| Lobdeburg | ||
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Die Ruine der Lobdeburg, Ansicht aus Richtung Süd (Juli 2005) |
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| Burgentyp: | Hügelburg (obere Lobdeburg); Talhangburg (mittlere Lobdeburg); Niederungsburg, Ortslage (untere Lobdeburg) |
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| Erhaltungszustand: | 1166 erstmals erwähnt | |
| Ständische Stellung: | Ministeriale | |
| Ort: | Lobeda und Bürgel | |
| Geographische Lage | 50° 53′ 26″ N, 11° 37′ 13″ O50.89055555555611.620277777778300Koordinaten: 50° 53′ 26″ N, 11° 37′ 13″ O | |
| Höhe: | 300 m ü. NN | |
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Die Lobdeburg ist eine Burgruine bei Lobeda, einem Ortsteil von Jena.
Den Namen Lobdeburg beanspruchen drei unterschiedliche Bauten, nämlich die obere, mittlere und untere Burg. Als eigentliche Lobdeburg wird die mittlere der drei Burgen angesehen.
Inhaltsverzeichnis |
Die mittlere Lobdeburg liegt auf einem Ausläufer der Wöllmisse, einer Hochebene, zwischen den Orten Lobeda und Bürgel. Von hier aus konnten das mittlere Saaletal, Rodatal und Leutratal überwacht werden. Die obere Lobdeburg, eigentlich nur eine Vorburg zur Abriegelung der Hauptburg von der Hochfläche, ist nur in Form der Reste eines Ringwalls erhalten. Die untere Lodeburg ist heute nicht mehr sichtbar. Sie lag höchstwahrscheinlich am unteren Ende des Marktes. An dessen Stelle ging der Name in der Neuzeit auf das ehemalige Thünaische Gut über, welches heute am nordöstlichen Rand der Ortslage gelegen ist.
Weitere Burgen wurden in unmittelbarer Nähe der Stadt Lobeda, in Kunitz (Kunitzburg), Burgau, sowie über Kahla (Leuchtenburg) errichtet. Auch die Tautenburg scheint eine lobdeburgische Gründung zu sein, zumindest war die Herrschaft Dornburg-Tautenburg im 13. Jahrhundert als Reichslehen in lobdeburgischer Hand.
Die Lobdeburg wurde erstmals 1166 erwähnt. Errichtet wurde die Burg höchstwahrscheinlich durch die vom Kaiser als Ministerialen eingesetzten Herren von Auhausen, die die Burg nach dem Ort Lobeda benannten. Ein Grund dafür waren wohl die guten Erfahrungen, die der Kaiser bereits mit anderen zur Familiengruppe gehörenden Ministerialen in der Gegend gemacht hatte. Kurz darauf nannte sich der hier ansässige Zweig der Familie "von Lobedeburg". 1185 wurde der Bau der Burg abgeschlossen. 1340 kam sie in den Besitz der Wettiner. 1450 eroberte Herzog Wilhelm von Sachsen die Burg im sächsischen Bruderkrieg. Bis 1591 war die Familie Puster im Besitz der Burg. Anschließend begann der Verfall der Anlage und die Steine wurden zum Bau der Saalebrücke bei Burgau verwandt.
Im Zuge des Landesausbaus waren Lobdeburger wahrscheinlich für die planmäßige Anlage der Stadt Jena verantwortlich. In die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts fallen auch die ersten archäologisch gesicherten Funde auf dem Jenaer Altstadtgebiet.
Seit 1912 gibt es die Lobdeburg-Gemeinde 1912 e.V. Der Verein kümmert sich zusammen mit dem Denkmalamt Jena um die Erhaltung und Sanierung der Burg sowie deren Umfeld. Innerhalb des Vereins existiert eine Arbeitsgruppe "Ruine Lobdeburg".[1] Seit der Wiedervereinigung setzten Notsicherungsarbeiten an dem bedeutenden Denkmal romanischer Profanbaukunst ein. So erhielt der Palas ein Stahlkorsett. Neben einigen kleineren Untersuchungen arbeitet der Jenaer Stadtarchäologe Matthias Rupp an einer umfassenden Bauhistorischen Dokumentation der "mittleren" Lobdeburg.
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