Petzen oder auch verpetzen ist ein in der Schüler- und Jugendsprache gebräuchliches Wort. Dabei wird z. B. ein in der Schule unerwünschtes Verhalten vom Leidtragenden oder auch von einem Dritten dem Lehrer oder den Eltern 'gemeldet'. Das Verraten einer -vermeintlichen- Verfehlung wird auch als „Verpfeifen“ oder „Anschwärzen“ bezeichnet. (Der Ursprung der Redewendung „jemanden anschwärzen“ liegt im Mittelalter, als die Häuser Pestkranker mit schwarzen Kreuzen markiert wurden.)
„Petze“ als Ausdruck für jemanden, der petzt, ist ein gebräuchliches (oft situativ angewandtes) Schimpfwort.
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Die Motive des Petzens sind recht unterschiedlich: z. B. der Wunsch
Die Form des verleumderischen Petzens ist eine der Vorstufen des Mobbing. Der Tatbestand, der verpetzt wird, ist frei erfunden. Die Aktion hat nur den Zweck, den 'Verpetzten' anzuschwärzen. Besonders hier besteht eine unmittelbare Nähe zum Mobbing.
Petzen fördert ebenfalls das Denunzieren. Trotzdem fördern Lehrer in manchen Fällen das Petzen, etwa wenn sie den Klassensprecher oder einen anderen Schüler dazu bestimmen, in ihrer vorübergehenden Abwesenheit „für Ruhe zu sorgen“ und die Namen derjenigen Schüler an der Tafel zu notieren, die gegen die gegebenen Anweisungen verstoßen. Die Wirksamkeit einer solchen Maßnahme ist zweifelhaft und der erzieherische Wert ist bedenklich.
Petzen bedeutet im hessischen Dialekt der Konsum von Apfelwein, im pfälzischen auch kneifen und zwicken, der angelsächsische Raum kennt den Whistleblower.
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