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| Basisdaten | |
|---|---|
| Verwaltungssitz | Metz |
| Präsident des Regionalrats | Jean-Pierre Masseret PS |
| Bevölkerung
– gesamt 2006 |
2.338.744 Einwohner |
| Fläche – gesamt |
23.547 km² |
| Départements | 4 |
| Arrondissements | 19 |
| Kantone | 157 |
| Gemeinden | 2.337 |
| ISO 3166-2-Code | FR-M |
Lothringen (französisch Lorraine [lɔˈʀɛn]) ist eine Region im Nord-Osten Frankreichs. Es umfasst die Départements Meurthe-et-Moselle, Meuse, Moselle und Vosges. Hauptort ist Metz. Lothringen hat 2.339.000 Einwohner (Stand 2006) und eine Fläche von 23.547 km².
Inhaltsverzeichnis |
Lothringen liegt im Nordosten Frankreichs am Oberlauf von Maas (frz.: Meuse), Mosel (Moselle) und Saar (Sarre). Der höchste Punkt ist der Hohneck mit 1364 m.
Die Region Lothringen hat heute etwa 2,3 Millionen Einwohner.
Die südlichen, zentralen und westlichen Teile Lothringens gehören von Alters her zum französischen, die nordöstlichen Teile Lothringens zum deutschen Sprachraum. Die französische Sprache, die der deutschlothringischen Bevölkerung im Nordosten Lothringens seinerzeit von Frankreich als Amts- und Schulsprache verordnet wurde, hat die deutsche Sprache (mittelfränkische Dialekte) mittlerweile weitestgehend verdrängt. In einigen (ländlichen) Gebieten werden allerdings noch – vorwiegend von der älteren Generation – die deutschen Mundarten (Lothringisch, Moselfränkisch und Rheinfränkisch) gesprochen.
Aus dem 843 entstandenen Lotharii Regnum („Reich des Lothar“, auch Lotharingien) entwickelte sich das Herzogtum Lothringen, das bis 1766 Teil des Heiligen Römischen Reiches war. Es fiel dann an das Königreich Frankreich, das bereits im vorangegangenen Jahrhundert das Elsass annektiert hatte. Das Gebiet des Herzogtums entsprach teilweise der Region Lothringen im Nordosten des heutigen Frankreichs.
Um 1850 begann die Industrialisierung in der Region Nancy. 1850 wurde die Bahnstrecke Nancy–Metz eröffnet, 1851/52 die durchgehende Eisenbahnstrecke von Reims über Nancy nach Straßburg und von Metz über Saarbrücken nach Mannheim. Nach dem Sieg Preußens und seiner Verbündeten im Deutsch-Französischen Krieg 1871 wurden die Gebiete mit einer mehrheitlich deutschsprachigen Bevölkerung im Nordosten Lothringens sowie Metz zusammen mit dem Elsass als Reichsland Elsass-Lothringen dem neu gegründeten Deutschen Reich einverleibt. Danach entstand eine leistungsfähige Schwerindustrie beiderseits der Grenze im Bereich Metz, Diedenhofen, Nancy. 1893 wurde der Marne-Rhein-Kanal von Reims über Nancy und die Zaberner Steige nach Straßburg eröffnet.
Im Ersten Weltkrieg 1914–1918 war Lothringen Hauptkriegsschauplatz, wie der Grenzschlacht in Lothringen (1914) und der Schlacht um Verdun (1916). Nach der deutschen Niederlage wurde 1918 der nordöstliche Teil Lothringens durch den Versailler Vertrag vom Deutschen Reich getrennt und wieder Teil Frankreichs. Danach galt die französische Sprache gesetzlich als alleinige Amts- und Schulsprache, auch für die deutschsprachige Bevölkerung.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Lothringen 1940 von Truppen der deutschen Wehrmacht besetzt. Nach der Kapitulation Frankreichs wurde das Département Moselle als „CdZ-Gebiet Lothringen“ einem Chef der Zivilverwaltung unterstellt und faktisch wie Reichsgebiet behandelt. Für die deutschsprachige Bevölkerung galt wieder die Muttersprache als Amts- und Schulsprache. Die förmliche Eingliederung des Gebietes in das Deutsche Reich erfolgte nicht mehr.
1944/1945 wurde Lothringen von alliierten Streitkräften zurückerobert und wieder Teil Frankreichs. Die französische Sprache wurde wieder alleinige Amts- und Schulsprache – auch für die deutschsprachige Bevölkerung.
Das Lothringer Kreuz (Croix de Lorraine) war das Zeichen des (jüngeren) Hauses Anjou, das von 1431 bis 1473 in Lothringen herrschte. Bekannt wurde es vor allem als Symbol des freien Frankreich und der französischen Exil-Regierung unter Charles de Gaulle sowie ihrer militärischen Verbände. 1972 wurde das Lothringer Kreuz als Motiv für die Gedenkstätte für Charles de Gaulle in Colombey-les-Deux-Églises (Haute-Marne) gewählt.
Siehe auch: Liste der Herzöge von Lothringen
Die Region Lothringen entstand 1960 mit der Einrichtung der Regionen in Frankreich. 1972 erhielt die Region den Status eines Établissements public unter Leitung eines Regionalpräfekten. Durch die Dezentralisierungsgesetze von 1982 erhielten die Regionen den Status von Collectivités territoriales (Gebietskörperschaften), wie ihn bis dahin nur die Gemeinden und die Départements besessen hatten. Im Jahre 1986 wurden die Regionalräte erstmals direkt gewählt. Seitdem wurden die Befugnisse der Region gegenüber der Zentralregierung in Paris schrittweise erweitert.
Die Region Lorraine besteht aus vier Départements.
| Département | Präfektur | Einwohner (1999) | Fläche (km²) | Bevölkerungsdichte | Arrondissements | Kantone | Gemeinden |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Meurthe-et-Moselle (54) | Nancy | 713.779 | 5246 | 136 | 4 | 44 | 594 |
| Meuse (55) | Bar-le-Duc | 192.198 | 6211 | 31 | 3 | 31 | 498 |
| Moselle (57) | Metz | 1.023.447 | 6216 | 165 | 9 | 51 | 730 |
| Vosges (88) | Épinal | 380.952 | 5874 | 65 | 3 | 31 | 515 |
| Gesamt | 2.310.376 | 23.547 | 98 | 19 | 157 | 2337 |
Die Region Lothringen erbringt 3,4 % des französischen BIP (40,4 Mrd Euro). Im Vergleich mit dem BIP der Europäischen Union ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte die Region 2006 einen Index von 89,0 (EU-27 = 100).[1]
Schwerpunkt der Wirtschaft ist der Dienstleistungssektor, gefolgt von der Industrie. Die Montanindustrie hat ihre frühere Bedeutung verloren.
Weinbaugebiete befinden sich an der Mosel bei Sierck-les-Bains, Metz und Toul, an der Seille und an der oberen Maas. Der Weinbau im Departement Moselle gehört zum Anbaugebiet Cotes de Moselle und der Anbau im Departement Meurthe-et-Moselle zum Anbaugebiet Cotes de Toul.
In Lothringen gibt es zwei Universitäten, in Nancy und in Metz.
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Regionen in Übersee:
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