| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
51.1911111111116.441944444444470
Koordinaten: 51° 11′ N, 6° 27′ O
|
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Düsseldorf | ||||
| Kreis: | Kreisfreie Stadt | ||||
| Höhe: | 70 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 170,45 km² | ||||
| Einwohner: |
258.848 (31. Dez. 2008)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 1519 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahlen: | 41061–41239 | ||||
| Vorwahlen: | 02161 02166 (Rheydt) |
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| Kfz-Kennzeichen: | MG | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 1 16 000
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| Stadtgliederung: | 4 Stadtbezirke mit 44 Stadtteilen | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | 41050 Mönchengladbach | ||||
| Webpräsenz: | moenchengladbach.de | ||||
| Oberbürgermeister: | Norbert Bude (SPD) | ||||
| Mönchengladbach in Nordrhein Westfalen und im Regierungsbezirk Düsseldorf | |||||
Mönchengladbach ist eine kreisfreie Stadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die größte Stadt am linken Niederrhein gehört als Oberzentrum zum Regierungsbezirk Düsseldorf und ist Bestandteil der Metropolregion Rhein-Ruhr.
Die Stadt Mönchengladbach besteht in ihren heutigen Grenzen seit der Gebietsreform zum 1. Januar 1975, nachdem die (alte) kreisfreie Stadt Mönchengladbach mit der kreisfreien Stadt Rheydt und dem Amt Wickrath (Kreis Grevenbroich) zur neuen kreisfreien Stadt Mönchengladbach vereinigt wurde.
Die Einwohnerzahl stieg im Jahre 1921 erstmals auf über 100.000, so dass Mönchengladbach eine Großstadt wurde. Auch in Rheydt wurden ab 1968 mehr als 100.000 Einwohner gezählt. Am 31. Dezember 2007 betrug die Einwohnerzahl der Stadt 260.018, davon waren 125.829 Männer und 134.189 Frauen.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Mönchengladbach liegt etwa 16 km westlich des Rheins im niederrheinischen Tiefland am Ostabfall der Schwalm-Nette-Platte gegen die lössbedeckte Kempen-Aldekerker-Platte und die Niersniederung. Obwohl Mönchengladbach größtenteils im Flachland liegt, sind der Süden (Stadtteil Odenkirchen) und das Stadtzentrum (um Bökelberg und Abteiberg) vergleichsweise hügelig. Diese Hügelketten beschränken sich aber auf das Innere der Stadt. Große Teile der Stadt sind von Wäldern und Parks bedeckt. Der Hardter Wald und Teile Rheindahlens im Westen der Stadt gehören zum Naturpark Maas-Schwalm-Nette.
Der höchste Punkt des Stadtgebietes beträgt 133 m, der niedrigste Punkt 35 m ü. NN. Die Länge der Stadtgrenze beträgt 87 km. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung liegt bei 17 km und die größte West-Ost-Ausdehnung bei 18 km.
Im Süden und Osten Mönchengladbachs fließt die Niers, die wenige hundert Meter südlich bei Kuckum im Kreis Heinsberg entspringt. Südwestlich der Stadtgrenze (in Wegberg) entspringt die Schwalm. Beide Flüsse münden in den Niederlanden in die Maas. Der Gladbach, der der Stadt den Namen gegeben hat, hatte seine Quelle im Ortsteil Waldhausen in oder nahe der ehemaligen Brauerei Hensen. Heute ist die Quelle versiegt. Der Gladbachkanal, der ursprünglich auch von der Gladbachquelle gespeist wurde, verläuft entlang des alten Bachbettes zum großen Teil unterirdisch und mündet im Osten der Stadt in die Niers. Zu sehen ist er in Lürrip bis zur Niersmündung. Weiterhin wird der Verlauf des ehemaligen Gladbachs durch Schilder gekennzeichnet.
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Mönchengladbach. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordwesten genannt:
Schwalmtal, Viersen und Willich (alle Kreis Viersen), Korschenbroich und Jüchen (Rhein-Kreis Neuss) sowie Erkelenz und Wegberg (Kreis Heinsberg).
Das Stadtgebiet von Mönchengladbach ist seit dem 22. Oktober 2009 in vier Stadtbezirke (vorher 10 Bezirke) und 44 Stadtteile gegliedert. Die Bezirksvertretung wird von der Bevölkerung des jeweiligen Stadtbezirks bei jeder Kommunalwahl neu gewählt.
Nachfolgend die Stadtbezirke mit den dazugehörigen Stadtteilen:[3]
Die ersten Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen Mönchengladbach sind etwa 300.000 bis 400.000 Jahre alt und zeigen Nachweise des späten Homo erectus (= Homo heidelbergensis) und des Neandertalers. Aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit sind zahlreiche Hügelgräber erhalten. Zur Römerzeit gehörte das Gebiet des heutigen Mönchengladbach zur Provinz Germania Inferior.
Die Geschichte von Mönchengladbach begann mit dem Bau des Gladbacher Münsters und der Gründung einer Abtei im Jahre 974 durch den Kölner Erzbischof Gero und seinen Begleiter, den Trierer Mönch Sandrad. Der Bau der ersten Klosterkirche fand neben dem Ort statt, an dem 954 die Ungarn die von Balderich, einem Vornehmen des Reiches, kurz vor 800 erbaute Kirche zerstört hatten.
Die Mönche trieben eine Besiedlung voran und legten dazu im 12. Jahrhundert nördlich der Kirche einen Markt an. Handwerker und Gewerbetreibende ließen sich in der Folgezeit hier nieder. Stadtrechte wurden in den Jahren 1364 bis 1366 erteilt. Die Stadt erhielt eine steinerne Stadtmauer, die von den Bürgern zu unterhalten war. (Reste davon sind noch am Geroweiher erhalten, ebenso der Dicke Turm, ein Wehrturm am Waldhausener Berg und an der Rückseite des Kapuzinerplatzes). Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Stadt zum Amt Grevenbroich im Herzogtum Jülich.
Am 4. Oktober 1794 marschierten französische Revolutionstruppen in das Stadtgebiet ein. Ein Tag zuvor war die Festung Jülich übergeben worden. Als im Jahre 1801 der deutsche Kaiser Franz II. im Frieden von Lunéville das linke Rheinufer an Frankreich abtrat, wurde Gladbach den französischen Religionsgesetzen unterworfen. Für die Abtei bedeutete dies das Ende und die Auflösung. Am 31. Oktober 1802 verließen die letzten 31 Mönche ihr Kloster. Die großartige, über die Grenzen Deutschlands bekannte Bibliothek der Abtei wurde zu großen Teilen geraubt oder vernichtet.
Von 1798 bis 1814 gehörte die Mairie Gladbach zum Kanton Neersen, Arrondissement Krefeld, im französischen Département de la Roer.[4]
Ab dem Jahre 1815 stand Gladbach unter preußischer Verwaltung und wurde Sitz des Landkreises Gladbach, der 1929 aufgelöst wurde. In diesem Zuge wurde Gladbach auch Sitz der gleichnamigen Bürgermeisterei, die 1859 in die Stadt Gladbach und die Bürgermeisterei Obergeburth geteilt wurde. Letztere wurde 1907 in Bürgermeisterei München-Gladbach-Land umbenannt.
Bis Ende des 19. Jahrhunderts hieß die Stadt Gladbach beziehungsweise früher Gleidebach (zahlreiche andere Schreibweisen sind überliefert). Als die Stadt am 1. Januar 1888 kreisfrei wurde, erhielt sie zur besseren Unterscheidung von Bergisch Gladbach den Namen München-Gladbach, was M. Gladbach geschrieben wurde. Am 24. Oktober 1890 wurde in Köln der Volksverein gegründet, wählte aber direkt M. Gladbach als Sitz. Stadtkreis und Kreisstadt im preußischen Regierungsbezirk Düsseldorf, links vom Rhein (1919) 64.031 Einwohner, mit dem südlich angrenzenden Rheydt einen geschlossenen Wohnplatz von rund 130.000 Bewohnern bildend. Amtsgericht, Handelskammer, Gymnasium und Realgymnasium, Lyzeen (1 mit Aufbau) höhere Fachschule für Textilindustrie; Sitz des Volksvereins für das katholische Deutschland. Hauptsitz der rheinischen Textilindustrie (unter anderem Baumwollspinnereien, Webereien, Färbereien), Eisengießereien, Maschinenfabriken. Die Landgemeinde München-Gladbach hat 22.614 Einwohner.
1921 wurden die Stadt Rheindahlen, die Bürgermeisterei München-Gladbach-Land und Neuwerk mit der Stadt München-Gladbach vereinigt.
1929 wurde München-Gladbach mit Rheydt und anderen Gemeinden (unter anderem Rheindahlen, Hardt, Giesenkirchen und Odenkirchen) zur Doppelstadt Gladbach-Rheydt vereinigt, jedoch 1933 bei der Neuverteilung der Gaue wieder geteilt (auf Wunsch des Reichspropagandaministers Joseph Goebbels, der ein gebürtiger Rheydter war). Danach hieß Alt-München-Gladbach offiziell München Gladbach (ohne Bindestrich) oder kurz M. Gladbach.
Im Zweiten Weltkrieg fielen in Mönchengladbach die ersten Bomben in der Nacht zum Pfingstsonntag (11./12.Mai) 1940. Es war dies der erste (britische) Luftangriff überhaupt, der im 2. Weltkrieg gegen eine deutsche Stadt geflogen wurde. Der Angriff, der aus insgesamt 37 Flugzeugen erfolgte, galt vor allem dem Straßen- und Eisenbahnnetz in Mönchengladbach. Es wurden 5 Bombenabwürfe gezählt. Auch Rheydt wurde angegriffen. Weitere Flächenbombardements der Alliierten auf Mönchengladbach und Rheydt, auch im Rahmen der Moral bombing-Strategie, folgten in mehreren Großangriffen bis 1945. Den letzte Großangriff mussten die schon ohnehin schwer getroffenen Städte am 1. Februar 1945 über sich ergehen lassen. Dabei wurde aus 160 Flugzeugen 1200 Spreng- und 65000 Brandbomben abgworfen. Fazit des Kriegs war eine 65 %ige Zerstörung der beiden Städte und ca. 2000 getötete Zivilpersonen.
Nach dem Krieg erlangte in beiden Städten die Textilindustrie langsam wieder an Bedeutung, die später durch den Maschinenbau ergänzt wurde. 1950 wurde die Sprechweise der Stadt M. Gladbach in Mönchen Gladbach geändert um Verwechslungen mit der Stadt München entgegen zu treten, jedoch blieb die Schreibweise M. Gladbach zunächst erhalten. 1960 wurde schließlich die heute noch gebräuchliche Form Mönchengladbach eingeführt. Im Jahre 1974 hatte die Stadt insgesamt 147.567 Einwohner. Davon Alt-Mönchengladbach 81.756 (hiervon wiederum Stadtmitte 58.511 und Volksgarten 23.245), Rheindahlen 27.707, Hardt 17.142 und Neuwerk 20.962.
Mönchengladbach und Rheydt gehörten anfangs zum Bistum Lüttich. Unter Erzbischof Everger von Köln kam das Gebiet zum Erzbistum Köln und war dem Archidiakonat des Propstes des St. Viktor-Doms in Xanten, Dekanat Süchteln unterstellt. Die Abtei Gladbach war jedoch relativ autonom und übte über die Stadt Gladbach die kirchlichen Rechte aus. Bis 1802 verblieb das Gebiet beim Erzbistum Köln. In Gladbach konnte die Reformation nach reformiertem Bekenntnis zwar zunächst Fuß fassen, sich dann aber wegen des Widerstands des Abtes nicht durchsetzen, so dass Gladbach eine überwiegend katholische Stadt blieb. Die wenigen Protestanten konnten zu Beginn des 17. Jahrhunderts in der „Halle“ auf dem Markt ihre Gottesdienste abhalten. 1684 konnten sie an der Ostseite der Stadt vor der Stadtmauer auch eine Kirche bauen, die jedoch 1857 abgebrochen wurde. Der Neubau der heutigen Christuskirche in der Kapuzinerstraße erfolgte bis 1852. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war das Verhältnis der Katholiken zu den Protestanten etwa 4/5 zu 1/5.
Anders war es in Rheydt: Die reformatorische Bewegung setzte dort um 1550 ein. 1560 gab es reformierte Geistliche. 1632 traten die Pfarrer und die Gemeinde in Rheydt auf Druck des protestantischen Herrscherhauses Jülich zum Protestantismus über. Sie unterstanden der Jülicher Provinzialsynode und dem Gladbacher Quartier. Daher war Rheydt eine überwiegend protestantische Stadt. Hier zogen im 19. Jahrhundert jedoch im Zuge der Industrialisierung vermehrt Katholiken zu, so dass das Verhältnis beider Konfessionen relativ ausgeglichen war, doch veränderte es sich später stark zugunsten der Katholiken.
1802 wurden die katholischen Pfarrgemeinden dem neu gegründeten Bistum Aachen zugeordnet, das jedoch 1821/1825 bereits wieder aufgehoben wurde, so dass das Gebiet Gladbach/Rheydt ab 1821 erneut zum wieder errichteten Erzbistum Köln kam. 1930 wurde es dem wieder neu errichteten Bistum Aachen zugeordnet. Mönchengladbach und Rheydt wurden Sitze von Dekanaten und heute gehören alle Pfarrgemeinden der Stadt Mönchengladbach zur Region Mönchengladbach. Hauptkirche der Stadt ist das Mönchengladbacher Münster.
Mit dem Übergang des Herzogtums Jülich an Preußen 1815 wurden die protestantischen Gemeinden Gladbach und Rheydt sowie die Gemeinden der heutigen Stadtteile Mönchengladbachs Glieder der ab 1817 evangelischen Kirche in Preußen (unierte Kirche) beziehungsweise dessen rheinischer Provinzialkirche. Gladbach wurde Sitz eines Superintendenten, aus dem später der Kirchenkreis Gladbach (heute Gladbach-Neuss) innerhalb der evangelischen Kirche im Rheinland hervorging. In den 1960er Jahren wurden die Kirchengemeinden Mönchengladbach und Rheydt in mehrere Kirchengemeinden aufgeteilt. Alle Kirchengemeinden der heutigen Stadt gehören jedoch zum Kirchenkreis Gladbach-Neuss, der aber auch Gemeinden außerhalb der Stadt Mönchengladbach umfasst. Evangelische Kirchengemeinden im Stadtgebiet sind heute die Gemeinden folgender Kirchen: Christuskirche, Friedenskirche, Großheide, Hardt, Odenkirchen, Rheindahlen (Martin Luther), Rheydt und Wickrathberg.
Am 4.September 2009 wurde die Jugendkirche Rheydt in Mönchengladbach offiziell eröffnet. Dabei steht das Haus der Jugendkirche im Zentrum von Mönchengladbach-Rheydt im Mittelpunkt der Jugendkirche. Hier wird die punktuelle Jugendarbeit und die Kräfte aus den verschiedenen Bezirken unter einem Dach gebündelt. Das Haus der Jugendkirche ist ein ehemaliges Schwesternwohnheim und gehört zur Evangelischen Kirchengemeinde Rheydt.
Folgende Freikirchen sind in Mönchengladbach vertreten: eine Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche, seit 1867 eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Christengemeinde (eine Pfingstgemeinde im BFP), sowie die Siebenten-Tags-Adventisten. Der "Treffpunkt-H Christen in Mönchengladbach", eine freie charismatische Gemeinde, ist eine Freikirche und gehört zum "Forum Leben Netzwerk".
Mönchengladbach ist heute auch Sitz des Patriarchalvikariats der Griechisch-orthodoxen Kirche von Antiochien für Westeuropa (rum-orthodox).
Darüber hinaus gibt es sonstige religiöse Vereinigungen: die Christengemeinschaft, die Neuapostolische Kirche und die Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage).
Schon im 18. Jahrhundert bestand in Wickrath und Odenkirchen eine jüdische Gemeinde. Im 19. Jahrhundert existierte jeweils eine Synagoge in Mönchengladbach, Wickrath, Rheydt und Odenkirchen. Im Novemberpogrom 1938 wurden sie geschändet und zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg bildete sich in Mönchengladbach wieder eine jüdische Gemeinde. 1967 wurde ein neues Gemeindezentrum mit einer Synagoge eingeweiht.
Das Stadtgebiet Mönchengladbachs entwickelte sich wie folgt: Die französische Besatzung bildete im Jahre 1798 aus dem alten, ehemals zum Herzogtum Jülich gehörenden Amt Gladbach mit der Stadt Gladbach fünf Bürgermeistereien:
Bereits zwei Jahre später, im Jahre 1800, wurde Hardt der Bürgermeisterei Gladbach zugeordnet, doch gab es bis 1. Januar 1807 noch eine eigenen Verwaltungsstelle. Zum 1. Januar 1836 erhielt Hardt jedoch wieder seine Selbständigkeit und wurde um die Honschaften Hehn und Winkeln sowie den restlichen Teil von Vorst, die alle bis dahin zur Bürgermeisterei Obergeburth gehörten, vergrößert. Der Rest von Obergeburt wurde nach Gladbach eingemeindet. Ebenso die Honschaften Eicken, Hardterbroich und Teile von Lürrip, die bis dahin zur Bürgermeisterei Oberniedergeburth gehörten. Der Rest von Oberniedergeburth (Üdding und Lürrip teilw.) wurde mit Unterniedergeburt zur Gemeinde Neuwerk zusammengeschlossen. Somit gab es ab 1836 noch drei Gemeinden: Stadt Gladbach und Gemeinden Hardt und Neuwerk. Gladbach war jedoch weiterhin in die drei Spezialgemeinden Gladbach, Oberniedergeburth und Obergeburth unterteilt. Teile von Obergeburth wurden 1859 als Gemeinde Obergeburth ausgegliedert, während die anderen Teile Obergeburths und Oberniedergeburth bereits seit 1857 zur Stadt Gladbach gehörten, welche zum 1. Januar 1888 unter dem Namen „München-Gladbach“ kreisfrei wurde. Zum 1. Januar 1907 wurde die Bürgermeisterei Obergeburth in Gladbach-Land umbenannt, bevor diese zum 1. August 1921 mit der Gemeinde Neuwerk und der Stadt Rheindahlen (Stadtrechte seit 1354, bis 1876 nur Dahlen) nach München-Gladbach eingemeindet wurde. Am 1. August 1929 erfolgte die Vereinigung der kreisfreien Stadt München-Gladbach mit der Gemeinde Hardt, der kreisfreien Stadt (seit 1907) Rheydt, der Stadt Odenkirchen und dem Amt Schelsen (mit der Gemeinde Giesenkirchen) zur neuen kreisfreien „Stadt Gladbach-Rheydt“. Doch wurde diese Stadt bereits am 1. August 1933 wieder in zwei Städte aufgeteilt: Stadt „München Gladbach“ (mit Hardt) und Stadt „Rheydt“ (mit Odenkirchen, Giesenkirchen und Schelsen). Beide Städte wurden dann im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform zum 1. Januar 1975 unter Einbeziehung der Gemeinde Wickrath (1933 gebildet aus dem Amt Wickrath mit den Ortschaften Beckrath, Wickrathhahn, Herrath, Wickrathberg und Buchholz sowie der Gemeinde Wanlo) zur heutigen kreisfreien Stadt Mönchengladbach vereinigt.
Laut Guinness-Buch der Rekorde ist Mönchengladbach die einzige Stadt Europas, die zwei Hauptbahnhöfe hat (Mönchengladbach Hbf und Rheydt Hbf). Dieser Umstand ist darin begründet, dass die Bundesbahn nach den Gebietsreformen in den 1970er-Jahren nahezu keine Bahnhofsumbenennungen vorgenommen hat, sodass die neuen Stadtzugehörigkeiten bei kaum einem Bahnhofsnamen Erwähnung finden. So hat die Stadt Herne zum Beispiel nur den Hauptbahnhof Wanne-Eickel, obwohl Wanne-Eickel seit 1975 nicht einmal mehr als offizieller Stadtteil von Herne existiert. Die Besonderheit Mönchengladbachs und Rheydts, die zu dieser Kuriosität geführt hat, besteht darin, dass zwei recht große Städte mit jeweils einem Hauptbahnhof vereinigt wurden. Durch die Vereinigung bedingt hat die Stadt auch zwei Telefonvorwahl-Nummern (02161 und 02166). Dies ist allerdings nicht ungewöhnlich, Köln hat beispielsweise sechs verschiedene Vorwahlen. Allerdings hat die Stadt beispielsweise weiterhin auch zwei Karnevalsrufe (Halt Pohl beziehungsweise All Rheydt).
Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Stadtteile ist nicht besonders ausgeprägt. Laut einer Studie der Stadtentwicklung Mönchengladbach vom Juni 2004 ist die Stadt eine „nach wie vor innerlich zerrissene Großstadt“, deren „Handeln bisweilen nicht durch das gemeinschaftliche Ziel (bestimmt ist), die Gesamtstadt voranzubringen, sondern vielmehr dadurch, die Stadtbezirksnachbarn mit kritischen Blick zu beobachten“.
Siehe auch: Einwohnerentwicklung von Mönchengladbach
Im Jahre 1890 lebten in München-Gladbach rund 50.000 Menschen. Am 1. August 1921 schlossen sich die kreisfreie Stadt München-Gladbach (64.031 Einwohner 1919), die Landgemeinden München-Gladbach (22.614 Einwohner 1919) und Neuwerk (11.836 Einwohner 1919) sowie die Stadt Rheindalen (8.308 Einwohner 1919) zur neuen Großstadt München-Gladbach mit etwa 110.000 Einwohnern zusammen. Am 1. August 1929 stieg durch die Eingemeindung von Rheydt (45.095 Einwohner 1925), Odenkirchen (20.023 Einwohner 1925) und weiterer Orte die Einwohnerzahl der neuen kreisfreien Stadt Gladbach-Rheydt auf rund 200.000. Nach der am 1. August 1933 erfolgten Ausgliederung der Stadt Rheydt (mit Odenkirchen, Giesenkirchen und Schelsen) und den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg halbierte sich die Bevölkerung der Stadt München-Gladbach im Jahre 1945 auf nur noch 106.000 Einwohner.
Am 11. Oktober 1960 erfolgte die Umbenennung in Mönchengladbach. 1968 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Rheydt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Die Eingemeindung von Rheydt (99.963 Einwohner) und Wickrath (13.961 Einwohner) am 1. Januar 1975 brachte einen Zuwachs von 114.000 Personen auf 263.000 Einwohner. Im Jahre 1996 erreichte die Einwohnerzahl der Stadt mit 266.873 ihren historischen Höchststand. Am 31. Dezember 2007 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Mönchengladbach nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 260.018[2] (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).
An der Spitze der Stadt Gladbach standen zunächst die Gerichtsschöffen. Ferner gab es einen Vogt als Vertreter des Landesherrn. Ab 1400 sind erstmals Bürgermeister erwähnt, von denen es zunächst sechs auf Lebenszeit gewählte gab. Diese bildeten den Magistrat. Drei waren Schöffen, die anderen drei von der Bürgerschaft gewählt. Schied ein Schöffe aus, trat der vom Amtmann ernannte Schöffe an dessen Stelle. Schied ein Mitglied der von den Bürgern gewählten Mitglieder aus, wurde aus mehreren Kandidaten ein neuer gewählt. Vom gesamten Magistrat traten zwei Bürgermeister in jährlichem Wechsel als regierender und beisitzender Bürgermeister hervor. Sie leiteten die Stadtverwaltung. Einen Rat gab es erstmals seit 1446, dessen Vorsitzender der regierende Bürgermeister war. In französischer Zeit wurde ab 1797 die Munizipalverfassung eingeführt. Stadtoberhaupt war der ehrenamtliche „Maire“, dem zwei ehrenamtliche Beigeordnete und ein Municipalrat zur Seite standen. 1815 wurde die preußische Bürgermeistereiverfassung, 1845 die Gemeindeordnung der Rheinprovinz und 1856 die preußische Städteordnung. Danach leitete ein Bürgermeister beziehungsweise ab 1869 meist ein Oberbürgermeister die Stadtverwaltung. Ihm stand auch weiterhin ein Rat zur Seite.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt. Erste direkt gewählte Oberbürgermeisterin Mönchengladbachs wurde Monika Bartsch (CDU). Die Ämter der Stadtverwaltung sind heute auf die Innenstädte der ehemals selbstständigen Städte Mönchengladbach und Rheydt verteilt.
→ Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Mönchengladbach
In der XV. Amtsperiode (2009 bis 2014) des Stadtrats von Mönchengladbach sind die sieben Parteien und eine Wählergruppe vertreten (siehe Tabelle). Die Regierungskoalition ist eine Ampelkoalition bestehend aus SPD, den Grünen und der FDP. Mönchengladbach wird erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder ohne die Beteiligung der CDU regiert.[5] Der Stadtrat besteht aus 66 Stadträten und dem direkt gewählten und stimmberechtigten Oberbürgermeister, der die Sitzungen leitet, aber dem Stadtrat nicht angehört.
| Stadtrat von Mönchengladbach: Wähleranteil und Sitze[5] | |||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wahlperiode | FWG | RAT | |||||||||||||||||
| XII: 1994 - 1999 | 43,5 | 31 | 37,3 | 26 | 10,3 | 7 | 5,1 | 3 | 67 | ||||||||||
| XIII: 1999 - 2004 | 48,8 | 33 | 28,4 | 20 | 7,7 | 5 | 5,9 | 4 | 8,9 | 6 | 68 | ||||||||
| XIV: 2004 - 2009 | 43,1 | 33 | 26,8 | 20 | 9,4 | 7 | 8,4 | 7 | 6,8 | 5 | 3,0 | 2 | 2,5 | 2 | 76 | ||||
| XV: 2009 - 2014 | 36,0 | 23 | 29,0 | 19 | 11,9 | 8 | 10,1 | 7 | 6,4 | 4 | 1,3 | 1 | 4,2 | 3 | 1,1 | 1 | 66 | ||
Die folgende Tabelle führt die amtlichen Endergebnisse der Kommunalwahl in Mönchengladbach aus den Jahren 1999, 2004 und 2009 zusammen.
| Partei • WG |
1999[6][7] | 2004[8][9] | 2009[10][11] | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kandidat | 12.09. | 26.09. | Kandidat | 26.09. | 10.10 | Kandidat | 30.08. | ||||||||
| Anzahl | % | Anzahl | % | Anzahl | % | Anzahl | % | Anzahl | % | ||||||
| wahlber. | 206.236 | 100,0 | 205.940 | 100,0 | wahlber. | 206.541 | 100,0 | 206.446 | 100,0 | wahlber. | 207.856 | 100,0 | |||
| Wähler | 92.274 | 44,7 | 62.235 | 30,2 | Wähler | 93.336 | 45,2 | 64.520 | 31,3 | Wähler | 94.553 | 45,5 | |||
| gültige St. | 91.213 | 100,0 | 61.825 | 100,0 | gültige St. | 91.861 | 100,0 | 64.084 | 100,0 | gültige St. | 93.367 | 100,0 | |||
| CDU | Bartsch | 43.942 | 48,2 | 37.656 | 60,9 | Wimmers | 39.985 | 43,5 | 30.788 | 48,0 | Post | 29.820 | 31,9 | ||
| SPD | Schäfer | 26.452 | 29,0 | 24.169 | 39,1 | Bude | 31.828 | 34,6 | 33.296 | 52,0 | Bude | 46.005 | 49,3 | ||
| FWG | Oberem | 10.598 | 11,6 | Oberem | 3.898 | 4,2 | |||||||||
| FDP | Kalthöfer | 5.079 | 5,6 | Jansen-W. | 8.102 | 8,8 | Jansen-W. | 5.956 | 6,4 | ||||||
| Grüne | Siemes | 5.142 | 5,6 | Sasserath | 7.076 | 7,7 | Sasserath | 5.892 | 6,3 | ||||||
| NPD | Geilenkirchen | 2.171 | 2,4 | Frentzen | 1.094 | 1,2 | |||||||||
| Zentrum | Lukaschek | 700 | 0,8 | ||||||||||||
| Einzelbewerb. | Wagner | 1.133 | 1,2 | ||||||||||||
| Einzelbewerb. | Stevens | 1.566 | 1,7 | ||||||||||||
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|
→ siehe auch: Liste der Rheydter Oberbürgermeister und Oberstadtdirektoren bis 1974
| Banner, Wappen und Hissflagge | |
Der Stadt Mönchengladbach ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Düsseldorf vom 7. Februar 1977 das Recht zur Führung eines Wappens und einer Flagge verliehen worden.
Die Heraldische Beschreibung des Wappens liest sich wie folgt:
„Unter rotem Schildhaupt, darin einen silbernen Wechselzinnenbalken, gespalten von Blau und Gold, vorne eine silberne Abtskrümme, hinten ein durchgehendes schwarzes Kreuz.“
Der Wechselbalken steht für die Herren von Quadt, die in Wickrath bis 1796 regierten. Der Abtsstab steht für die Benediktiner, die bis 1802 auf dem Abteiberg Mönchengladbach ansässig waren und das Kreuz symbolisiert die Herren von Bylandt, die in Rheydt herrschten.
Die Stadt Mönchengladbach führt ein Banner Rot-Gold (Gelb)-Rot im Verhältnis 1:4:1, längsgestreift mit dem über die Mitte nach oben verschobenen Wappenschild der Stadt, sowie eine Hissflagge Rot-Gold (Gelb)-Rot 1:4:1 quer gestreift mit dem zur Stange verschobenen Wappenschild der Stadt.
Die alte Stadt Mönchengladbach führte bis 1974 ein anderes Wappen, das den Hl. Vitus sowie einen schwarzen Löwen, beide von einem blauen Wellenbalken getrennt, zeigte. Der Hl. Vitus ist der Patron der Benediktinerabtei und damit der Stadt, der Löwe das Wappentier der Herren von Jülich, welche die Siedlung Gladbach zur Stadt erhoben. Der Wellenbalken symbolisiert den Gladbach und machte damit das Stadtwappen zu einem „redenden Wappen“. Die Sterne symbolisieren die Vierzehn Nothelfer, zu denen Vitus gezählt wird.
Mönchengladbach unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:
Mönchengladbachs industrieller Aufstieg wurde vor allem durch die Entwicklung der Textilindustrie von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts geprägt. Daneben entwickelte sich auch eine textilorientierte Maschinenindustrie.
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein umfassender Strukturwandel ein, bei dem die Bedeutung der Textilindustrie abnahm und neue Wirtschaftszweige an Bedeutung gewannen. Derzeit sind nur noch 7 % der Beschäftigten in der einst so dominanten Textil- und Bekleidungsindustrie tätig (z. B. Van Laack, gardeur). Im Rahmen der erfolgreichen Diversifizierung des Wirtschaftsstandorts haben die Stadt und Vertreter der Unternehmen vor Ort im Jahr 1997 die Wirtschaftsförderung Mönchengladbach gegründet. Die WFMG hat gemeinsam mit der Hochschule Niederrhein ein fünf-Säulen-Modell für die künftige Ausrichtung des Wirtschaftsstandorts entwickelt. Hiernach sind Textil und Mode, Maschinenbau und Elektrotechnik, Logistik sowie das Gesundheitswesen als Leitbranchen für die wirtschaftliche Zukunft Mönchengladbachs bestimmend. Im Rahmen einer aktiven Clusterpolitik hat die WFMG eigene Netzwerke für diese Branchen initiiert.
Zu den Produkten der breit gefächerten Wirtschaftsstruktur der Stadt zählen unter anderem Werkzeug- und Spinnmaschinen, automatische Förderanlagen, Signalanlagen, elektronische Registrierautomaten und Transformatoren, Druckerzeugnisse sowie Nahrungs- und Genussmittel. Darüber hinaus sind auch Bierbrauereien in Mönchengladbach vertreten, wobei vor allem niederrheintypische Altbiere produziert werden. Der Niedergang der Textilindustrie und die wirtschaftlichen Langzeitfolgen konnten so allerdings nicht aufgefangen werden.
Vor allem in den siebziger und achtziger Jahren lockte das attraktive Nachtleben noch junges Szene-Publikum aus Düsseldorf an. Heute spielt insbesondere der Tourismus eine gewisse Rolle. Mönchengladbach verfügt über etwa 40 Hotels und Gasthöfe und eine Jugendherberge. Insgesamt sind etwa 2.000 Betten vorhanden. Die Zahl der Übernachtungen beträgt jährlich über 200.000.
Die beiden Hauptbahnhöfe Mönchengladbach Hauptbahnhof und Rheydt Hauptbahnhof liegen an den Fernstrecken Köln–Venlo, Mönchengladbach–Duisburg sowie Aachen–Düsseldorf. Mönchengladbach Hbf hat darüber hinaus einen S-Bahn-Anschluss nach Düsseldorf (Linie S 8). Weitere Bahnhöfe befinden sich in Odenkirchen, Wickrath und Rheindahlen, außerdem liegen die Haltepunkte Herrath und Lürrip (S-Bahn) sowie Genhausen (RB) im Stadtgebiet. Nach Aufforderungen aus der Politik wird der Mönchengladbacher Hauptbahnhof renoviert. Aufzüge und teilweise neue Treppen sind mittlerweile fertiggestellt. Weiterhin sollen die Bahnsteige sowie die Empfangshalle bis 2009 erneuert werden. Der Fernverkehr der Deutschen Bahn AG bediente zwischen 2001 und 2009 die Stadt nur in Ausnahmefällen: Wenn auf der eigentlichen Strecke des ICE International von Amsterdam nach Frankfurt (Main) Gleisbauarbeiten zwischen Oberhausen und Arnhem oder Arnhem und Utrecht stattfinden, wird er über Mönchengladbach, Venlo und Eindhoven sowie ’s-Hertogenbosch nach Utrecht umgeleitet. Ebenfalls umgeleitet werden dann die City Night Line-Züge nach Amsterdam und der EuroNight aus Warschau nach Amsterdam. Seit Dezember 2009 verkehren je ein ICE und ein IC freitags und sonntags zwischen Mönchengladbach und Berlin. Damit ist Mönchengladbach wieder an den regelmäßigen Fernverkehr der Bahn angeschlossen.
Neben den Bahnlinien werden im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) die Omnibuslinien von der NVV AG betrieben. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) zu benutzen. An den Wochenenden und in den Nächten vor Feiertagen verkehren bis 3.15 Uhr stündlich Nachtbusse auf sechs Linien als Nachtexpress aus den Stadtzentren von Mönchengladbach und Rheydt in die anliegenden Stadtteile.[12]
In Mönchengladbach gibt es den weitgehend ungenutzten Verkehrslandeplatz Mönchengladbach. Nicht weit von Mönchengladbach liegt der überregionale Flughafen Düsseldorf International, der auch Mehrheitsgesellschafter des Mönchengladbacher Flughafens ist. Weitere Anteile hält die Niederrheinische Versorgung und Verkehr AG. Aufgrund der für den gewerblichen Luftverkehr zu kurzen Start- und Landebahn von 1.200 m soll der Flughafen ausgebaut werden. Derzeit läuft hierzu das notwendige Planfeststellungsverfahren bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Zwischenzeitlich wurde das notwendige Erörterungverfahren durchgeführt. Dabei schaffte es die Betreibergesellschaft nicht, einen Bedarf nachzuweisen. Der notwendigen Änderung des Gebietsentwicklungsplanes verweigerte der Regionalrat seine Zustimmung. Auch der Zusammenschluss der 110 wichtigsten Fluggesellschaften in Deutschland BARIG spricht sich nicht für einen Aus- und Neubau des Verkehrslandeplatzes Mönchengladbach aus.
Mit dem Automobil ist die Stadt über die Autobahnen 44 (Aachen–Kassel), 46 (Heinsberg–Bestwig) und 52 (Roermond–Essen) sowie 61 (Venlo–Ludwigshafen) zu erreichen. Ferner führen die Bundesstraßen 57, 59 und 230 durch das Stadtgebiet. Die Entfernungen in die umliegenden größeren Städte betragen nach Düsseldorf 30 km, nach Duisburg 35 km, nach Krefeld 20 km, nach Köln 60 km, nach Aachen 60 km, nach Venlo in den Niederlanden 35 km und nach Roermond, ebenfalls in den Niederlanden, 35 km.
An der Lüpertzender Straße befindet sich die lokale Radiostation Radio 90,1 Mönchengladbach. Sie ging am 29. September 1990 auf Sendung, am 30. Oktober 1990 wurde die erste Sendung im Rahmen des Bürgerfunkes über die Frequenzen des Senders ausgestrahlt.
Seit dem 19. Januar 2009 sendet der Regionale Fernsehsender City Vision täglich von 16:00 bis 24:00 Uhr auf dem Kabelkanal S18 Nachrichten aus Mönchengladbach und dem Umland. Begonnen wurde Jahre zuvor mit der Ausstrahlung auf öffentlichen Leinwänden, z. B. am Alten Markt, in Krankenhäusern oder in Fitnessstudios. In Mönchengladbach wird keine eigene Tageszeitung herausgegeben. Über das lokale und regionale Geschehen berichten die Rheinische Post und die Westdeutsche Zeitung sowie zwei kostenlose, werbefinanzierte Zeitungen, die einmal wöchentlich an alle Haushalte verteilt werden (mittwochs der Stadtspiegel und sonntags der Extra-Tipp). Der Hindenburger ist eine Stadtzeitschrift rund um Lifestyle, Kultur, Freizeit und Gastronomie, die monatlich kostenlos erscheint und neben Auslage in Geschäften auch an Haushalte verteilt wird. Das GURU Magazin mit Ausrichtung auf Gesellschaft und Lifestyle wird an Haushalte direkt verteilt. Seit 1997 gibt es eine Lokalausgabe der Straßenzeitung Fiftyfifty, die von Menschen in sozialer Not verkauft wird und vom Diakonischen Werk Mönchengladbach e. V. herausgegeben wird.
In der seit Dezember 2007 existierenden Online-Bürgerzeitung Mönchengladbach können die Bürger selber unter der Creative Commons Artikel veröffentlichen, Themenschwerpunkt ist die Kommunalpolitik. Verschiedene Kommunalpolitiker nutzen dieses Medium.
In Mönchengladbach befinden sich die Fachbereiche Oecotrophologie, Sozialwesen, Textil- und Bekleidungstechnik und Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences, deren Sitz sich in Krefeld befindet. Die Fachhochschule wurde 1971 durch Zusammenschluss von 12 Fach- und Ingenieurschulen, die sich auf mehrere Städte verteilten, gegründet.
In Mönchengladbach befindet sich ferner das gesamte Spektrum an allgemein bildenden und beruflichen Schulen in öffentlicher und in privater Trägerschaft. Insgesamt besitzt die Stadt 95 Schulen vom Schulkindergarten bis zur Hochschule, darunter auch eine Waldorfschule.
Die Musikschule der Stadt Mönchengladbach bietet eine musikalische Ausbildung von Säuglingen bis zur Vorbereitung der Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule. Mehr als 4000 Schülerinnen und Schüler nehmen die Angebote wahr.
Die Mönchengladbach Mavericks spielen in der Saison 2010 in der German Football League 2 und tragen ihre Heimspiele im Warsteiner HockeyPark aus. Ihre Spiele wurden 2009 von durchschnittlich 1.000 Zuschauern besucht.
Das Basketballteam NVV Lions Mönchengladbach spielt in der Regionalliga West und trägt seine Heimspiele in der Jahnhalle aus.
Die Bogensportabteilung des Rheydter Turnverein 1847 e.V. ist Mönchengladbachs erfolgreichster Verein im Bogenschießen. Sie hat jeweils ein Team in der 1. Bundesliga Nord und in der Regionalliga West. 2008 hat es die Bundesligamannschaft zum ersten mal in der Vereinsgeschichte in das Bundesligafinale geschafft.
Mönchengladbachs größter, bekanntester und erfolgreichster Fußballverein ist Borussia Mönchengladbach. Der Traditionsklub feierte in den 70er Jahren fünf Deutsche Meisterschaften und zwei UEFA-Cup-Siege. Der Verein spielt in der Fußball-Bundesliga und trägt seine Heimspiele im Stadion im Borussia-Park aus. Borussias U-23-Mannschaft spielt in der Fußball-Regionalliga und trägt seine Heimpartien in der Regel im Grenzlandstadion aus. Der älteste Fußballverein der Stadt ist der 1. FC Mönchengladbach. Der Klub wurde 1894 gegründet und spielt aktuell in der Landesliga. Er ist zudem der älteste Fußballverein im Westdeutschen Fußballverband.
Der Gladbacher HTC spielte bis zur Saison 2007/08 in der 1. Bundesliga, derzeit spielt er gemeinsam mit dem Rheydter Spielverein in der 2.Bundesliga. Der Gladbacher HTC wurde 2002 deutscher Meister und trägt die Heimspiele auf der vereinseigenen Anlage oder im Warsteiner HockeyPark aus. Dort fand vom 6. bis 17. September 2006 die Feldhockey-Weltmeisterschaft der Herren 2006 statt. Der Rheydter Spielverein ist der älteste Hockeyverein in Mönchengladbach, er wurde 2001 der bislang letzte Deutsche Pokalsieger. Er trägt seine Spiele auf dem eigenen Kunstrasenplatz am Grenzland-Stadion aus. Der RSV war am Ende der Saison 2008/09 in die 1.Bundesliga aufgestiegen.[13]
Der 1. Judo-Club Mönchengladbach ist derzeit der stärkste Judoverein am Niederrhein. Die Frauenmannschaft kämpft seit 2000 in der 1. Bundesliga, die Männermannschaft stieg 2008 in die 1. Bundesliga auf. Aushängeschild des 450 Mitglieder zählenden Vereines ist der zweifache Olympiateilnehmer Andreas Tölzer (2004 Athen, 2008 Peking)
Auf der Trabrennbahn Mönchengladbach veranstaltet der "Verein zur Förderung des Rheinischen Trabrennsportes e. V." (bis Ende 2007 "Trabrennverein Mönchengladbach e. V.") regelmäßig Trabrennen.
Die Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach bieten Oper, Operette, Musical und Schauspiel in den Theaterhäusern beider Städte. Das Kooperationstheater wurde 1950 gegründet. Das begleitende Orchester der Bühnen sind die „Niederrheinischen Sinfoniker“, die auch Sinfonie-Konzerte geben.
Ferner gibt es das „BIS“ in Altmönchengladbach, ein Kulturzentrum für alle Arten von Kultur, so auch Malerei, Jazz und zeitgenössische Musik, „Die Spindel“, eine Kleinkunstbühne in der Hensenbrauerei, „Das Rote Krokodil“, eine Kleinkunstbühne im Stadtteil Wickrath und den „Theater Spielplatz“, Mönchengladbachs kleinste Bühne. Sie bietet Kabarett, Theater und Literatur und befindet sich in Rheydt.
Die „MusicCommunity MG“ ist ein loser Zusammenschluss von Veranstaltern und Kulturförderern in Kooperation mit dem Fachbereich Weiterbildung und Musik der Stadt Mönchengladbach. Jährlich werden auf zehn Veranstaltungen Künstler aus dem Bereich der Popularmusik gefördert. Mit den zweitägigen Musikfestivals citymovement indoor (2006) und dem citymovement outdoor (2007) hat die MusicCommunity MG die Tradition des größten Umsonst- und Draußen-Festivals der Region wieder aufgenommen. Einen weiteren Neuanfang des Umsonst- und Draußen-Festivals am Platz der Republik gibt es 2009 unter dem Namen „Horstfestival“ unter der Organisation des AStA der HSNR.
Mönchengladbacher Musikgruppen mit internationalen Erfolgen waren in den 70er-Jahren die Krautrock Band Wallenstein und Anfang bis Mitte der 90er Jahre die Rockband Sun. Bundesweit bekannt ist EA80, eine der ältesten deutschen Punkbands, und der Rapper Eko Fresh.
Am 27. Januar 2006 hat Gunter Demnig im Stadtteil Odenkirchen die ersten drei Stolpersteine in Mönchengladbach verlegt. Inzwischen gibt es im ganzen Stadtgebiet 192 Stolpersteine.[14]
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Münster |
Münster |
St. Maria Himmelfahrt |
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St. Maria Himmelfahrt vom Markt aus gesehen |
St. Maria Himmelfahrt (Innenansicht) |
Pahlkebad |
→ Hauptartikel: Liste Mönchengladbacher Persönlichkeiten
Einige der in Mönchengladbach geborenen Persönlichkeiten haben national oder international Bekanntheit und Anerkennung erlangt. Die international bekanntesten Mönchengladbacher dürften der Ingenieur Hugo Junkers und der Formel-1-Fahrer Nick Heidfeld sein. Der Minister für Propaganda und Volksaufklärung während der Zeit des Nationalsozialismus Joseph Goebbels wurde in Rheydt geboren. Zu den national bekannten Persönlichkeiten zählen unter anderem der ehemalige Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen Franz Meyers, der Tierfilmer Heinz Sielmann, der Kabarettist Volker Pispers und der Opernsänger Hermin Esser.
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