Martin Amelung


Martin Amelung (* 20. August 1937 in Frankfurt am Main; † 20. April 2006 in München) war ein deutscher Jurist und Strafverteidiger.

Leben

Amelung wurde als vierter Sohn von Walther Amelung und dessen Ehefrau Else geboren und lebte bis zu seinem Abitur in der elterlichen Privatklinik in Königstein im Taunus. Nach vier Semestern Rechtsstudium in Tübingen lebte Amelung von 1959 in München, wo er 1962 das Referendarexamen und 1966 das Assessorexamen ablegte um im Anschluss als Rechtsanwalt zugelassen zu werden.

Als Referendar entwickelte sich bei Amelung ein besonderes Interesse für die Strafverteidigung im Rahmen einer Mitarbeit bei Rechtsanwalt Heinz Pelka, der im Brühne/Ferbach-Prozess bekannt wurde und den Amelung in diesem Verfahren unterstützte. Amelung selbst wurde 1972 durch die Verteidigung von Dimitri Todorov und 1979/1980 als Verteidiger des Oetker-Entführers Dieter Zlof neben den Rechtsanwälten Rolf Bossi und Steffen Ufer bundesweit bekannt. In der Folge vertrat Amelung u.a. den Münchner Alt-Oberbürgermeister Erich Kiesl, die Spionin Gabriele Gast und verteidigte im Herzklappen-Skandal sowie im Schmiergeldskandal um den Bau der Allianz Arena.

Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit war Amelung Gründungsmitglied des geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft Strafrecht im Deutschen Anwaltverein,der zwischenzeitlich größten Vereinigung von Strafverteidigern in Europa, er gehörte ihr 22 Jahre bis zu seinem Tod an. In der Rechtsanwaltskammer München war Amelung u.a. Mitglied eines Fachprüfungsausschusses (Fachanwalt STrafrecht).

Die Arbeitsgemeinschaft Strafrecht würdigte Amelung in ihrem Nachruf als "eine der großen Strafverteidigerpersönlichkeiten dieses Landes".

Literatur

Weblinks







stock | retire | vm
Why are we here?
All text is available under the terms of the GNU Free Documentation License
This page is cache of Wikipedia. History