Margret Diwell


Margret Diwell (* 28. März 1951 in Hamburg) ist eine deutsche Rechtsanwältin und Präsidentin des Verfassungsgerichtshofes des Landes Berlin.

Leben

Nach einem Jurastudium absolvierte sie ihr Referendariat in Baden-Württemberg. Von 1978 bis 1986 war sie als Regierungsrätin bei der Oberfinanzdirektion Berlin angestellt. 1987 erhielt sie die Rechtsanwaltszulassung, 1992 die Zulassung beim Berliner Kammergericht. 1998 qualifizierte sie sich zur Fachanwältin für Familienrecht.

Margret Diwell war viele Jahre im Vorstand des Deutschen Juristinnenbundes, von 2001 bis 2005 als dessen Präsidentin. Sie war auch ehrenamtliche Richterin am Berliner Anwaltsgericht.

Von 2004 bis April 2007 war sie bereits Vizepräsidentin des Berliner Verfassungsgerichtshofs. Am 26. April 2007 wurde sie auf Vorschlag der SPD vom Berliner Abgeordnetenhaus als Nachfolgerin von Helge Sodan zur neuen Präsidentin gewählt. Für die Wahl wurde eigens das entsprechende Wahlgesetz geändert, das es zuvor nicht zugelassen hatte, ein amtierendes Mitglied des Gerichtshofes zum Präsidenten zu wählen. 132 Abgeordnete stimmten für, acht gegen Diwell, vier enthielten sich. Ihre Amtszeit beträgt vier Jahre, eine Wiederwahl ist nicht möglich.

Margret Diwell ist SPD-Mitglied. Sie ist verheiratet mit Lutz Diwell und hat drei Kinder. Lutz Diwell war Staatssekretär im Bundesinnenministerium und ist seit 2005 Staatssekretär im Bundesjustizministerium. Am 18. November 2005 wurde sie mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

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