| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Berchtesgadener Land | |
| Höhe: | 670 m ü. NN | |
| Fläche: | 129,18 km² | |
| Einwohner: | 1817 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 14 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 83486 | |
| Vorwahl: | 08657 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BGL | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 72 129 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Im Tal 2 83486 Ramsau b.Berchtesgaden |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Herbert Gschoßmann (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Ramsau b.Berchtesgaden im Landkreis Berchtesgadener Land | ||
Ramsau bei Berchtesgaden (amtlich: Ramsau b.Berchtesgaden) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land. Der heilklimatische Kurort liegt im Ramsauer Tal mit den Gnotschaften Antenbichl, Au, Schwarzeck und Taubensee. Der Nationalpark Berchtesgaden nimmt etwa 2/3 der Fläche der Gemeinde ein.
Inhaltsverzeichnis |
Die dauerhafte Besiedlung Ramsaus dürfte nach der Gründung der Fürstpropstei Berchtesgaden erfolgt sein. Durch Ramsau führte der wichtige Handelsweg über den Hirschbichl in den Pinzgau. Ramsau teilt sich, zurückgehend auf die Fürstpröpstliche Zeit, in 4 Gnotschaften - Antenbichl, Au, Schwarzeck und Taubensee. Ramsau kam mit Berchtesgaden zu Bayern und wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde. Das bayerische Herrscherhaus fand in Ramsau eines seiner bevorzugten Jagdgebiete. Auch in der Zeit der Gebietsreform in Bayern blieb Ramsau eine eigenständige Gemeinde.
Weiteres zur Geschichte, Religion etc. des Berchtesgadener Talkessels siehe: Berchtesgaden und Fürstpropstei Berchtesgaden
Ramsau stellt innerhalb des Berchtesgadener Talkessels nochmals ein geografisch abgeschlossenes Gebiet dar. Im Süden wird sie durch das Watzmann- und Hochkaltermassiv, im Westen durch das Reiteralpe-Massiv nach Österreich abgrenzt. Den nördlichen Abschluss bildet das Lattengebirge.
Das Ramsauer Tal wird von der Ramsauer Ache durchflossen. Diese hat mit der Preisenklamm den einzigen Talzugang vom Osten her aus Berchtesgaden geschaffen. Weitere Zugänge bilden die Pässe Schwarzbachwacht, Hirschbichl und Hochschwarzeck.
Das Wappen der Gemeinde Ramsau ziert der Heilige Vinzenz, der ein Beil und einen Sapie trägt, als Patron der Holzknechte. Dies geht zurück auf die große Bedeutung Ramsaus für den Holzeinschlag zur Versorgung der Saline Berchtesgaden.
Die einheimische Bevölkerung ist überwiegend katholisch.
Die Ramsauer Herbert Gschoßmann und Richard Graßl (beide CSU) sind Mitglieder des Kreistages des Berchtesgadener Landes.
Die Struktur der Ramsau wurde früher überwiegend von der Land- und Forstwirtschaft bestimmt, die für die Bewohner nur sehr karge Erträge abwarf. Zeitweise wurden in Ramsau in großem Ausmaß Mühlsteine aus Ramsauer Nagelfluh gewonnen. Im 19. Jahrhundert begann ein grundlegender Strukturwandel, der den Urlauberreiseverkehr zur Existenzgrundlage vieler Bewohner machte. Heute hat Ramsau die höchsten pro Kopf Übernachtungszahlen im Berchtesgadener Land. Ergänzt wird die Wirtschaftsstruktur durch Handwerks- und Handelsbetriebe überwiegend für den regionalen Bedarf. Die Landwirtschaft wird hauptsächlich im Nebenerwerb betrieben.
Bereits in den 1870er Jahren wurde in Ramsau ein Verschönerungsverein gegründet. Ramsau kann eine lange Liste prominenter Gäste vorweisen. Darunter hochrangige Politiker wie Hans-Christoph Seebohm, Bundesverkehrsminister mit Familie (1951), den ehemaligen ägyptischen König Faruk (1954), Prinzessin Soraya (1961) und andere Angehörige von Herrscherhäusern, aber mit dem Erzbischof von München und Freising, Julius Kardinal Döpfner und dem Privatsekretär Papst Benedikt XVI., Georg Gänswein, auch Angehörige der hohen Geistlichkeit.
Zu Zeiten des Königreichs Bayern hielten sich regelmäßig Angehörige der bayerischen Königsfamilie (Wittelsbacher) in Ramsau zur Jagd auf.
Die Hauptverkehrsader durch Ramsau ist die Deutsche Alpenstraße B 305, die von Inzell über Schneizlreuth und den Pass Wachterl in die Ramsau führt und von hier weiter nach Berchtesgaden. Das Dorf Ramsau und der Ortsteil Hintersee werden durch eine von der Deutschen Alpenstraße abzweigende Staatsstraße erschlossen. Besonderheit auf der Straße nach Berchtesgaden ist das Felsentor, durch das die Bundesstraße führt.
Busse der RVO verkehren vom Bahnhof Berchtesgaden (teilweise über Schönau) nach Ramsau und weiter zum Hinterssee. Vom Hintersee verkehrt auf der für den Individualverkehr gesperrten Hirschbichlstraße im Sommer ein Bus durch den Nationalpark über die Staatsgrenze am Hirschbichl und weiter in den Pinzgau nach Weißbach bei Lofer im Salzburger Land (Österreich).
Die Ramsau verfügt über eine eigene Grundschule, die erst vor wenigen Jahren neu erbaut wurde.
Die Gemeinde Ramsau verfügt über einen Sportplatz und Turnhalle. Die Ramsau umgebenden Gebirgsstöcke bieten beste Möglichkeiten von der Wanderung bis zur Klettertour und für Mountainbikefahrten. Am Hintersee sind Ruderbootsfahrten möglich. Im Ramsauer Ortsteil Wimbachbrücke gibt es einen Minigolfpark, in Hochschwarzeck ein Familienskigebiet mit Rodelbahn. Weitere Naturrodelbahnen gibt es z. B. von der Eckau ins Dorf Ramsau und auf der alten Hinterseerstraße. Unter der Federführung des Skiklub Ramsau werden zahlreiche Sportwettbewerbe veranstaltet, auch außerhalb des Skibereiches (z.B. Fußballabteilung).
Die Gemeinde Ramsau pflegt seit einigen Jahren eine Partnerschaft mit der Slowenischen Gemeinde Bohinj. Anknüpfungspunkt sind die Gemeinsamkeiten wie die Lage in einem Nationalpark und die Besteigung des in Ramsau gelegenen Watzmanns durch den Slowenen Valentin Stanič.
Der Verfasser des weltbekannten Weihnachtsliedes Stille Nacht, heilige Nacht, Joseph Mohr, war vor seiner Tätigkeit in Oberndorf bei Salzburg in Ramsau als Priester tätig. Den Text dürften daher auch seine Weihnachtseindrücke aus Ramsau geprägt haben. Heute sind die Ramsauer Sänger überregional bekannte Volksmusikanten.
Westlich von Ramsau liegt der malerische Hintersee, den man auf einem Weg durch den sogenannten Zauberwald erreichen kann. Der Zauberwald ist ein Geotop mit Bergsturztrümmern zwischen den Bäumen und hat eine romantische Atmosphäre.
Die traditionelle alpenländisch-bayerische Kultur wird in Ramsau z. B. durch den Gebirgstrachtenerhaltungsverein D' Achentaler mit der Berchtesgadener Tracht, die Weihnachtsschützen oder die Musikkapelle gepflegt.
Besondere Attraktion der Gemeinde ist der einzige Alpen-Nationalpark Deutschlands, der Nationalpark Berchtesgaden. Zu Beginn des Klausbachtals, Startpunkt für viele Wanderungen und Exkursionen im Nationalparkgebiet, findet sich in einem hier her transferierten historischen Bauernhaus die Nationalpark-Informationsstelle "Klausbachhaus". Informationen zum Nationalpark und zum durch die Nationalparkverwaltung kostenlos durchgeführten Wanderprogramm sind hier erhältlich.
Folgende Filme/Serien wurden (teilweise) in Ramsau gedreht:
Weltbekannt ist die Ramsauer Pfarrkirche St. Sebastian. Auf Gemälden großer Maler und Post- und Weihnachtskarten geht das Motiv in die ganze Welt. Ein Rokoko-Kunstwerk ist die Kirche Maria Kunterweg. Daneben gibt es zahlreiche kleinere Kapellen ebenso zu bewundern wie einige noch (weitgehend) im Originalzustand erhaltene Bergbauernhöfe, Almkaser und Wirtshäuser.
Die Hindenburglinde an der Deutschen Ferienroute Alpen-Ostsee (Bundesstraße 305), oberhalb des Tals der Ramsauer Ache.
Der Gemeinderat hat durch Beschluss vom
zu Ehrenbürgern ernannt.
Im Gegensatz zu den Nachbargemeinden ist Ramsau auch an Spätherbst-Morgen im Allgemeinen nebelfrei.
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