 |
| Burggrafenamt | Meran | 1.101 km² | 88.300 |
| Überetsch-Unterland | Neumarkt | 424 km² | 63.000 |
| Salten-Schlern | Bozen | 1.037 km² | 44.400 |
| Eisacktal | Brixen | 624 km² | 44.500 |
| Pustertal | Bruneck | 2.071 km² | 73.000 |
| Vinschgau | Schlanders | 1.442 km² | 34.307 |
| Wipptal | Sterzing | 650 km² | 18.220 |
(Stand: 31. Dezember 2006)
| Gemeinde | Italienischer Name | Einwohner |
|---|---|---|
| Bozen | Bolzano | 100.629 |
| Meran | Merano | 36.811 |
| Brixen | Bressanone | 19.786 |
| Leifers | Laives | 16.161 |
| Bruneck | Brunico | 14.535 |
| Eppan an der Weinstraße | Appiano sulla Strada del Vino | 13.518 |
| Lana | Lana | 10.706 |
| Kaltern an der Weinstraße | Caldaro sulla strada del vino | 7.411 |
| Ritten | Renon | 7.208 |
| Sarnthein | Sarentino | 6.760 |
| Kastelruth | Castelrotto | 6.288 |
| Sterzing | Vipiteno | 5.985 |
| Schlanders | Silandro | 5.930 |
| Ahrntal | Valle Aurina | 5.711 |
| Naturns | Naturno | 5.274 |
| Latsch | Laces | 5.083 |
| Sand in Taufers | Campo Tures | 5.040 |
| Klausen | Chiusa | 5.001 |
| Mals | Malles | 4.996 |
| Neumarkt | Egna | 4.744 |
| St. Ulrich in Gröden | Ortisei | 4.604 |
| Algund | Lagundo | 4.228 |
| Ratschings | Racines | 4.107 |
| Terlan | Terlano | 4.010 |
Siehe auch: Liste der Gemeinden in Südtirol
Eine Auswahl der berühmtesten Berge zu treffen, ist in einem bergigen Land wie Südtirol nicht einfach.
Der Ortler ist mit 3905 m der höchste Berg Südtirols. Er war bis 1918 der höchste Berg Österreich-Ungarns. Der Rosengarten bildet mit seinem Nachbarn, dem Schlern, ein eindrucksvolles Bild. Die Drei Zinnen befinden sich im Osten Südtirols.
Weitere Berge sind in der entsprechenden Kategorie verzeichnet.
Die Haupttäler sind: Etschtal, Eisacktal, Vinschgau und Pustertal.
Wichtigste Flüsse Südtirols sind: Etsch, Eisack, Rienz, Passer und Talfer.
Die Seen Südtirols sind unter anderem:
Reschensee (Graun, Vinschgau, 1.520 m ü. NN), Kalterer See (Kaltern), Haidersee (Graun, Vinschgau), Karersee (Alpsee im Eggental bei Welschnofen, 1.520 Meter über Normalnull, Pragser Wildsee (Pragser Dolomiten, 1.494 m ü. NN, Wasseroberfläche 31 ha), Vernagt-Stausee (Schnalstal, 1.689 m ü. NN), Montiggler Seen (Überetsch), Mühlwalder See und Toblacher See (Pustertal, südlich von Toblach).
Südtirol liegt an der „Südseite der Alpen“ und vereint die Vorzüge eines Berglandes (besonders im Winter) mit den Annehmlichkeiten eines vergleichsweise milden Klimas (in den Tallagen).
Das Gebiet an Etsch, Eisack und Rienz ist seit der mittleren Steinzeit (Mesolithikum) besiedelt. Die Menschen hielten sich damals im Sommer überwiegend im Hochgebirge oberhalb der Baumgrenze auf. Dies belegen zahlreiche archäologische Fundstellen mit Funden aus dem 7. bis zum 4. Jahrtausend v. Chr. In der darauf folgenden Jungsteinzeit begann der Mensch die fruchtbaren Mittelgebirgsterrassen entlang der Haupttäler zu besiedeln. Wichtige Funde aus dieser Zeit stammen vom Plunacker in Villanders, dem Hügel von Schloss Juval im Vinschgau oder vom Hauslabjoch (Ötzi). In der Bronzezeit begann eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, hauptsächlich wegen des Kupferbergbaus. In der späten Bronzezeit (1300–1000) und der älteren Eisenzeit war das heutige Südtirol von Menschen besiedelt, die Träger der inneralpinen Laugen-Melaun-Kultur waren. Die Räter sind in der jüngeren Eisenzeit Träger der Fritzens-Sanzeno-Kultur und damit die erste namentlich bekannte Urbevölkerung des mittleren Alpenraumes.
Von 59 v. Chr. bis zur Völkerwanderungszeit gehörte Südtirol zum römischen Imperium. Aus dieser Zeit stammen zwar keine Städte, da das Gebiet reine Etappe war, aber zahlreiche Meilensteine und römische Straßenstationen etwa Sebatum im Pustertal oder Sublavione im Eisacktal sind bekannt. Erst in jüngster Zeit wurde bei St. Pauls in Eppan eine römische Villa aus dem 4. Jh. n. Chr. entdeckt und ausgegraben, wobei auch sehr gut erhaltene Fußboden-Mosaike zum Vorschein kamen.
Zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert wurde das Gebiet von den Bajuwaren besiedelt, die dort auf die Langobarden und die romanisierten Ureinwohner stießen. Wichtige Fundstellen und Denkmäler aus dieser Zeit sind der Hügel von Kloster Säben bei Klausen, Castelfeder bei Auer, St. Peter in Altenburg bei Kaltern und die Kirche St. Prokulus bei Naturns.
Als Teil des Frankenreiches und später des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation erlangte das Gebiet strategische Bedeutung, weil seine Straßen nach Italien führten. Große Teile des Landes wurden 1004 und 1027 den Bischöfen von Trient und Brixen geschenkt.
Nachdem deren Verwalter (Vögte), die Grafen von Tirol (vgl.: Meinhard II.), das Land unter ihre Herrschaft gebracht hatten, erhielt das Territorium zusammen mit den Talschaften nördlich des Brenners den Namen Tirol. Südtirol ist eine der Gegenden mit den meisten Burgen in Europa, darunter die besonders berühmten Anlagen Schloss Tirol, Schloss Runkelstein, Churburg, Burg Hocheppan und Burg Taufers.
1363 ging die Grafschaft durch Margarete von Tirol (später Maultasch genannt) an die Habsburger über, die das Land fast durchgängig bis 1918 regierten.
1810 ging ein Teil des heutigen Südtirol zusammen mit dem gesamten Trentino erstmals an das kurzlebige Königreich Italien. 1813 wurde der italienische Teil Tirols von den Truppen des neuen Kaiserreiches Österreich besetzt[6]
Vom Tag des Waffenstillstands nach dem Ersten Weltkrieg, dem 3. November 1918, an, wurde Südtirol von italienischen Truppen besetzt und im Herbst 1919 im Vertrag von Saint-Germain dem Königreich Italien definitiv zugesprochen und von ihm annektiert. So hatten es die Mächte der Entente in London 1915 geheim vereinbart, um das neutrale Italien für den Eintritt in den Krieg auf ihrer Seite zu gewinnen. Die Machtergreifung der Faschisten in Italien 1922 führte zu Repressionen gegen die Tiroler beziehungsweise deren Kulturgut. Nach dem Abkommen zwischen Mussolini und Hitler 1939 wählte eine große Mehrheit der deutschsprachigen Südtiroler die „Option“ für das Deutsche Reich und Zehntausende verließen bis 1943 das Land als Umsiedler.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Paris ein Autonomiestatus für Südtirol ausgehandelt (Gruber-De-Gasperi-Abkommen), aber später nur zum Teil umgesetzt. Die italienische Einwanderungspolitik führte zu einer starken Zuwanderung aus den ärmeren Regionen Ober- und Süditaliens, wogegen sich Widerstände in der einheimischen Bevölkerung aufbauten. Diese mündeten schließlich (ab 1957) in einen bewaffneten Widerstandskampf (Befreiungsausschuss Südtirol BAS), der von Italien als terroristische Bedrohung bekämpft wurde.
Mit der Bekanntgabe des Streitfalls durch Österreich an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wurde die Südtirol-Frage 1960 „internationalisiert“, d. h. zum Gegenstand der Aufmerksamkeit über Österreich und Italien hinaus gemacht. Die italienische Regierung wurde dadurch zu einer Lösung der Probleme motiviert. Sie schlug Österreich 1969 den so genannten „Operationskalender“ vor, der 1972 zum „Südtirol-Paket“ mit einem neuen Autonomiestatut für die Provinz Bozen führte. 1992 gab die italienische Regierung der österreichischen bekannt, das Paket sei nun komplett realisiert. Österreich richtete daraufhin nach Zustimmung der Südtiroler und Tiroler Politiker eine „Streitbeilegungserklärung“ an Italien und an die Vereinten Nationen.
Seitdem besitzt das Land eine weitgehende, von anderen Regionen Italiens manchmal mit Neid betrachtete Autonomie (auch in Budgetangelegenheiten) und konnte sich zu einer wohlhabenden Region in Europa und einer der wohlhabendsten Italiens entwickeln. Der europäische Integrationsprozess mit dem Schengener Abkommen, der Einführung der Gemeinschaftswährung Euro und der Bildung der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ermöglicht es seit den neunziger Jahren, verstärkt an die lange historische Zusammengehörigkeit von (Nord-)Tirol, Südtirol und Trentino anzuknüpfen.
Die politischen Geschicke Südtirols werden seit Ende des Zweiten Weltkrieges maßgeblich von der Südtiroler Volkspartei bestimmt. Die Sammlungspartei aller deutsch- und ladinischsprachigen Südtiroler verfügt seit 1945 über die absolute Mehrheit der Sitze im Landtag. Seit den Kommunalwahlen vom 8. Mai 2005 stellt die SVP den Bürgermeister in 107 der 116 Gemeinden des Landes. In den Gemeinden, in denen die italienischsprachige Sprachgruppe stark vertreten ist, trat die Volkspartei im Bündnis mit der gemäßigten Democrazia Cristiana auf, seit den 1990er Jahren ist das italienische Mitte-Links Lager ihr Verbündeter. Weitere Parteien, welche die deutschsprachigen Wähler ansprechen, sind die Union für Südtirol, die Süd-Tiroler Freiheit und Die Freiheitlichen. Letztere bilden die landesweit zweitstärkste Partei.
Die stärkste Partei unter den italienischsprachigen Wählern ist heute das Popolo della Libertà, insgesamt die drittstärkste Partei des Landes. Vor den Politskandalen der 1990er Jahre waren mal die Democrazia Cristiana, mal das neofaschistische Movimento Sociale Italiano meistgewählte Parteien der Sprachgruppe. Unmittelbarer Ableger letzterer Partei ist die rechtsradikale Unitalia. Im Südtiroler Landtag ist auch die Lega Nord vertreten.
Unter den Ladinern ist ebenfalls die SVP stärkste Kraft. Die Ladins-Moviment Politich Ladins sind im Landtag nicht vertreten.
Die Grünen sprechen Wähler aller drei Sprachgruppen an.
Südtirol bildet zusammen mit dem Trentino die Region Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige), eine der insgesamt fünf italienischen Regionen, die mit eigenen Gesetzgebungsbefugnissen ausgestattet und dementsprechend auch von der italienischen Verfassung als autonome Regionen mit besonderem Statut anerkannt sind. Diese Autonomie wurde bereits auf Grund des Gruber-de-Gasperi-Abkommens eingeführt. Sie befriedigte aber die Südtiroler nicht, da in der Region die italienischen Trentiner die Mehrheit bildeten.
Seit 1972 verfügt nun die geographisch mit Südtirol identische Provinz Bozen (Bolzano) - so wie auch die Provinz Trient (Trento) - über eine spezielle Autonomie, die ihr faktisch den Status einer Region verleiht. Dem Land ist es vorbehalten, auch gegenüber dem Staat, Gesetze in Sachen öffentliche Ämter, Raumordnung, Handwerk, Messen und Märkte, Jagd und Fischerei, Kommunikations- und Transportwesen, Fremdenverkehr und Gastgewerbe, Landwirtschaft, Kindergärten, Schulbau zu erlassen. Dabei handelt es sich lediglich um einen Auszug der Südtiroler Zuständigkeiten.
Um die Selbstverwaltung zu ermöglichen, wird Südtirol auch mit finanziellen Mitteln versorgt. Etwa 90 % der vom Staat eingetriebenen Steuern fließen in die Kassen des Landes zurück, von der Umsatzsteuer bis hin zur Einkommen- und Körperschaftsteuer. Dafür muss das Land Funktionen wahrnehmen, wie das Schul-, Gesundheits- und Verkehrswesen, die im übrigen Italien vom Staat ausgeübt werden, und diese auch finanzieren.
Der Südtiroler Landtag (it. Consiglio provinciale) ist das Parlament der Autonomen Provinz. Das Autonomiestatut verleiht dem Landtag besondere Befugnisse und Kompetenzen. Die 35 Abgeordneten werden alle fünf Jahre gewählt. Die Landtagsabgeordneten sind zugleich Mitglieder des übergeordneten Regionalrates (Consiglio regionale) der Region Trentino-Südtirol.
Bei den Landtagswahlen vom 28.Oktober 2008 verlor die SVP 7,5 % gegenüber 2003 (55,6 %), konnte aber mit 48,1 % die absolute Mehrheit an Mandaten verteidigen. Die Freiheitlichen konnten 9,3 % dazugewinnen und sind mit 14,3 % der Stimmen die zweitstärkste Partei im Land.
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Die Landesregierung (it. Giunta provinciale) mit einem Landeshauptmann (Presidente) an der Spitze besteht aus seinen Stellvertretern, die jeweils der deutschen und der italienischen Sprachgruppe zugehörig sind und aus den Landesräten. Die Anzahl ihrer Mitglieder wurde im März 1989 von bisher 14 (einschließlich Landeshauptmann) auf elf reduziert. Der Landeshauptmann und die Landesräte werden vom Landtag in geheimer Wahl (aus den eigenen Reihen) gewählt. Die sprachgruppenmäßige Zusammensetzung muss jener im Landtag entsprechen. Durch das Verfassungsgesetz Nr. 2/2001, das seit Februar 2001 in Kraft ist, hat Südtirol die freie Wahl der Regierungsform (z. B. Direktwahl des Landeshauptmannes)
Derzeitiger Landeshauptmann ist seit 1989 Luis Durnwalder von der Südtiroler Volkspartei (SVP). Seine Stellvertreter sind seit 2008 Hans Berger (SVP) und Christian Tommasini (Demokratische Partei).[7]
Südtirols Wirtschaft ist vor allem durch den Dienstleistungsbereich geprägt, und hier vor allem durch den Tourismus. Daneben spielen aber auch ein gut entwickeltes Handwerk, insbesondere im Bausektor, kleinere und mittelgroße Industrieunternehmen sowie Landwirtschaft eine wichtige Rolle in der Wirtschaftsstruktur des Landes.
Die Landwirtschaft beschäftigt 7,8 % der Südtiroler Erwerbsbevölkerung (2005).[8] Im Etsch- und Eisacktal dominieren der Anbau von Äpfeln und Wein, während im Pustertal, Wipptal und anderen Seitentälern die Milchwirtschaft überwiegt.
Die Apfelproduktion nimmt einen hohen Stellenwert innerhalb der Landwirtschaft ein – Südtirols Landwirte produzieren auf 18.000 Hektar rund 10 % der in der EU angebauten Äpfel beziehungsweise 2 % der Weltproduktion.
Neben dem Apfelanbau hat auch der Weinbau eine lange Tradition in Südtirol. Die bedeutendsten Sorten sind Vernatsch und Weißburgunder. Besonders in den letzten 20 Jahren hat es sich als eine der besten Weißweinregionen Italiens einen Namen gemacht – insbesondere mit der Sorte Gewürztraminer. Dabei steht Südtirol besonders für trockene und fruchtige Weißweine. Zuletzt erfreute sich auch die autochtone Rotweinsorte Lagrein großem Interesse. Südtirol gehört mit ungefähr 5.100 Hektar zu den kleinsten italienischen Weinbauregionen (weniger als ein Prozent der Gesamtfläche), ist aber durch den hohen Anteil an Qualitätsweinen überaus erfolgreich.
Per Stichtag 22. Oktober 2001 existierten in Südtirol 51.207 Arbeitsstätten mit insgesamt 207.380 Mitarbeitern. Dies ist ein Zuwachs von 27.300 oder 15,2 % im Vergleich zu 1991.
In Südtirol gibt es circa 13.000 Handwerksbetriebe mit 80 verschiedenen Handwerksberufen.
In den letzten Jahren haben sich außerdem viele Unternehmen etabliert. So etwa Leitner im Seilbahnbau, Salewa in der Wintersportbekleidung, Loacker in der Lebensmittelbranche und das Logistikunternehmen Fercam. Überdies unterhalten zahlreiche Unternehmen aus Deutschland ihre italienischen Zweigstellen in Südtirol.
Für die Zukunft hat sich das Land die verstärkte Förderung von Innovationen vorgenommen, um damit den Wohlstand zu sichern und auszubauen. Im Jahr 2004 lag die Forschungsintensität bei 0,45 % (Ausgaben für Forschung und Entwicklung bezogen auf das BIP), während sie im Gesamtstaat Italien mit 1,1 % oder Deutschland mit 2,5 % deutlich höher war.[9] Dieses Ziel soll durch forschungs- und bildungssichernde Institutionen wie die Universität und die Europäische Akademie in Bozen erreicht werden.
Die Energiewirtschaft spielt eine hervorragende Rolle in der Umweltbilanz Südtirols, welche natürlich durch die geographischen Gegebenheiten begünstigt wird. Biomasse, Wasserkraft und Solaranlagen sowie eine Vorreiterrolle in der Gebäudeisolierung führen zu besonders umweltfreundlichen Wirtschafts- und Wohnräumen.
Der Tourismus spielt eine zentrale Rolle in der Wirtschaft des rohstoffarmen Landes. Besonders die Tallagen und die Wintersportzentren haben sich in den letzten 100 Jahren zu florierenden Fremdenverkehrszentren entwickelt. Einst wegen der Kurorte und des milden Klimas stark besucht, wurde Südtirol in den letzten Jahrzehnten zunehmend von Wintersport und sommerlichem Erlebnisurlaub geprägt.
Die Arbeitslosenquote liegt aktuell (2007) bei 2,4 % (2,0 % bei Männern und 3,0 % bei Frauen) – somit herrscht nahezu Vollbeschäftigung.[10] Seit fast zwei Jahrzehnten ist Südtirols Arbeitsmarkt durch niedrige Arbeitslosenzahlen geprägt, wenngleich ähnliche Zahlen inzwischen in breiten Teilen Norditaliens erreicht sind (Arbeitslosenquote in Norditalien: 3,3 %[11]). Eines der wenigen Probleme auf dem Arbeitsmarkt ist die Jugendarbeitslosigkeit der 15–24-Jährigen, welche in Südtirol mit 7,2 % – wie im übrigen Italien auch – relativ hoch ist.
Das BIP pro Kopf liegt 2005 bei etwa 31.700 €. Damit ist Südtirol die Region mit dem höchsten BIP Italiens. Auch kaufkraftbereinigt gehört Südtirol zu den reichsten Regionen (NUTS 2-Ebene) der europäischen Union; das Wohlstandsniveau liegt bei einem Index von 136,7 (EU27 = 100, Italien: 104,8, Tirol: 133,1).[12] Allerdings ist Südtirol im EU-Vergleich in den vergangenen Jahren wegen eines vergleichsweise schwachen Wirtschaftswachstums (2005/2006: real +1,2/+1,7 %[13]) deutlich zurückgefallen, wie der Rückgang des Index von etwa 160 im Jahr 2000 auf 136 im Jahr 2005 zeigt.[14]
Die guten makroökonomischen Zahlen verschleiern zudem, dass die durchschnittlichen Erwerbseinkommen in Südtirol niedriger sind als im angrenzenden Bundesland Tirol: Ein Arbeiter verdient jährlich fast 1.000 € weniger, bei einer Arbeitnehmerfamilie mit zwei Kindern ist das Jahresnettoeinkommen im Bundesland Tirol sogar um 2.497 Euro höher als in Südtirol. Bei den Rentnern ist der Unterschied noch deutlicher: Eine Südtiroler Durchschnittsrente beträgt 734 € monatlich, gegenüber 950 € in Nord- und Osttirol.[15]
Als problematisch gilt außerdem die italienische Steuerpolitik, gerade im Hinblick auf die Belastung der Unternehmen, welche zum Teil mit Abwanderung in das steuerlich vorteilhaftere Österreich drohen (Steuerwettbewerb).[16]
Siehe Hauptartikel: Gewerbeoberschule
Abteilung für die land-, forst- und hauswirtschaftliche Berufsbildung (BB22)
Südtirol ist, meist gemeinsam mit dem österreichischen Tirol, ein wichtiger Verkehrsknoten zwischen den Großräumen Norditalien und Süddeutschland. Bedeutendste Verkehrsader ist die Brennerautobahn A22, welche den Alpenhauptkamm in etwa 1375 m Seehöhe überschreitet.
Der Zugverkehr führt ebenfalls über den Brennerpass. Die Brennerbahn verbindet München über Innsbruck, Bozen und Trient mit Verona. Der im Bau befindliche Brennerbasistunnel (BBT), der den Brennerpass unterqueren soll, wird voraussichtlich ab dem Jahr 2020 mit einer Länge von 55 km (ohne Umgehungstunnel Innsbruck) der zweitlängste Tunnel der Welt nach dem Gotthard-Basistunnel sein.
Zu den Südtiroler Eisenbahnstrecken gehören auch die Pustertalbahn (Verbindung mit dem österreichischen Osttirol), die Bahnstrecke Bozen–Meran und die Vinschgerbahn, von 1992 bis 2005 außer Betrieb und seither direkt von der Provinz wieder in Betrieb genommen. Die Rittnerbahn ist eine Schmalspurbahn, die das Hochplateau des Rittens bei Bozen erschließt. Die Mendelbahn, eine bereits 1903 erbaute Standseilbahn, führt aus dem Ort Kaltern im Überetsch auf den Mendelpass. Zudem sind zahlreiche Seilbahnen für den Personennahverkehr in Betrieb.
Die älteste und verbreitetste Tageszeitung ist die in deutscher Sprache erscheinende Dolomiten der politisch einflussreichen Verlagsanstalt Athesia, gefolgt von der italienischsprachigen Alto Adige – Corriere delle Alpi. Ferner gibt es den Südtiroler Lokalteil des Corriere della Sera (Corriere dell’Alto Adige), der aus der Tageszeitung Il Mattino dell’Alto Adige hervorgegangen ist sowie die deutschsprachige Neue Südtiroler Tageszeitung.
Unter den Wochenblättern sind die ff – Südtiroler Wochenmagazin, das Katholische Sonntagsblatt, Il Segno und die Südtiroler Wirtschaftzeitung zu nennen. Der FF Media-Verlag gibt außerdem noch das Wirtschaftsmagazin Südtirol Panorama heraus, das zehnmal im Jahr erscheint.
Die Union Generela di Ladins, die Dachorganisation der Ladinerverbände, ist Herausgeberin einer Wochenzeitung in ladinischer Sprache, der Usc di Ladins (Stimme der Ladiner). Die Seiten, die jeweils einem Tal gewidmet sind, sind im jeweiligen Idiom verfasst.
Unter den Rundfunkanstalten ist besonders der öffentlich-rechtliche Rai Sender Bozen hervorzuheben, der sein Radio- und Fernsehprogramm in allen drei Landessprachen ausstrahlt. Auch der ORF hat eine Außenstelle des Landesstudios Tirol in Bozen und strahlt die österreichischen Programme einschließlich Südtiroler Regionalfenster aus.
Über Digital Audio Broadcasting (DAB) werden in zwei landesweiten Ensembles folgende Sender ausgestrahlt: Rai Radio Uno, Rai Radio Due, Rai Radio Tre, Rai Sender Bozen, Ö1, Radio Tirol, Ö3, FM4, Bayern 1, Bayern 2 Radio, Bayern 3, Bayern 4 Klassik, B5 aktuell, Radio Rumantsch, Radio Swiss Jazz und Radijojo. Noch dazu kommt das bis dato nur in Bozen zu empfangene Ensemble (DAB Media), wo einige private Südtiroler Radiosender verbreitet werden.
Von der RAS (Rundfunk Anstalt Südtirol) werden die österreichischen Programme ORF 1 und ORF 2, die bundesdeutschen Programme Das Erste terrestrisch sowie das ZDF und das Schweizer Fernsehen SF 1 digital über viele Sendeanlagen ausgestrahlt. Zudem wird seit dem 14. Oktober 2005 SF zwei über das digitale terrestrische Fernsehen ausgestrahlt, welches in Südtirol neben dem digitalen Radio (DAB) besonders gefördert wird.
Zusätzlich gibt es die private lokale Fernsehanstalt VideoBolzano 33, die regionalen Fernsehsender TCA und RTTR und zahlreiche Lokalradios [17], unter anderem den deutschsprachigen Hörfunksender Radio Holiday.
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