Nils Alwall (* 1904 in Skåne län; † 1986) war ein schwedischer Professor und Pionier der Hämodialyse.[1] Er war der Entwickler der ersten kommerziellen Dialysegeräte für die Firma Gambro. Er war führend auf dem Gebiet der Ultrafiltration und der Hämofiltration.[2][3]
Die von Willem Johan Kolff entwickelte erste künstliche Niere war für den klinischen Einsatz ungeeignet, da die überschüssige Flüssigkeit nicht entnommen werden konnte. Alwall entwickelte eine ähnliche Konstruktion, die aber in einem Behälter aus rostfreiem Stahl eingeschlossen war. Durch negativen Druck in dem Behälter konnte die Flüssigkeit entzogen werden. Der erste Patient wurde am 3. September 1946 behandelt.[4]
Ab 1957 hatte er den neu geschaffenen Lehrstuhl für Nephrologie an der Universität Lund inne. Alwall arbeitet ab 1964 für Gambro. Die Firma wurde von Holger Crafoord gegründet, nachdem Alwall ihn von den wirtschaftlichen Möglichkeiten seiner Entwicklung hatte überzeugen können.[4]
Zu seinem Gedenken wird jährlich der Nils-Alwall-Preis für wegweisende Arbeiten im Bereich der Nierenersatztherapie von der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie vergeben.[1]
Er erhielt folgende Ehrungen:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Alwall, Nils |
| ALTERNATIVNAMEN | Andersson, Nils |
| KURZBESCHREIBUNG | schwedischer Mediziner, Professor und Pionier der Hämodialyse |
| GEBURTSDATUM | 1904 |
| GEBURTSORT | Skåne län |
| STERBEDATUM | 1986 |
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