| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Unterallgäu | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Illerwinkel | |
| Höhe: | 631 m ü. NN | |
| Fläche: | 8,07 km² | |
| Einwohner: | 1199 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 149 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 87763 | |
| Vorwahl: | 08394 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MN | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 78 164 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Deybachstraße 2 87763 Lautrach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Arthur Dorn (CSU/Unabhängige Wählergem.) | |
| Lage der Gemeinde Lautrach im Landkreis Unterallgäu | ||
Lautrach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Illerwinkel.
Inhaltsverzeichnis |
Der Ort liegt zwischen 601 und 631 Meter ü. NN auf einer Bergnase zwischen der Lautrach und Iller etwa 15 Kilometer südlich von Memmingen und 32 Kilometer nördlich von Kempten in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.
Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Lautrach.
Zur Gemeinde Lautrach gehören unter anderem die Orte Lautrach, Dilpersried, Neuwelt, Schnall, Schrofen und Wigelis.
Der erste bekannte Name der Siedlung ist Luteraha von allemannisch ach = Bach und lauter = klar, rein, sauber.
Lautrach wurde im Jahre 840 das erste Mal urkundlich erwähnt. Der Ort hatte einen der ältesten Rittersitze in Schwaben. Der mittelalterliche Burgstall Altenlauternach war seit 1164 Sitz des Heinrich von Lauternach. 1337 wurde er an die Schellenberger abgetreten. Von 1417 bis 1609 hatten ihn die Herren von Landau inne. 1609 kam die Herrschaft an die pfälzischen Herren von Muggenthal. Im Dreißigjährigen Krieg wütete die Pest in Legau (1628/30). Die Schweden marschierten 1632 ein, plünderten und brannten das Dorf teilweise nieder. 1641 verkaufte der Graf von Muggenthal aus Not das Dorf an das Stift von Kempten. Dort blieb es bis zur Säkularisation. Mittlerweile führt der Iller-Radweg durch das Lautracher Gemeindegebiet.
Ab 1781 ließ der Fürstabt von Kempten, Honorius Roth von Schreckenstein, in dreijähriger Bauzeit das Schloss Lautrach als Propstei und Jagdschloss errichten, als Ersatz für das abgebrannte alte Schloss. 1803 wird Bayern der neue Besitzer des Schlosses. 1805 wird es an den französischen Grafen Firmas-Perier versteigert. Ihm verdankt das Schloss die den kleinen Theatersaals mit den wertvollen handbedruckten Bildtapeten aus der Tapetenmanufaktur Dufour, Paris. Nach dem Tod von Firmas-Perier, wird das Schloss 1831 an den Freiherrn von Speth verkauft. Beide Schlösser erwarb 1838 der katholische Priester Josef Deybach mit Unterstützung des Barons Vequel auf Kronburg. Er eröffnet mit seiner Schwester eine Erziehungsanstalt für höhere Töchter. 1840 wird auch ein Knabeninstitut im alten Schloss eröffnet. Die beiden Institutionen wurden weit über die Grenzen des Landes bekannt. 1889 erwarben die Wagnerschen Anstalten von Dillingen das Erbe Daybachs. Von 1921 bis 1931 war das neue Schloss im Besitz von Hermann Anschütz-Kaempfe, dem Polarforscher und Erfinder des Kreiselkompasses. In einem Brief an Albert Einstein schreibt er:
(...) Wissen Sie schon, dass ich für die Universität hier in nächster Nähe Ihrer Heimat ein verträumtes altes Schloss erworben habe, das allen Freunden von der philosophischen Fakultät in erster Linie offen stehen soll. Da dürfen Sie nicht fehlen. Wir wollen im nächsten Sommer womöglich im August, wenn es meine Arbeit zulässt, zum erstenmal dorthin. Die Gegend ist so unbereist von Berliner, wie es in Bayern nur denkbar ist. Schloss und Grund ist in Lautrach bei Memmingen. (...)[1]
Nach seinem Tod vermachte er es an die Ludwig-Maximilians-Universität München, die es 1966 an die Wagnerschen Anstalten von Dillingen (heute Regens-Wagner-Stiftung verkauften. 1989 wurde das Schloss Lautrach zu einem Managementzentrum und Tagungshotel umgebaut. Es ist heute im Besitz der Industrie- und Handelskammer Schwaben und des Kolping-Bildungswerks der Diözese Augsburg.
Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 996, 1987 dann 1.085 und im Jahr 2000 1.151 Einwohner gezählt.
Bürgermeister ist Arthur Dorn (CSU/Unabhängige Wählergemeinschaft).
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 455.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 102.000 Euro.
Beschreibung: Durch einen schräglinken silbernen Wellenbalken geteilt von Rot und Blau; oben ein linksgewendeter goldener Hirschkopf, unten ein schmaler, schräglinker silberner Wellenbalken.
Es gab 1998 im produzierenden Gewerbe 34 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 318 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 330. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 14 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 388 Hektar, davon waren 330 Hektar Dauergrünfläche
Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:
Amberg | Apfeltrach | Babenhausen | Bad Grönenbach | Bad Wörishofen | Benningen | Böhen | Boos | Breitenbrunn | Buxheim | Dirlewang | Egg a.d.Günz | Eppishausen | Erkheim | Ettringen | Fellheim | Hawangen | Heimertingen | Holzgünz | Kammlach | Kettershausen | Kirchhaslach | Kirchheim i.Schw. | Kronburg | Lachen | Lauben | Lautrach | Legau | Markt Rettenbach | Markt Wald | Memmingerberg | Mindelheim | Niederrieden | Oberrieden | Oberschönegg | Ottobeuren | Pfaffenhausen | Pleß | Rammingen | Salgen | Sontheim | Stetten | Trunkelsberg | Türkheim | Tussenhausen | Ungerhausen | Unteregg | Westerheim | Wiedergeltingen | Winterrieden | Wolfertschwenden | Woringen
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