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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Stadt Laupheim. Für eine Beschreibung des gleichnamigen Asteroiden mit der Bezeichnung (7167) Laupheim siehe Laupheim (Asteroid). |
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Tübingen | |
| Landkreis: | Biberach | |
| Höhe: | 528 m ü. NN | |
| Fläche: | 61,78 km² | |
| Einwohner: | 19 412 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 314 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 88471 | |
| Vorwahl: | 07392 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BC | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 26 070 | |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1 88471 Laupheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Monika Sitter | |
| Lage der Stadt Laupheim im Landkreis Biberach | ||
Laupheim ist eine Stadt im Landkreis Biberach in Oberschwaben (Baden-Württemberg, Deutschland). Sie liegt im Norden des Kreisgebiets und ist nach der Kreisstadt Biberach an der Riß die zweitgrößte Stadt des Kreises. Sie bildet ein Mittelzentrum.
Inhaltsverzeichnis |
Laupheim liegt rund 20 km süd-südwestlich von Ulm. Die Kernstadt wird in Nord-Süd-Richtung von einem Abschnitt der Rottum durchflossen, die etwas weiter nördlich in den von Süden kommenden Donau-Nebenfluss Dürnach mündet. Die westlichen Stadtteile Ober- und Untersulmetingen liegen an einem solchen des Donau-Nebenflusses Riß, der ost-nordöstliche Stadtteil Bihalfingen befindet sich an der Schmiehe.
Laupheim besteht neben der gleichnamigen Kernstadt aus diesen Stadtteilen: Baustetten, Bihlafingen, Obersulmetingen und Untersulmetingen. Der Stadtteil Bihlafingen liegt in einer Exklave.
An das Gebiet der Stadt Laupheim grenzen die Gemeinde Achstetten im Norden, die zur Stadt Ehingen gehörenden Dörfern Rißtissen und Kirchbierlingen im Nordwesten, die zur Gemeinde Schemmerhofen gehörenden Dörfer Ingerkingen und Schemmerberg im Westen und Südwesten, die Gemeinde Mietingen im Süden und Südosten und die Gemeinde Burgrieden im Osten.
Im Jahr 778 wird der Ort als „Loubhaim“ erstmals schriftlich erwähnt. Laupheim war der Hauptort des Rammachgaus. 926 wird es von den Ungarn zerstört. Im 12. Jahrhundert kam es in den Besitz der Truchsessen von Waldburg, die den Ort 1331 an die Habsburger verkauften. Die österreichischen Habsburger verpfändeten 1362 Laupheim an die Herren von Ellerbach, blieben aber bis 1805 Landesherren. 1434 wird der Gemeinde durch Kaiser Sigismund das Marktrecht und Ritter Burkhard von Ellerbach die Halsgerichtsbarkeit verliehen. Während der Bauernkriege zerstört 1525 der „Baltringer Haufen“ das Schloss, nach Ende der Auseinandersetzungen wird es wieder aufgebaut. Nach dem Aussterben der Ellerbacher belehnt Österreich 1582 die Reichsfreiherren von Welden mit Laupheim, diese gründen bereits zwei Jahre später die erste Schule der Gemeinde. Mit der Neuordnung Deutschlands aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses kommt die Stadt 1806 zum Königreich Württemberg, wo sie zunächst zum Oberamt Wiblingen gehört. Erst 1836 wird die Leibeigenschaft abgeschafft. Statt Wiblingen wird 1845 Laupheim Sitz des Oberamts, das Oberamt Laupheim heißt. Laupheim erhält 1869 die Stadtrechte.
siehe auch Burg Bihlafingen, Wasserburg Bihlafingen, Burg Laupheim
Bereits im 10. Jahrhundert ist eine Pfarrkirche in Laupheim nachgewiesen, noch heute ist die Stadt überwiegend römisch-katholisch geprägt. Ferner existiert in Laupheim das Dreifaltigkeitskloster der Steyler Missionsschwestern. Seit 1845 gibt es eine evangelische Gemeinde.
Die 1724 gegründete Jüdische Gemeinde Laupheim erreichte um 1869 mit 843 Personen ihre höchste Mitgliederzahl und war zeitweise die größte jüdische Gemeinde Württembergs, nahm jedoch danach durch Ab- und Auswanderung kontinuierlich ab. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 flohen 126 von vormals 235 jüdischen Einwohnern ins Ausland. Die meisten von ihnen nach der sogenannten Reichspogromnacht im November 1938. Im folgenden Jahr wurden die noch verbliebenen jüdischen Bürger innerhalb Laupheims zwangsumgesiedelt und schließlich in den Jahren 1941 und 1942 in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Nach dem letzten von vier Transporten am 19. August 1942 hörte die jüdische Gemeinde in Laupheim auf zu existieren. 62 jüdische Laupheimer wurden verschleppt und ermordet. Nur zwei überlebten.
Historische Wappen der früheren Gemeinden
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Baustetten |
Bihlafingen |
Untersulmetingen |
Obersulmetingen |
| Amtsjahre | Name |
|---|---|
| 1838–1850 | Johann Gottfried Brigel |
| 1850–1872 | Franz Seraph Müller |
| 1872–1880 | Konrad Hepperle |
| 1880–1882 | Heinrich Hepperle |
| 1883–1924 | Johannes Schick |
| 1924–1934 | Franz Konrad |
| 1934–1945 | Ludwig Marxer |
| 1945–1946 | Adolf Scheffold |
| 1946 | Josef Hyneck |
| 1946–1949 | Karl Wiest |
| 1949–1963 | Alfons Hagel |
| 1963–1966 | vakant |
| 1966–2002 | Otmar Schick |
| seit 2002 | Monika Sitter |
Bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab sich bei insgesamt 27 Gemeinderäten folgende Sitzverteilung:
| Partei | Stimmen | +/- | Sitze | +/- |
| FW | 36,5 % | (-3,8) | 10 | (-2) |
| CDU | 34,7 % | (-2,5) | 10 | (-2) |
| SPD | 14,6 % | (-1,8) | 4 | (-1) |
| Offene Liste | 11,7 % | (+8,0) | 3 | (+2) |
| FDP | 2,4 % | (±0,0) | 0 | (0) |
Franz Pfender war von 1946 bis 1952 Landtagsabgeordneter des damaligen Bundeslandes Württemberg-Hohenzollern. Er gehörte dem Deutschen Bundestag in dessen erster Legislaturperiode (1949–1953) an.
Blasonierung: Geteilt und oben gespalten von Grün mit silbernem Balken und Rot; unten in Silber aus goldenem Dreiberg wachsend drei grüne Laubzweige.
Die Schilde stammen von Sebastian Röttinger, Comes palatinus und Stadtherr in Nördlingen (1596). Der obere rechte Teil zeigt das Schild der Welden-Familie, da diese Familie die Stadt im Zeitraum 1570-1840 regiert hat. Die Hügel symbolisieren, dass die Stadt auf Hügeln um die Riss gelegen ist [2].
Laupheim pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu Feyzin in Frankreich und Neustadt an der Orla in Thüringen.
Die Kernstadt von Laupheim wird im Westen von der vierspurigen Bundesstraße 30 (Ulm–Friedrichshafen) begrenzt. Laupheim ist durch drei Anschlussstellen an die B30 angebunden: "Achstetten" (im Norden), "Laupheim-Mitte" und "Laupheim-Süd". Es ist geplant, diese Bundesstraße zur Bundesautobahn 89 auszubauen.
Die Württembergische Südbahn Ulm–Friedrichshafen führt 2 km entfernt am Stadtrand vorbei - vom Bahnhof Laupheim (West) führt eine Stichstrecke nach Laupheim (Stadt). Diese Stichbahn war früher Teil einer Verbindung nach Schwendi und wurde nach einer Stilllegung im Jahr 1999 bis zum vollständig sanierten Stadtbahnhof wieder in Betrieb genommen. (Siehe dazu auch den Spezialartikel Bahnstrecke Laupheim West–Schwendi). Inzwischen ist eine weitere Verbindung vom Stadt- zum Westbahnhof geplant, um die von Ulm über Laupheim Stadt fahrenden Züge ohne Umweg Richtung Biberach an der Riß weiter fahren lassen zu können. Diese Verbindung ist allerdings erst in der Planungsphase.
Die Stadt gehört dem Donau-Iller-Nahverkehrsverbund an.
Hauptartikel: Heeresflugplatz Laupheim
Laupheim ist Standort des Mittleren Transporthubschrauberregiments 25 "Oberschwaben" der Heeresflieger. Der Standort wurde 1964 gegründet und befindet sich auf einem Gelände, welches vor und während des 2. Weltkriegs als Luftwaffenstützpunkt genutzt wurde. Seit dem 21. Juni 1989 trägt der Flugplatz den Namen Kurt-Georg-Kiesinger-Kaserne. Zur medizinischen Versorgung gibt es am Standort auch noch ein Sanitätszentrum.
Das Mittlere Transporthubschrauberregiment 25 (Oberschwaben) verfügt über Sikorsky CH-53 (mittlere Transporthubschrauber) und Bölkow Bo 105M (VBH Ausführung, Verbindungs- und Beobachtungs-Hubschrauber).
Bis Anfang der 90er Jahre wurden die Heeresflieger aus Laupheim nur innerhalb des NATO-Gebiets eingesetzt, so bei Katastropheneinsätzen in Italien, Griechenland, in den französischen Pyrenäen, in den Lawinengebieten der Alpen und während Manöver auf dem Gebiet NATO-Verbündeter, seitdem jedoch auch im Rahmen von UN- und NATO-Einsätzen außerhalb des NATO-Gebiets, zuerst in Irak nach dem Zweiten Golfkrieg, danach auf dem Balkan als Teil der multinationalen Friedenstruppen IFOR, KFOR, SFOR und EUFOR, sowie zuletzt in Afghanistan als Teil von ISAF.
Mit insgesamt ungefähr 1.600 Arbeitsplätzen ist der Heeresfliegerflugplatz der größte Arbeitgeber Laupheims.
In Laupheim bestehen folgende kommunale Schulen: Carl-Laemmle-Gymnasium, Friedrich-Adler-Realschule, Friedrich-Uhlmann-Schule (Haupt- und Werkrealschule), Grund-, Haupt- und Werkrealschule Obersulmetingen, Ivo-Schaible-Grund- und Hauptschule, Anna-von-Freyberg-Grundschule, Grundschule Bronner Berg, Gemeinschaftsgrundschule Rot-Bihlafingen, Grundschule Untersulmetingen und die Wieland-Förderschule. Außerdem gibt es die Kilian-von-Steiner-Schule als Kreisberufsschule.
Angehende Grund- und Hauptschullehrer werden am Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Laupheim ausgebildet. Außerdem verfügt Laupheim über eine Volkshochschule.
Laupheim liegt an der Hauptroute der Oberschwäbischen Barockstraße:
Das von der Volkssternwarte Laupheim e. V. auf ehrenamtlicher Basis betriebene astronomische Bildungszentrum vereint Sternwarte und Planetarium unter einem Dach. Der Verein existiert seit 1975 und betreibt seit 1990 das Planetarium.
Die unterhaltsamen und informativen Sternenshows des Planetariums finden jährlich bei rund 40.000 Besuchern Zuspruch. Die Programme werden von Vereinsmitgliedern komplett selbst produziert und wechseln etwa alle drei Monate. Mit den Teleskopen der Sternwarte steht der Öffentlichkeit der Blick ins All offen. Sonderprogramme, Vorträge und Jugendarbeit runden das Programm ab.
Zu Ehren der Volkssternwarte wurde 1999 der Asteroid 7167 Laupheim, 1985 von Carolyn Shoemaker entdeckt, nach der Stadt benannt.
Das Museum zur Geschichte von Christen und Juden im Schloss Großlaupheim stellt auf eindrückliche Weise das Zusammenleben der Jüdischen Gemeinde Laupheim, der ehemals größten jüdischen Gemeinde Württembergs, mit den Christen in Laupheim dar.
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