Lasur bezeichnet einen durchsichtigen oder durchscheinenden Überzug bei Holz, auch bei Keramik und Malereien, bzw. einen dünnen Aufstrich aus lichtdurchlässiger Farbe oder anderen Materialien (z. B. Aquarellfarbe, Ölfarbe oder Tempera). Lasieren bezieht sich primär auf filmbildende Schichten Bindemittel, dieselbe Technik in wässriger Technik ist das Lavieren.
Nicht zu verwechseln damit ist die Glasur, die „glasartigen“ oder „glasigen“ Oberflächenbeschichtung.
Oftmals wird der Begriff Lasur im Zusammenhang mit Holz genannt. Man spricht dann auch von Holzschutzlasuren und unterscheidet hier zwischen Dünnschicht- und Dickschichtlasur.
Ein Überarbeiten von Dünnschichtlasur mit Dickschichtlasur ist möglich und üblich, umgekehrt nicht.
Von der Industrie werden mittlerweile Produkte angeboten, die eine Mischform von Dünn- und Dickschichtlasur bilden. Verarbeitungskomfort und dekorative Oberflächenbeschaffenheit werden hier mit der imprägnierenden und färbenden Wirkung kombiniert.
Dünnschichtlasur ist fast immer lösemittelhaltig im Sinne von anderen Lösemitteln als Wasser. Dickschichtlasur kann sowohl lösemittelhaltig als auch wasserbasiert sein. Beide Formen haben die gleichen lasierenden und schützenden Eigenschaften, unterscheiden sich aber in der Verarbeitung.
Ökologische und gesunde Varianten basieren auf Leinöl und sind mit natürlichen Farbpigmenten versetzt. Die damit behandelten Oberflächen haben den Vorteil, dass die offenporig sind. Dadurch können sie Feuchtigkeit der Raumluft aufnehmen und wieder abgeben, sie regulieren also das Raumklima und sorgen mit für die optimale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen. Durch die Verwendung natürlicher Farbpigmente ist die Farbauswahl eingeschränkt.
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