Madda (arabisch مدة, von مد madd „Dehnung, Längung“) ist ein Schriftzeichen der arabischen Schrift. Es kann (im nicht-koranischen Arabischen) nur auf dem Alif stehen und ähnelt im Aussehen einer Tilde (~).
Das mit Madda versehene Alif ersetzt die Buchstabenfolge أا und steht für die Lautfolge /ʾā/ (Hamza + langes a). Das heißt, Madda wird verwendet, wenn auf ein Hamza, das Alif als Trägerbuchstaben hat, ein mit Alif geschriebener langer a-Laut (ā) folgt. Damit wird das Aufeinandertreffen zweier Alif vermieden. So wird z. B. das Wort ʾāl („Sippe“) nicht أال sondern آل geschrieben.
Im Persischen und in Sprachen, deren arabisches-basiertes Alphabet an des Alphabet des Persischen angelehnt ist, kann ein maddiertes Alif auch für ein einfaches langes a stehen, meist am Wortanfang. In Ausgaben des Koran ist es reines Längungszeichen: kann auch über Waw und Ya stehen, und „enthält“ kein Hamza.
Madda ist in Kombination mit dem Träger Alif und als kombinierendes Zeichen kodiert.
| Unicode Codepoint | U+0622 | U+0653 |
|---|---|---|
| Unicode-Name | ARABIC LETTER ALEF WITH MADDA ABOVE | ARABIC MADDAH ABOVE |
| HTML | آ | ٓ |
| ISO 8859-6 | 0xc2 |
Grundalphabet: ا (Alif) · ب (Bāʾ) · ت (Tāʾ) · ث (Ṯāʾ) · ج (Ǧīm) · ح (Ḥāʾ) · خ (Ḫāʾ) · د (Dāl) · ذ (Ḏāl) · ر (Rāʾ) · ز (Zāy) · س (Sīn) · ش (Šīn) · ص (Ṣād) · ض (Ḍād) · ط (Ṭāʾ) · ظ (Ẓāʾ) · ع (ʿAin) · غ (Ġain) · ف (Fāʾ) · ق (Qāf) · ك (Kāf) · ل (Lām) · م (Mīm) · ن (Nūn) · ه (Hāʾ) · و (Wāw) · ي (Yāʾ) –
Zusatzzeichen: ء (Hamza) · آ (Madda) · ة (Tāʾ marbūṭa) · ى (Alif maqṣūra) · لا (Lām Alif) –
Vokalzeichen: Fatḥa · Kasra · Ḍamma · Sukūn · Tašdīd · Waṣla –
Erweiterungen: پ (Pe) · چ (Tsche) · ژ (Že) · گ (Gaf) · ڭ (Ñef) · ڤ (Ve)
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