Pales ist eine Gottheit des Antiken Rom, die mit einem menschlichen Körper und einem Eselskopf dargestellt wurde. Der Dichter Varro Atacinus stellte Pales als ein Gott dar, Vergil und Ovid beschrieben sie als Göttin.
Als Gottheit der Weide und der Hirten galt Pales als Wächterin über die Herden. Panda Pales sollte den Herden Futter bieten und Pales Matuta soll für Atilius Regulus einen Kampf zum Guten geführt haben. Eine ab und zu auftauchende Pluralform deutet auf die Existenz eines zusätzlichen männlichen Gottes hin. Manchmal wird sie auch zu den Penaten gerechnet.
Das Reinigungsfest Parilia der Hirten und ihrer Herden wurde am 21. April gefeiert. An jenem Tag teilten die Vestalinnen dem Volk alle Notwendigkeiten für eine erfolgreiche Räucherung aus: Erstens die Asche der an den Fordicidia (15. April) geopferten Kälber, das Blut des Equus October (15. Oktober) und Bohnenstroh. Das Fest wurde sowohl privat als auch öffentlich begangen; jedoch ist nur der Ablauf des privaten Ritus auf uns gekommen. Der Hirte besprengte und kehrte den Stall aus, räucherte seine Herde und brachte Pales zum Zwecke der Reinigung mit Kuchen und Milch ein unblutiges Opfer dar. Das an die Gottheit gerichtete Gebet bat um Verzeihung eventuell begangener ritueller Fehler und um Gesundheit und Fruchtbarkeit der Tiere. Nachdem er es – gegen Osten gerichtet – viermal wiederholt hatte, sprang er über die Flammen des reinigenden Strohfeuers.
Die Annalenschreiber späterer Epochen griffen Vergil und Ovids Beschreibungen auf machten Pales als Göttin zu jener des Palatin und fixierten ihr Fest am Gründungstag der Stadt Rom.
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