| Wappen | Deutschlandkarte | |
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47.94138888888910.299444444444660
Koordinaten: 47° 56′ N, 10° 18′ O
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Unterallgäu | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Ottobeuren | |
| Höhe: | 660 m ü. NN | |
| Fläche: | 55,85 km² | |
| Einwohner: |
8.023 (31. Dez. 2008)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 144 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 87724 | |
| Vorwahl: | 08332 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MN | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 78 186 | |
| Adresse der Marktverwaltung: | Marktplatz 6 87724 Ottobeuren |
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| Webpräsenz: | www.ottobeuren.de | |
| Bürgermeister: | Bernd Schäfer (CSU) | |
| Lage von Ottobeuren im Landkreis Unterallgäu | ||
Ottobeuren ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Unterallgäu in Bayern und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Ottobeuren.
Der Ort ist vor allem durch das Benediktinerkloster Ottobeuren bekannt. Ottobeuren ist industriell geprägt und als Unterzentrum verfügt der Markt über die untere Verwaltungsebene für den umliegenden Bereich. [2]
Inhaltsverzeichnis |
Ottobeuren liegt ca. 10 Kilometer südöstlich von Memmingen entfernt in der Region Donau-Iller. Die Landschaft ist geprägt durch das geschwungene Relief, das durch die Schotterablagerungen während der letzten Eiszeiten geformt wurde. Der Bereich gehört zu Oberschwaben. [3] Durch das Gemeindegebiet verläuft die westliche Günz.
Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Ottobeuren, Betzisried, Guggenberg, Haitzen und Ollarzried sowie einem Teil der Gemarkung Lachen (der andere Teil der Gemarkung bildet die Gemeinde Lachen).
Zum Markt Ottobeuren gehören die Orte Ottobeuren, Betzisried, Bibelsberg, Brüchlins, Daßberg, Dennenberg, Eggisried, Eheim, Eldern, Guggenberg, Gumpratsried, Gut, Hahnenbühl, Haitzen, Halbersberg, Hessen, Höhe, Hofs, Kloster Wald, Langenberg, Leupolz, Neuvogelsang, Niebers, Oberhaslach, Ölbrechts, Ollarzried, Rempolz, Reuthen, Schachen, Schellenberg, Schiessenhof, Schochen, Schoren, Schrallen, Steeger Stephansried, Unterhaslach, Unterschochen, Vogelsang, Wetzlins, und Wolferts. Abgegangen ist der Ort Obermotzen.
Der Sage nach wurde Ottobeuren um 550 als Rodungssiedlung von einem Uot gegründet und nach ihm Uotbeuren genannt. Im 8. Jahrhundert wurde das Dorf zu einem fränkischen Reichshof und Sitz des Grafen Silach. Das Benediktinerkloster Ottobeuren wurde 764 gegründet. 972 wurde das Kloster von Kaiser Otto I. zur Reichsabtei erhoben. Im 11. Jahrhundert wurden Kirche und Kloster neu erbaut, im 11. und 12. Jahrhundert nach Bränden jeweils wieder errichtet. 1365 verlor die Abtei die Selbständigkeit und wurde Teil des Bistums Augsburg. Die romanische Kirche wurde im Deutschen Bauernkrieg im 16. Jahrhundert beschädigt und im Stil der Renaissance bis 1558 neu erbaut. Auch im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kloster beschädigt und geplündert. Nachdem Abt Rupert Neß die Reichsunmittelbarkeit zurückgewinnen konnte, begann die Abtei ab 1711 mit dem völligen Neubau der Klosteranlage im barocken Stil. Zuletzt wurde von 1737 bis 1766 eine große neue Klosterkirche erbaut, die das barocke "Gesamtkunstwerk" Ottobeuren vollendete. Mit zwei Jahren Verspätung konnte dann 1766 das 1.000-jährige Klosterjubiläum in der neuen Kirche gefeiert werden.
1802 wurde das Kloster im Rahmen der Säkularisation an das Königreich Bayern übertragen. Der Konvent des Benediktinerklosters bestand jedoch weiter, da die Mönche in einem Trakt des Klosters wohnen bleiben durften, jedoch keine Neuaufnahmen mehr möglich waren. Andere Teile des Klosters wurden u. a. als Landgericht, Kaserne und für Wohnungen verwendet. Im Jahr 1834 wurde das Kloster unter König Ludwig I. als Priorat der Abtei St. Stephan in Augsburg neu gegründet, 1918 wurde es wieder selbständige Abtei. Als einziges der großen oberschwäbischen Barockklöster hat Ottobeuren somit eine auch durch die Säkularisation nicht unterbrochene klösterliche Tradition, die bis in die Gegenwart (2008) andauert. Heute leben hier etwa 20 Benediktinermönche. Die Klosteranlage wird gegenwärtig außerdem als Museum, Schule und Fortbildungsstätte genutzt. Zum 1200-jährigen Jubiläum der Klostergründung wurden Kirche und Kloster 1964 umfassend renoviert. 1952 wurde im Markt zu großen Teilen die Verfilmung des Märchens Zwerg Nase gedreht.
Die Geschichte des Marktorts Ottobeuren ist eng mit der des Klosters verbunden. Nach der Säkularisation wurde die Klosterkirche Pfarrkirche des Marktes, die Pfarrkirche St. Peter wurde geschlossen und später zu einer Schule umgebaut. Seit 1957 ist Ottobeuren anerkannter Kneippkurort und wahrt so das Erbe des im Ortsteil Stephansried geborenen und in Ottobeuren aufgewachsenen Pfarrers Sebastian Kneipp.
Neben der römisch-katholischen Gemeinde mit der Basilika als Pfarrkirche gibt es auch eine evangelische Kirchengemeinde, die ihre Gottesdienste in der 1957 errichteten Erlöserkirche abhält. Die ehemalige katholische Stadtpfarrkirche wurde im 20.Jahrhundert zum Kurhaus umgebaut.
Erster Bürgermeister der Gemeinde ist Bernd Schäfer von der CSU. Die letzten Gemeinderatswahl vom 2. März 2008 erbrachte bei einer Wahlbeteiligung von 53,2% folgendes amtliche Endergebnis:
| CSU | SPD | FW | Bürgerliste | Gesamt | |
| Sitze | 8 | 3 | 6 | 3 | 20 |
Mit folgenden Gemeinden hat Ottobeuren eine Partnerschaft geschlossen:
Beschreibung: Gespalten; vorne in Rot ein halber silberner Adler am Spalt, hinten gespalten von Schwarz und Gold.
Ottobeuren ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten an der Ostroute der Oberschwäbischen Barockstraße und Station an der Schwäbischen Bäderstraße. Der Mittelpunkt des Ortes ist das Kloster Ottobeuren mit seiner dominanten spätbarocken Basilika.
Die einen Kilometer südlich von Ottobeuren liegende Allgäuer Volkssternwarte Ottobeuren ist im gesamten Mittelschwaben/Allgäu die größte Volkssternwarte und verfügt über ein 60-cm-Teleskop der neuesten Bauart. Es gibt regelmäßig öffentliche Führungen sowie Sonderführungen. Dicht neben dem Hotel am Bannwald ist eine Lourdesgrotte aus der Zeit um 1900. Darüber erhebt sich ein Ölberg mit lebensgroßen gusseisernen Figuren. Die Kreuzwegstationen selbst sind abmontiert und warten auf eine Neuaufstellung.
In kürze soll am Marktplatz, in der ehemaligen Brauerei Hirsch, ein Museum für zeitgenössische Kunst entstehen. Hauptsächlich sollen dort Werke des im Ort lebenden Künstlers Diether Kuhnert ausgestellt werden, dessen Bilder und Skulpturen weit über seinen Wirkungsort hinaus bekannt sind.
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Josef mit dem Lilienstab |
Bernadette |
Johannes |
Maria |
Ottobeuren ist durch mehrere Staatsstraßen, Kreisstraßen und Landstraßen an das überörtliche Straßennetz angebunden. Die Staatsstraße St2011 und die Staatsstraße St2013 kreuzen sich nordöstlich des Marktes. Durch den Ort verlaufen die Kreisstraßen MN18 und MN31. Durch Buslinien ist der Ort mit Memmingen, Bad Grönenbach und Sontheim verbunden, wo die nächsten Bahnhöfe liegen. Die Bahnlinie von Ottobeuren nach Ungerhausen wurde 1972 für den regulären Personenverkehr geschlossen, 1996 ganz stillgelegt und 2009 zu einem Rad- und Gehweg umgestaltet.
Ottobeuren ist Standort der dem Landkreis Unterallgäu gehörenden Kreisklinik Ottobeuren. Es ist ein akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Erlangen. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Kreisklinik befindet sich die TCM Klinik. Ein Krankenhaus für traditionelle chinesische Medizin. Die beiden Häuser bemühen sich mehr und mehr Schulmedizin und alternative TCM zusammen zu bringen.
In Ottobeuren samt Ortsteilen gibt es fünf Kindergärten, ein Jugendzentrum und die Altenheime St. Josef und Hafner-Villa. Des weiteren gibt es eine Jugendherberge des Deutschen Jugendherbergswerkes. Außerdem liegt in Böhen das Jugendhaus Waldmühle, ein Übernachtungshaus vor allem für kirchliche Gruppen.
Der Ort ist indiustriell geprägt. Neben dem für Holzbearbeitungsmaschinen tätigen Unternehmen Otto Martin Maschinenbau GmbH&Co. KG, welches auch seinen Sitz in Ottobeuren hat, befinden sich weiter Werke von größeren Unternehmen am Ort. Darunter ein Werk der in Memmingen ansässigen Berger Holding, und des in Benningen ansässigen Unternehmens Otto Christ AG.
Ottobeuren ist Station mehrerer touristischen Routen. Sie ist einer der der Hauptorte der Ostroute der Oberschwäbischen Barockstraße, liegt als Nebenort an der Schwäbischen Bäderstraße, am Sebastian-Kneipp-Wanderweg, dem Bayerisch-Schwäbischen Jakobuspilgerweg und an der Mühlenstraße Oberschwaben. Aus touristischen Gründen und wegen der positiven Assoziation mit der Marke Allgäu verwendet Ottobeuren den Slogan Allgäu für die Sinne.
Der Ort verfügt über Grundschulen in Ottobeuren und Hawangen, eine Hauptschule, ein Schulzentrum mit Realschule und Gymnasium (sprachlicher und naturwissenschaftlich-technologischer Zweig, Jahrgangsstufen 5 bis 10 und seit September 2009 auch die Gymnasiale Oberstufe), unter gemeinsamer Leitung, eine Volkshochschule, eine Musikschule, eine katholische Gemeindebücherei und eine evangelische Pfarrbücherei.
Ottobeuren | Bäuerle | Betzisried | Bibelsberg | Böglins | Boschach | Brüchlins | Bühl | Daßberg | Dennenberg | Eggisried | Eheim | Eheimer Mühle | Eldern | Fröhlins | Geislins | Guggenberg | Gumpratsried | Gut | Hahnenbühl | Haitzen | Halbersberg | Hessen | Höhe | Hofs | Kloster Wald | Langenberg | Leupolz | Neuvogelsang | Niebers | Oberhaslach | Oberried | Ölbrechts | Ollarzried | Rempolz | Reuthen | Schachen | Schellenberg | Schiessenhof | Schochenhof | Schoren | Schrallen | Steeger | Stephansried | Unterhaslach | Unterschochen | Vogelsang | Wetzlins | Wolferts
Amberg | Apfeltrach | Babenhausen | Bad Grönenbach | Bad Wörishofen | Benningen | Böhen | Boos | Breitenbrunn | Buxheim | Dirlewang | Egg a.d.Günz | Eppishausen | Erkheim | Ettringen | Fellheim | Hawangen | Heimertingen | Holzgünz | Kammlach | Kettershausen | Kirchhaslach | Kirchheim i.Schw. | Kronburg | Lachen | Lauben | Lautrach | Legau | Markt Rettenbach | Markt Wald | Memmingerberg | Mindelheim | Niederrieden | Oberrieden | Oberschönegg | Ottobeuren | Pfaffenhausen | Pleß | Rammingen | Salgen | Sontheim | Stetten | Trunkelsberg | Türkheim | Tussenhausen | Ungerhausen | Unteregg | Westerheim | Wiedergeltingen | Winterrieden | Wolfertschwenden | Woringen
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