| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Saale-Holzland-Kreis | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Dornburg-Camburg | |
| Höhe: | 260 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,1 km² | |
| Einwohner: | 777 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 64 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 07778 | |
| Vorwahl: | 036425 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SHK | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 74 051 | |
| Gemeindegliederung: | Hauptort und 3 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Dorfstr. 36 07778 Lehesten |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Michael Döring | |
Lehesten ist eine Gemeinde im Norden des Saale-Holzland-Kreises und Teil der Verwaltungsgemeinschaft Dornburg-Camburg. Die Gemeinde gliedert sich Ortsteile Altengönna im Westen, Lehesten im Zentrum, Nerkewitz im Nordosten und Rödigen im Osten.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde Lehesten liegt im Bereich des Gönnatals und gehört zur Landschaft der Saaleplatte. Von der Holzecke kommend durch Altengönna, Lehesten und Nerkewitz und weiter nach Dornburg verläuft die Landstraße L 2301 und von Lehesten nach Rödigen weiter nach Jena die Kreisstraße K 150. Die Stadt Jena liegt ca. 8,5 km entfernt und Nach Weimar sind es 25 km. Die nächstgelegene Bundesstraße ist die B 88 6,5 km östlich im Saaletal und die nächste Autobahn die A 4 14 km südlich.
Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn die Gemeinde Saaleplatte mit dem Ortsteil Stobra im Norden, zum Landkreis Weimarer Land, Hainichen mit dem Ortsteil Stiebritz im Nordosten und Neuengönna im Osten, zum Saale-Holzland-Kreis, sowie die kreisfreie Stadt Jena mit den Ortsteilen Closewitz im Süden und Krippendorf im Westen.
Die Landschaft ist größtenteils geprägt durch die großen, meist fruchtbaren Ackerflächen des oberen Gönnatals und der Ilm-Saale-Platte. Nördlich von Lehesten und Altengönna liegt das Gefilde, eine nahezu ebene Hochfläche mit guten Bodenverhältnissen. Waldgebiete finden sich im Bereich des Nerkewitzer Grunds sowie jeweils südlich von Lehesten (Stein- und Lohholz) und Altengönna (Pfarrholz oder Altengönnaer Holz genannt). In den feuchten Niederungen der Bäche, vor allem um Nerkewitz und nordöstlich von Lehesten befinden sich Wiesen. Der von den Hauptverkehrswegen weitgehend abgelegene Nerkewitzer Grund ist durch einen Wechsel von Wald und Wiesenflächen geprägt und bildet ein günstiges Ausflugsziel und Naherholungsgebiet.
Durch das Gemeindegebiet sowie durch die Orte Altengönna, Lehesten und Nerkewitz fließt der Gönnerbach, welcher bei Vierzehnheiligen entspringt und bei Neuengönna in die Saale mündet. Zwischen Nerkewitz und Lehesten wird der Gönnerbach zu einem Stausee, dem Speicher Nerkewitz oder Nerkewitzer Stausee aufgestaut.
Das Gemeindegebiet gehört größtenteils dem oberen Muschelkalk an. An einigen Stellen, besonders auf den Höhen, befinden sich fruchtbare Lössablagerungen. Andere kleinere Flecken gehören zum unteren oder mittleren Keuper. Die höchsten Erhebungen bilden die Höhen nahe dem Plattenberg im Südosten mit ca. 359 m ü. NN, der Dornberg im Südwesten mit 383 m ü. NN sowie die Hochfläche im Norden mit ungefähr 310 m ü. NN.
Im Herbst 1979 stieß man beim Bau der Staumauer des Stausees auf zahlreiche steinzeitliche Funde, wie Grabreste bzw. Grabanlagen, die Überreste eines bandkeramischen Hauses und Scherben, welche auf die Zeit von ca. 3500 bis 2000 v. Chr. datiert wurden. Diese und auch andere Fundstellen zeugen davon, dass das Gebiet der heutigen Gemeinde schon damals besiedelt war.
Alle heutigen Gemeindeorte waren für viele Jahrhunderte im Besitz des Deutschritterordens, der dem kursächsischen Amt Eckartsberga einbezirkt war. Die Dörfer Altengönna und Rödigen gehörten zur Kommende Lehesten, während Nerkewitz der Kommende Zwätzen zugeordnet war. Nach der Ordensauflösung 1809 fiel das Gemeindegebiet 1815 an das neu geschaffene Amt Zwätzen im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach und 1816 schließlich an das Amt Jena.
Lehesten wurde erstmals im Jahre 1200 erwähnt. Der Ortsname leitet sich von dem slawischen Wort „Lescina“ ab, welches Haselgebüsch bedeutet.[2]
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Von der einstigen, in der Mitte des Ortes liegenden Wasserburg zeugen mehrere, teils umgebaute Teile wie der Burgturm, die ehemalige Burgkapelle und heutige Dorfkirche sowie einige Teiche. Seit 1200 war die Burg im Besitz der Herren von Isserstedt. Später als Lehen der Burggrafen von Kirchberg wurde sie 1304 durch die Erfurter zerstört. Danach gelangte die Burg in Besitz der Herren von Mellingen, die sie von den Wettinern als Lehen erhalten hatten. 1502 kam die Anlage an den Deutschen Ritterorden, wodurch sie 1507 Sitz einer Kommende wurde.[4] Nach der Auflösung des Ordens 1809 gelangte die Burg an das Königreich Sachsen und im Jahre 1815 an das Großherzogtum Sachsen-Weimar. Die Burganlage wurde wohl ursprünglich rechteckig angelegt, aber durch die Zerstörung und mehrere Umbaumaßnahmen stark verändert.[5]
Westlich von Lehesten befinden sich die zentralen Einrichtungen der Gönnatal-agrar e.G., dem größten Arbeitgeber im Gebiet des Gönnatals.
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