Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft


Die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft (NDW) ist die Vorgängerorganisation der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft wurde am 30. Oktober 1920 auf Anregung von Fritz Haber und Friedrich Schmidt-Ott gegründet, der ihr erster Präsident wurde. Im Jahr 1929 wurde der Name in Deutsche Gemeinschaft zur Erhaltung und Förderung der Forschung, kurz Forschungsgemeinschaft, geändert. Sie war politisch stets linientreu zur Staatsführung. 1934 wurde sie unter der Nationalsozialistischen Regierung gleichgeschaltet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1949 die Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft wiedergegründet.

Sie ist nicht zu verwechseln mit der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft, Kunst und Literatur im Ausland, Sitz Paris, einer Gründung von Magnus Hirschfeld, Mynona und Anselm Ruest aus dem Jahre 1934. Sie ist ebenfalls zu unterscheiden von der Notgemeinschaft Deutscher Wissenschaftler im Ausland, die im April 1933 in Zürich von dem exilierten Neuropathologen Philipp Schwartz (1894–1977) gegründet wurde und ca. 2.000 den Nazis missliebigen Wissenschaftlern neue Arbeitsplätze im Ausland vermittelte, darunter allein 300 Akademikern in der Türkei.[1] Die letztgenannte Organisation zog 1935 nach London um und arbeitete dort eng mit dem Academic Assistance Council zusammen.[2]

Einzelnachweise

  1. Otto Winkelmann: „Schon aus Gründen des Alters ablehnen“. Der Pathologe Philipp Schwartz (1894-1977) und die Frankfurter Medizinische Fakultät. In: Hessisches Ärzteblatt. Frankfurt a.M. 2005,12, S.862f. ISSN 0171-9661
  2. Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Bd 2, Teil 2. München 1983, S.1304. ISBN 3-598-10089-2

Weblinks







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