Michael Esken (* 23. Juli 1966 in Gütersloh, Nordrhein-Westfalen)[1] ist amtierender hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Hemer im Märkischen Kreis. Er ist Mitglied der CDU.
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Nach dem Abitur 1986 am Gymnasium in Verl leistete er seine Bundeswehrzeit in der Pressestelle der 7. Panzerdivision in der Hellweg-Kaserne in Unna ab und ist bis heute Reserve-Offizier der Bundeswehr. An der Universität Bielefeld studierte Michael Esken zwischen 1989 und 1995 Rechtswissenschaft, bevor er 1997 ein Rechtsreferendariat im Landgerichtsbezirk Bielefeld abschloss. [1]
Neben der Schule arbeitete Michael Esken als freier Mitarbeiter bei der Tageszeitung Die Glocke und engagierte sich als Gruppenleiter bis 1992 in der Kolpingsfamilie in Kaunitz. In den folgenden drei Jahren, bis 2000, arbeitete Michael Esken als Rechtsanwalt in Verl, bevor er persönlicher Referent des Paderborner Bürgermeisters Heinz Paus wurde. Im Anschluss daran war Michael Esken erster Beigeordneter der Stadt Gronau im Münsterland. Aufgrund seines Bürgermeister-Amtes ruht Eskens Zulassung als Rechtsanwalt.[2]
Seine politische Karriere begann Michael Esken 1989, als er zum ersten Mal in den Rat der Gemeinde Verl gewählt wurde. Er blieb bis 2002 Ratsmitglied und wurde einmal mit 85 % der abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Zwischen 1994 und 2003 war er Mitglied im Kreistag von Gütersloh. [3]
Am 10. April 2003 gab die CDU in Hemer Michael Esken als ihren Bürgermeister-Kandidaten bekannt. Am 13. Juli des gleichen Jahres setzte er sich knapp gegen den SPD-Gegenkandidaten Bernhard Camminadi durch, einen Sohn des Altbürgermeisters Fredi Camminadi. Die Wahl war erforderlich, da Eskens Vorgänger Heinz Öhmann das Amt des Bürgermeisters in Coesfeld übernahm. Am 24. Juli 2003 wurde Esken in Haus Hemer vereidigt. Sein Einstieg in das Bürgermeisteramt wurde durch die Untreue eines Mitarbeiters im Sozialamt belastet, der unbemerkt von März bis Dezember 2004 Sozialmittel von rund 375.000 Euro auf sein Privatkonto überwies.[4] In seine Amtszeit fiel der Abzug der Bundeswehr aus Hemer und die damit verbundene Frage nach der Konversion des Kasernengeländes. In diesem Zusammenhang betrieb er die Bewerbung um die Landesgartenschau 2010, die erfolgreich verlief und von einem Verein zur Förderung der Landesgartenschau begleitet wird.[5] Eine weitere zentrale Maßnahme seiner Amtszeit war die Planung einer Umgehungsstraße, der so genannten Westtangente. Esken und die CDU-Fraktion befürworteten den Bau, eine Bürgerinitiative sprach sich dagegen aus und erstritt vor dem Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen ein Urteil, das den Bebauungsplan Nr. 49 Ia „Westtangente-Nord“ der Stadt Hemer für unwirksam erklärt.[6] Zur Verstärkung der Antikorruptionsstelle im Revisionsamt der Stadt Hemer hat Michael Esken am 1. März 2009 eine freiberuflich tätige Rechtsanwältin als Ombudsfrau gegen Korruption eingesetzt.[7]
Am 5. Mai 2008 bestätigte die CDU Hemer, dass Michael Esken bei der Kommunalwahl 2009 erneut für das Bürgermeisteramt antritt.[8] Dagegen scheiden der CDU-Fraktionschef Gerhard Webers und die bisherige Vizebürgermeisterin Renate Saemann (CDU) nach der Kommunalwahl aus dem Rat der Stadt aus.[9] Bernd Camminadi tritt ebenfalls ein zweites Mal für die SPD an.[10] Der Ortsverein der Sozialdemokraten wählte ihn am 13. November 2008 einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2009.[11] Einen weiteren Gegenkandidaten stellt die Unabhängige Wählergemeinschaft Hemer in Person von Martin Dodt.[12] Nach Einschätzung der Lokalnachrichten ist Michael Esken jedoch der unumstrittene „Platzhirsch“ für die Wiederwahl zum Bürgermeister.[13] In der Versammlung vom 23. Januar 2009 wählten die Hemeraner Christdemokraten Michael Esken mit 98,2 Prozent der abgegebenen Stimmen und einer Gegenstimme zum Bürgermeister-Kandidaten für die Kommunalwahl 2009.[14] Mittlerweile haben sich auch die Hemeraner FDP [15] und die Grüne Alternative Hemer (GAH) [16] für die Wiederwahl von Michael Esken öffentlich ausgesprochen. Daraus kann im Fall der Wiederwahl als Bürgermeister in Hemer eine „Jamaika-Koalition“ aus CDU, FDP und Grünen entstehen.
Des Weiteren ist Michael Esken Mitglied verschiedener Aufsichts- und Beiräte (Stadtwerke Hemer, Mark-E, Gelsenwasser) sowie Vorsitzender des Verwaltungsrats der Stadtsparkasse Hemer. Auch ehrenamtlich bekleidet er einige Ämter, so ist er zum Beispiel Vorsitzender des Arbeitskreises zentraler Jugendverbände und des Gemeinnützigen Fördervereins der Jugendpresse. Aufgrund jahrelanger ehrenamtlicher Tätigkeit erhielt Michael Esken am 17. September 2007 das Bundesverdienstkreuz[17], dessen Anregung und Annahme Anerkennung, aber auch Kritik hervorrief.[18] Weiterhin hat er den Vorsitz im Aufsichtsrat der Landesgartenschau Hemer 2010 GmbH übernommen.[19]
Michael Esken wuchs zusammen mit zwei Geschwistern in Kaunitz bei Gütersloh als Sohn von Geflügelzüchtern auf. Während des Referendariats heiratete er 1996 eine Zahnärztin. Er hat zwei Töchter.
Wilhelm Langemann | Josef Kleffner | Hermann Arendt | Rudolf Maiworm | Josef Kleffner | Josef Hesse | Karl Bode | Fredi Camminadi | Hans Meyer | Werner Beckmann | Hans Meyer | Klaus Burda | Doris Ebbing | Heinz Öhmann | Michael Esken
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Esken, Michael |
| KURZBESCHREIBUNG | Bürgermeister in Hemer, NRW |
| GEBURTSDATUM | 23. Juli 1966 |
| GEBURTSORT | Gütersloh |
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