Landsberg (Saalekreis)


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Landsberg
Landsberg (Saalekreis)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Landsberg hervorgehoben
51.53333333333312.16666666666797
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Saalekreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Östlicher Saalkreis
Höhe: 97 m ü. NN
Fläche: 99,74 km²
Einwohner:

11.828 (31. Dez. 2008)[1]

Bevölkerungsdichte: 119 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 06186–06188
Vorwahl: 034602
Kfz-Kennzeichen: SK
Gemeindeschlüssel: 15 0 88 195
Stadtgliederung: 8 Ortschaften
Adresse der Stadtverwaltung: Köthener Str. 2
06188 Landsberg
Webpräsenz: www.stadt-landsberg.de
Bürgermeister: Olaf Heinrich
Lage der Stadt Landsberg im Saalekreis
Halle (Saale) Burgenlandkreis Landkreis Mansfeld-Südharz Salzlandkreis Landkreis Anhalt-Bitterfeld Thüringen Sachsen-Anhalt Sachsen Angersdorf Bad Dürrenberg Bad Lauchstädt Barnstädt Brachwitz Braschwitz Braunsbedra Döblitz Domnitz Farnstädt Leuna Gimritz Hohenthurm Salzatal Kabelsketal Landsberg Leuna Löbejün Merseburg Mücheln Nauendorf Nemsdorf-Göhrendorf Neutz-Lettewitz Obhausen Peißen Petersberg Plötz Querfurt Rothenburg (Saale) Schkopau Schraplau Steigra Teutschenthal Schkopau Wettin SalzatalKarte
Über dieses Bild

Landsberg ist eine Stadt im Saalekreis in Sachsen-Anhalt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Landsberg liegt im Städtedreieck Halle, Leipzig, Bitterfeld-Wolfen. Bis Halle (Saale) sind es ca. 19 km in südwestlicher Richtung. Leipzig liegt ca. 25 km südöstlich von Landsberg und bis Bitterfeld-Wolfen sind es in nördliche Richtung ca. 15 km.

Ortsteile

Ortsteile

  • Ortschaft Landsberg mit Gollma, Gütz, Reinsdorf und der Stadt Landsberg
  • Ortschaft Niemberg mit Eismannsdorf
  • Ortschaft Oppin mit Maschwitz
  • Ortschaft Queis mit Klepzig, Kockwitz, Queis und Wiedersdorf
  • Ortschaft Reußen mit Reußen und Zwebendorf
  • Ortschaft Schwerz mit Kneipe und Dammendorf
  • Ortschaft Sietzsch mit Bageritz, Lohnsdorf und Sietzsch
  • Ortschaft Spickendorf mit Spickendorf und Wölls-Petersdorf[2]

Geschichte

Die ältesten Spuren einer Besiedlung stammen aus der Jungsteinzeit, die erste urkundliche Erwähnung findet sich 961 als „civitas holm“ in einer Urkunde Otto I. Im Jahre 1579 wurde Landsberg durch die sächsischen Herzöge das Stadtrecht verliehen. Von einer vormals vorhandenen Burg sind mit Ausnahme einer Doppelkapelle (s. u.) keine Überreste mehr vorhanden.

Einwohnerentwicklung

Diagramm zur Bevölkerungsentwicklung

Nicht mit aufgenommen in die nebenstehende Abbildung wurden folgende Werte: 1574 zählt Landsberg 30 Ackerbürger sowie 37 Bürger ohne Acker. 1600 sind 75, 1668 89 besessene Mann angegeben. 1694 erzählt die Bevölkerungsstatistik von 88 Wirten und 18 Hausgenossen, 1726 von 111 Bürgern und 16 Hausgenossen. 1738 zählt man 113 Bürger und 12 unangesessene Bürger. 1779 und 1790 befinden sich jeweils 388 Einwohner unter 10 Jahren in Landsberg.[3] Der vergleichsweise starke Anstieg 1953 ergibt sich teilweise aus der Eingemeindung von Gollma, Gütz und Reinsdorf. Ähnliches gilt für die Bevölkerungszahl 2005, die auch die neu in die Stadt gekommenen Gemeinden Reußen, Queis, Sietzsch und Spickendorf beinhaltet.

Politik

Die Stadt Landsberg ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Östlicher Saalkreis.

Bürgermeister

Hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt ist Olaf Heinrich. Er wurde am 29. August 2004 wiedergewählt.

Wappen

Das Stadtwappen zeigt zwei blaue Pfähle auf goldenem Grund.

Siehe auch: Landsberger Pfähle

Wappen von Gütz

Wappen von Gütz

Das Wappen wurde am 15. September 1937 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen.

Blasonierung: „In Blau ein goldener Hammer, dessen roter Stiel mit einer quergelegten, goldenen, altgermanischen Schmuckspange (Fibel) belegt ist.“

Im Dorfe befindet sich der Teufelsstein, ein altgermanischer Opferstein, der ursprünglich wohl dem Donar heilig war, daher der Hammer. Hammer und Spange befinden sich so auf einem neben dem Teufelsstein stehenden Gedenkstein und gelten als Wahrzeichen der Gemeinde, auf deren besonderen Wunsch sie ins Wappen aufgenommen sind.

Das Wappen wurde von dem Magdeburger Staatsarchivrat Otto Korn gestaltet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Das weithin sichtbare Wahrzeichen von Landsberg ist die romanische Doppelkapelle St. Crucis auf dem Kapellenberg. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist Überrest der Burg Landsberg.

Die Kirche der Stadt, St. Nicolai, stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert.

Auf dem historisch gestalteten Marktplatz befinden sich das Rathaus aus dem 18. Jahrhundert sowie eine rekonstruierte kursächsische Postdistanzäule.

Sport

  • Felsenbad Landsberg
  • Handballverein/ SG Queis
  • Tischtennisverein
  • Fußballverein
  • Kampfsportclub Randori
  • Anglerverein

Museen

  • Museum Bernhard Brühl
  • Museum in der Doppelkapelle

Musik

  • Freilichtbühne (Konzerte und Volksfeste)

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Eine Brauerei braut in Landsberg Bier (Landsberger). Es existiert des Weiteren ein großes Gewerbegebiet, in welchem sich Firmen wie zum Beispiel Rossmann, PaKo, Dachser, Jungheinrich und Mäc-Geiz angesiedelt haben. Ein weiteres großes Gewerbegebiet mit großen Firmen wie dem Rewe Zentrallager, IGEPA Papiergroßhandel befindet sich im Ortsteil Queis direkt an der A14, Abfahrt Halle-Ost.

Verkehr

Landsberg liegt nah der Bundesstraße 100, welche von Halle Richtung Bitterfeld führt. Über die Bundesstraße besteht Zufahrt zu Anschlussstellen der A 9 (MünchenBerlin) und A 14 (Peissen), sowie über die Anschlussstelle A 14 Halle Ost zum Gewerbepark Queis und den südlichen Ortsteilen.

Die Stadt liegt an den beiden Eisenbahnstrecken Halle–Bitterfeld und Halle–Cottbus, es bestehen die drei Bahnhöfe Landsberg (Halle), Landsberg Süd (Halle) und Reußen.

Bildung

Landsberg verfügt weiterhin über einen Schulkomplex mit Grundschule, Haupt- und Sekundarschule, Gymnasium und der Sonderschule „Regenbogen“ für geistig behinderte Schüler.

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt - Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen; Stand: 31. Dez. 2008 (PDF; 789 KB) (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung §1 zzgl. letzter Eingemeindungen
  3. Vgl. Rolf Kutscher, Geschichte der Stadt und Burg Landsberg (1. Teil), Landsberg 1961, S. 87–89, der aber selbst keine Quellenbelege für die Zahlen nachweist.

Literatur

  • Johann Gottlob Horn, Umbständlicher Bericht von dem alten Osterländischen Marggraffthum Landsberg, Dresden/Leipzig 1725.
  • Friedrich Adolf Beck, Geschichte der Burg Landsberg bei Halle in ihren Trümmern und Ueberresten, Halle 1824.
  • Waldemar Giese, Die Mark Landsberg bis zu ihrem Übergang an die brandenburgischen Askanier im Jahre 1291, Berlin 1918.
  • Rolf Kutscher, Geschichte der Burg und Stadt Landsberg, Landsberg 1961.
  • Gottfried Sehmsdorf, Gunter George, Die Doppelkapelle auf der Burg Landsberg, Landsberg 1989.

Weblinks







stock | retire | vm
Why are we here?
All text is available under the terms of the GNU Free Documentation License
This page is cache of Wikipedia. History