| Dieser Artikel beschäftigt sich mit der tibetischen Hauptstadt Lhasa; zu anderen Bedeutungen siehe Lhasa (Begriffsklärung). |
| Staat | Volksrepublik China | ||
| Verwaltungstyp | Bezirksfreie Stadt | ||
| Zeitzone | China Standard Time (CST) UTC+8 (keine Sommerzeit) | ||
| Höhe | 3.650 m | ||
| Fläche | 31.662 km² | ||
| Bevölkerung | 474.499 (2000) | ||
| Bevölkerungsdichte | 14,99 Einwohner/km² | ||
| Postleitzahl | 891 | ||
| Gliederung auf Kreisebene: | 1 Stadtbezirk, 7 Kreise | ||
| Gliederung auf Gemeindeebene: | 6 Straßenviertel, 4 Gemeinden | ||
| Vorwahl | (+86) 891 | ||
| Offizielle Website | www.tibet.gov.cn | ||
| Politik | |||
|---|---|---|---|
| Bürgermeister: | Doje Cezhug | ||
|
29.65305555555691.131388888889
Koordinaten: 29° 39′ N, 91° 8′ O
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Lhasa (tib.: ལྷ་ས་,tib.:lha sa, auch Lasa, chin.: 拉萨, pinyin: Lāsà) ist die Hauptstadt des Autonomen Gebiets Tibet der Volksrepublik China.
Inhaltsverzeichnis |
Lhasa befindet sich im Transhimalaya-Gebirge. Es liegt etwa 3.600 m ü. NN im Tal des Kyi Chu (tib.: skyid-chu), einem Nebenfluss des Yarlung Tsangpo. Die Stadt liegt an dessen nördlichem Ufer und erstreckt sich heute in west-östlicher Richtung über mehr als 10 Kilometer.
Die Geschichte Lhasas geht bis in das 7. Jahrhundert zurück. Damals wurden der Jokhang-Tempel, noch heute das religiöse Zentrum der Altstadt von Lhasa, der Ramoche-Tempel sowie der erste Palast des tibetischen Königs Srongtsen Gampo (reg. 620-649) auf dem roten Hügel (tib.: dmar-po ri) gegründet. Dieser stand dort, wo sich heute der Potala-Palast befindet. Zwei im Potala gelegene Kapellen, die u. a. der großtibetischen Königslinie gewidmet sind, gelten als Überbleibsel dieses Palastes. Im 15. Jahrhundert baute die buddhistische Gelug-Schule mit Sera, Drepung und Ganden drei Klöster in der Umgebung von Lhasa. Im 17. Jahrhundert wurde der Potala-Palast unter Ngawang Lobsang Gyatsho, dem fünften Dalai Lama, auf dem "Roten Hügel" neu erbaut, und auch der Jokhang-Tempel wurde vergrößert.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts unternahmen verschiedene westliche Persönlichkeiten Reisen in die Stadt, darunter Francis Younghusband, Alexandra David-Néel, Heinrich Harrer und Peter Aufschnaiter.
Der Bedeutung des Namens Lhasa wird heute in der Regel mit tibetisch „Götterort“ angegeben. In der Zeit der Yarlung-Dynastie trug dieser Ort den Namen (tib.:) rva-sa, womit eine umzäunte Weide gemeint war. Möglich ist auch die Interpretation „Ziegenweide“. Darin erinnert auch die Bezeichnung dieses Ortes im heutigen Lhasa-Dialekt. Hier wird der Name mit API ɬ ̄ɛ:s ̄a ausgesprochen, was dem Schrifttibetischen „lhas sa“ entspricht. Dies wiederum hat die Bedeutung „umzäunter Ort“ (also = rva sa). Letztendlich ist auch zu beachten, dass tib.: lha auch die Bezeichnung für die als göttlich angesehen tibetischen Könige war, so dass Lhasa zunächst als „Ort der Könige “verstanden wurde und später eine Umdeutung in „Götterort“ erfahren hat.
Es führen Straßen in die Provinzen Sichuan (Chengdu), Qinghai (Xining) und nach Nepal.
Seit der am 1. Juli 2006 erfolgten Fertigstellung der Lhasa-Bahn, mit einem Scheitelpunkt von 5.072 m höchste Eisenbahnstrecke der Welt und dem mit 5.068 Metern höchstgelegenen Bahnhof, ist Lhasa an das chinesische Eisenbahnnetz angeschlossen. Damit verkürzt sich die Reisezeit von Lhasa nach Peking auf ungefähr 50 Stunden.
Der Flughafen von Lhasa liegt 45 km in südlicher Richtung im Kreis Gongkar.
Nach der Tradition des Tibetischen Buddhismus gibt es in Lhasa drei konzentrische Pilgerrouten. Die innerste Route, Nangkhor, umfasst einen Rundgang im Innenhof des Jokhang-Tempels. Die mittlere Route heißt Barkhor und umfasst einen Rundgang um den Jokhang-Tempel sowie weiteren Klöstern und Tempeln in der Altstadt. Die äußerste Route schließlich, Lingkhor, folgt den früheren Stadtgrenzen. Dieser Teil der Altstadt ist heute auch touristisch erschlossen.
Hauptsehenswürdigkeit in Lhasa ist der Potala-Palast, der ehemalige Palast des Dalai Lama.
Das 1999 eröffnete Tibet-Museum zeigt mehr als 30.000 Ausstellungsstücke aus der tibetischen Kultur (vgl. Buddhistische Kunst).
Die 1985 gegründete Tibet-Universität befindet sich in Lhasa.
Nach 1950 wuchs die Einwohnerzahl und die Fläche von Lhasa sprunghaft an. Lebten um 1950 nur 20.000 bis 25.000 Menschen in der Stadt, und dies auf einer Fläche von nur 3 km² vor dem Potala-Palast, und dazu noch 15.000 bis 20.000 Mönche in den umgebenden Klöstern, so sind es heute nahezu 475.000 Menschen. Fast die Hälfte der Bevölkerung Lhasas lebt im Bezirk Thrinkönchü. Dieser Bezirk umfasst den städtischen Bereich Lhasas (d.h. die eigentliche Stadt).
Das Verwaltungsgebiet der Stadt Lhasa, bestehend aus dem Stadtbezirk Thrinkönchü („Innenstadt“) und sieben Kreisen, hat eine Gesamtfläche von 31.662 km² und laut Zensus (2000) 474.499 Einwohner (Bevölkerungsdichte: 14,99 Einwohner/km²).
Die Gesamtbevölkerung von Lhasa (Stadt) betrug im Jahr 2000 521.500 Einwohner. Gemäß der Volkszählung im November 2000 ist die ethnische Verteilung im Stadtgebiet von Lhasa folgendermaßen (Armeeangehörige sind in dieser Zählung ausgenommen):[1]
| Ethnische Gruppen in Lhasa auf der Ebene der bezirksfreien Stadt | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Total | Tibeter | Han-Chinesen | andere | ||||
| Lhasa insgesamt | 474.499 | 387.124 | 81,6% | 80.584 | 17,0% | 6.791 | 1,4% |
| Stadtbezirk Thrinkönchü | 223.001 | 140.387 | 63.0% | 76.581 | 34,3% | 6.033 | 2,7% |
| Kreis Lhündrub Dzong | 50.895 | 50.335 | 98,9% | 419 | 0,8% | 141 | 0,3% |
| Kreis Damshung Dzong | 39.169 | 38.689 | 98,8% | 347 | 0,9% | 133 | 0,3% |
| Kreis Nyemo Dzong | 27.375 | 27.138 | 99,1% | 191 | 0,7% | 46 | 0,2% |
| Kreis Chushur Dzong | 29.690 | 28.891 | 97,3% | 746 | 2,5% | 53 | 0,2% |
| Kreis Tölung Dechen Dzong | 40.543 | 38.455 | 94,8% | 1.868 | 4,6% | 220 | 0,5% |
| Kreis Tagtse Dzong | 24.906 | 24.662 | 99,0% | 212 | 0,9% | 32 | 0,1% |
| Kreis Meldro Gungkar | 38.920 | 38.567 | 99,1% | 220 | 0,6% | 133 | 0,3% |
Volksgruppen im ganzen Stadtgebiet:
| Name des Volkes | Einwohner | Anteil |
|---|---|---|
| Tibeter | 0387.124 | 81,59% |
| Han | 0080.584 | 16,98% |
| Hui | 0004.741 | 01,00% |
| Bai | 0000 271 | 00,06% |
| Tu | 0000 252 | 00,05% |
| Mongolen | 0000 200 | 00,04% |
| Tujia | 0000 184 | 00,04% |
| Bouyei | 0000 173 | 00,04% |
| Sonstige | 0000 970 | 00,20% |
Der Stadtbezirk Thrinkönchü („Innenstadt“ 城关区) hat eine Fläche von 523 km² und laut Zensus aus dem Jahr 2000 223.001 Einwohner; dies bedeutet eine Bevölkerungsdichte von 426,39 Einwohner/km². Volksgruppen im Detail:
| Name des Volkes | Einwohner | Anteil |
|---|---|---|
| Tibeter | 0140.387 | 62,95% |
| Han | 0076.581 | 34,34% |
| Hui | 0004.429 | 01,99% |
| Tu | 0000 249 | 00,11% |
| Bai | 0000 248 | 00,11% |
| Tujia | 0000 179 | 00,08% |
| Mongolen | 0000 145 | 00,07% |
| Miao | 0000 101 | 00,05% |
| Sonstige | 0000 682 | 00,31% |
Lhasa (Lasa) | Nagqu (Naqu) | Ngari (Ali) | Nyingchi (Linzhi) | Qamdo (Changdu) | Shannan (Shannan) | Xigazê (Rikaze)
Autonomes Gebiet Tibet: Lhasa | Nagqu | Qamdo | Shannan | Xigazê | Ngari | Nyingchi
In der Provinz Qinghai: Haibei | Hainan | Haixi (Mongolen und Tibeter) | Huangnan | Golog | Yushu
In der Provinz Sichuan: Garzê | Ngawa (Tibeter und Qiang) | Muli
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