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Dieser Artikel behandelt den Begriff Ortslage in der Topografie. In der wissenschaftliche Forschung mittelalterlicher Befestigungsanlagen ist die „Ortlage“ eine Typologieform, bezeichnet also eine im Ort gelegene Befestigung. |
Eine Ortslage (engl.: settlement, hamlet) bezeichnet in Deutschland in der Topografie eine zusammenhängende, mit Häusern einzeln oder geschlossen bebaute Fläche einer Ortschaft.[1] Eine Ortslage ist keine offizielle Verwaltungseinheit. In der Schweiz bezeichnet Ortslage eine Lage im Ort (z.B. «an zentraler Ortslage»).
Im süddeutschen Sprachraum werden Ortslagen häufig als Weiler bezeichnet. Tatsächlich ist ein Weiler jedoch eine Siedlung ohne Kirche.
Vereinzelt wird auch der Begriff Kiez für Ortslagen verwendet, dies meint oft aber eher eine Sozialstruktur.
Im gemeinen Sprachgebrauch gehen die Begriffe häufig durcheinander. So werden beispielsweise in Berlin Ortslagen oft als „unselbständige Ortsteile“ oder umgangssprachlich als Ortsteile bezeichnet. Dies rührt beispielsweise daher, dass bis zur Verwaltungsreform einige der heutigen amtlichen Ortsteile selbst Verwaltungsbezirke waren. Bei der Herabstufung der Bezirke zu Ortsteilen wurden viele der ehemaligen Ortsteile nun selbst zu „Statistischen Gebieten“ herabgestuft, die oftmals den Ortslagen entsprechen. In Berlin kann zudem ein und dieselbe Ortslage unterschiedlichen Ortsteilen und Bezirken angehören. So gehört ein Gebiet der Ortslage Ruhleben zum Ortsteil Spandau im Bezirk Spandau, das andere zum Ortsteil Westend im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.
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