Der Randen ist ein zum grössten Teil im Schweizer Kanton Schaffhausen liegendes Bergland, ein kleiner Teil im Norden befindet sich in Baden-Württemberg.
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Der Randen ist Bestandteil der sich zwischen Basel und Coburg erstreckenden Tafeljura-Landschaft und somit Element des sogenannten Südwestdeutschen Schichtstufenlandes.
Der Tafeljura des Randen findet seine Fortsetzung im Süden im Tafeljura von Klettgau, Aargau und Baselbiet, im Norden im Baarjura (Eichberg, Länge u.a.).[1] Der Buchberg gehört aufgrund seiner Lage südlich der Ablach eigentlich noch zum Randenkomplex.
Der Randen ist der Westteil einer Weissjura-Schichtstufe. Diese Schichtstufe ist durch Erosion bereits stark zertalt und weist daher kaum noch Stufenflächen auf. Im Bereich der Täler und vor allem im Bereich des westlichen Stufenrandes weist der Randen Traufhöhen von 200 bis 300 Meter auf (vgl. Albtrauf). Die Schichtstufe setzt sich über das grosse Nord-Süd-Tal der Durach (Merishausener Tal), das den Randen teilweise abgrenzt, nach Osten fort, wo der Reiat den Ostteil der Schichtstufe markiert.
Der Randen ist zum Hauptteil aus Malmschichten aufgebaut, dem sogenannten Weissen Jura, was dann auch auf den Hochflächen als weisser Kalkstein sichtbar ist. Die Hänge des Randen sind durch unterschiedlich harte Schichten dieser Malmformation charakterisiert. Während die harten Kalkschichten steil sind und zu einem grösseren Teil bewaldet, weisen die weicheren Mergelschichten auch flache Terrassen auf. Diese können landwirtschaftlich genutzt werden.
Die Hochflächen des Randen sind von Nordwesten nach Südosten leicht abfallend. Weil die geologischen Schichten stärker geneigt sind als die Hochflächen, folgen von Nordwesten nach Südosten geologisch jüngere Schichten in topographisch tieferen Lagen.
Vor 190 Millionen Jahren überflutete das Jurameer das heutige Randengebiet. In diesem flachen Gewässer wurden während Jahrmillionen Kalkschichten abgelagert, die sich zu Jurakalkgesteinen verfestigten. Die Überreste der Meeresbewohner findet man heute noch in grosser Zahl in Form von Fossilien (Versteinerungen).
Es wird unterschieden zwischen dem Beringer Randen bei Beringen, dem Siblinger Randen bei Siblingen, dem Schleitheimer Schlossranden bei Schleitheim, dem Hagen bei Merishausen und dem Hohen Randen bei Blumberg in Deutschland (924 m ü. NN[2], auch 930,2 m ü. M.[3]). Der höchste schweizerische Punkt des Randens liegt mit 912 m ü. M. auf dem Gebiet der Gemeinde Merishausen in der Nähe des Hagenturms. Auf jedem der erwähnten Schweizer Randen befindet sich ein Aussichtsturm (Siblinger Randenturm, Beringer Randenturm, Hagenturm und Schleitheimer Randenturm). Alle vier Randentürme bieten Rundsicht in die Schweizer Alpen, den Schwarzwald, in den Klettgau und den Hegau.
Alle Randengemeinden sind per Bus erreichbar. Die Hochflächen sind jedoch durch den öffentlichen Verkehr nicht erschlossen. Der ganze Randen ist verkehrsfrei. Nur die folgenden Strassen dürfen durch den motorisierten Privatverkehr benutzt werden: Siblingen–Siblinger Randenhaus, Randenüberfahrt Beggingen–Hemmental, Schaffhausen–Beringer Randen.
Der Randen ist im Frühling, Sommer und Herbst ein beliebtes Wandergebiet mit vielen gut markierten Wanderwegen. Der Schweizer Alpen-Club SAC betreibt auf dem Hasenbuck in der Nähe des Hagens eine Hütte. Auf dem Randen gibt es viele offizielle Feuerstellen. Die bekannteste ist bei der Spiel- und Lagerwiese «Zelgli» beim Schleitheimer Schlossranden. Auch Mountainbiker kommen nicht zu kurz.
Seit 2008 führt die regionale Route 34 Klettgau-Rhein-Weg von Wanderland Schweiz von Hallau nach Schaffhausen.
Das weitläufige Wegnetz mit vielen Single Trails ist ein Eldorado für Hobby- und Profifahrer. So führen auch alljährlich die beiden grossen Mountainbike-Rennen, das lokale Randen Bike Race und der nationale Goldenrace Bike Marathon über die Höhen des Randens.
Im Winter wird bei guten Schneeverhältnissen eine Langlaufspur von 15 km resp. 7 km mit Start beim Siblinger Randenhaus präpariert. Die Spur wird durch die Langlaufwandergruppe Schaffhausen betreut.
Auf dem Randen gibt es folgende Gasthäuser: Siblinger Randenhaus, Beringer Randenhaus, Schleitheimer Schlossranden (nur im Sommer/Herbst an Wochenenden), SAC Hasenbuck-Hütte, Naturfreundehaus Buchberg, Babental bei Schleitheim. In jeder Talgemeinde befinden sich ebenfalls Gaststätten.
Der Donau-Randen-Pilgerweg führt über den Randen nach Einsiedeln.
Die geologischen Eigenheiten sind prägend für das Landschaftsbild: der Randen besteht vor allem aus kargen, fast nicht besiedelten und nur land- und forstwirtschaftlich genutzten Hochflächen. Ein Grossteil des Randen ist bewaldet. Waldföhrenstreifen, die man am Ende des 19. Jahrhunderts auf brachgelegten Äckern anlegte, lassen ihn zuweilen wie einen Park aussehen.
Die Freiflächen werden grösstenteils extensiv bewirtschaftet. Häufig findet man Magerwiesen mit reicher Artenvielfalt. Die Bewirtschaftung der Randenhochflächen erfolgt mit wenigen Ausnahmen von den Talgemeinden aus. Das Kalkgestein kann nur wenig Wasser speichern. In trockenen Jahren entsteht Wassermangel.
Der Randen liegt im «Regenschatten» des Schwarzwaldes und gehört daher zu den trockensten Gebieten der Schweiz. Im langjährigen Mittel fallen hier nur 760–800 mm Niederschlag (= Liter pro m² und Jahr).
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