| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Niedersachsen | ||
| Verwaltungssitz: | Stadthagen | ||
| Fläche: | 675,59 km² | ||
| Einwohner: | 164 172 (31. Dez. 2007) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 243 Einwohner je km² | ||
| Kfz-Kennzeichen: | SHG | ||
| Kreisschlüssel: | 03 2 57
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| Kreisgliederung: | 38 Gemeinden | ||
| Adresse der Kreisverwaltung: | Jahnstraße 20 31655 Stadthagen |
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| Webpräsenz: | |||
| Landrat: | Heinz-Gerhard Schöttelndreier (SPD) | ||
| Lage des Landkreises Schaumburg in Niedersachsen | |||
Der Landkreis Schaumburg ist ein Landkreis im mittleren Niedersachsen. Er grenzt im Westen an den nordrhein-westfälischen Kreis Minden-Lübbecke, im Norden an den Landkreis Nienburg/Weser, im Osten an die Region Hannover, im Süden und Südosten an den Landkreis Hameln-Pyrmont und im Südwesten an den nordrhein-westfälischen Kreis Lippe.
Inhaltsverzeichnis |
Im Süden ist die Landschaft vom Weserbergland (Harrl, Süntel, Bückeberg, Deister und Schaumburger Wald) geprägt. Im Norden, wo die Norddeutsche Tiefebene beginnt, liegt der Naturpark Steinhuder Meer. Im Westen an der Weser liegt die zum Nachbarkreis Minden-Lübbecke gehörende Porta Westfalica, die nur wenige Kilometer von der Kreis- und Landesgrenze entfernt liegt. Im Osten profitiert Schaumburg von der Nähe zur Landesmetropole Hannover.
Im Norden beginnend im Uhrzeigersinn grenzt der Landkreis Schaumburg an den Landkreis Nienburg/Weser, die Region Hannover, den Landkreis Hameln-Pyrmont und die beiden nordrhein-westfälischen Kreise Lippe und Minden-Lübbecke.

Am 10. September 2006 wurde ein neuer Kreistag gewählt:
SPD und FDP sowie Grüne und WIR bilden jeweils eine Gruppe.
Landrat ist seit 1. Oktober 1998 Heinz-Gerhard Schöttelndreier (SPD). Er wurde am 10. September 2006 mit 65,5% der gültigen Stimmen für weitere acht Jahre gewählt.
Blasonierung: „In rotem Feld mit blauem Saum ein silbernes Nesselblatt.“
(Das Wahrzeichen des Landkreises, die Schaumburg, im Mittelalter der Stammsitz der Schaumburger Grafen, steht auf dem Nesselberg im Ortsteil Schaumburg der Stadt Rinteln.)
Um kulturelle Belange kümmert sich die Schaumburger Landschaft.
Im Kreisgebiet hat der Dienstleistungssektor den größten Anteil am Bruttoinlandsprodukt. Daneben spielt, wegen der Landschaft und der historischen Bebauung, der Tourismus eine große Rolle. Überregional bekannte Unternehmen der Möbelindustrie, Glasproduktion, dem Gesteinsabbau u. a., sowie der Bäderbetrieb der Kurorte, konnten sich in den letzten wirtschaftlich schwierigen Jahren nur teilweise behaupten.
Durch das Kreisgebiet verlaufen die Weser und der Mittellandkanal. Die BAB 2 durchquert den Landkreis in Nordost-Richtung mit den Anschlussstellen Bad Eilsen (
35), Rehren (
36), Lauenau (
37) und Bad Nenndorf (
38). Die B 65 führt von Minden kommend über Bückeburg und Stadthagen nach Bad Nenndorf und von dort aus weiter nach Hannover. Die B 83 mündet von Hameln kommend westlich von Bückeburg in die B 65. Die B 238 verläuft in Nord-Süd-Richtung von Steinbergen (Stadtteil von Rinteln) über Rinteln nach Lemgo und Detmold und die B 442 von Neustadt am Rübenberge aus über Wunstorf, Bad Nenndorf und Lauenau nach Eimbeckhausen. Der Landkreis ist mit den Linien S1 (Haste-Hannover-Minden) und S2 (Haste-Hannover-Nienburg/Weser) an die S-Bahn Hannover angebunden. Darüber hinaus verkehren die RE-Linien Braunschweig-Hannover-Minden mit Weiterfahrt nach Bielefeld bzw. Osnabrück und Rheine. Ferner durchquert im Süden die Eurobahn von Bünde/Löhne über Bad Oeynhausen–Rinteln– Hameln nach Hildesheim bzw. Bodenburg das Kreisgebiet.
In Stadthagen und Rinteln unterhält das Klinikum Schaumburg zwei Akutkrankenhäuser, in Bückeburg besteht ferner mit dem Krankenhaus Bethel ein weiteres Akutkrankenhaus. Daneben gibt es mehrere Kurkliniken, speziell in den Kurorten. Zur Zeit wird eine Umstrukturierung der Akutversorgung angestrebt. Am 16. Dezember 2008 wurde eine Zusammenlegung der drei bestehenden Krankenhäuser unter dem Dach der proDiako, eine Schließung der bisherigen Krankenhäuser und ein Neubau in Obernkirchen beschlossen[1]. Alternativ war bis dahin noch ein Verkauf der kommunalen Kliniken an die Sana Kliniken oder die Rhön-Klinikum AG im Gespräch.
Der Landkreis Schaumburg wurde im Rahmen der niedersächsischen Kreisreform am 1. August 1977 aus den beiden ehemaligen Landkreisen Schaumburg-Lippe und Grafschaft Schaumburg gebildet, wobei die Stadt Hessisch Oldendorf dem Landkreis Hameln-Pyrmont zugeordnet wurde. Die Gemeinden Großenheidorn, Idensermoor-Niengraben und Steinhude wurden bereits zum 1. März 1974 nach Wunstorf eingemeindet und wechselten damit in den Landkreis Hannover. Er vereinigt seither wieder in etwa das historische mittelalterliche Land Schaumburg. Dieses war 1647 unter den Landgrafen von Hessen-Kassel, den Grafen zur Lippe und dem Hzm. Calenberg geteilt worden. Aus dem hessischen Teil wurde die Grafschaft Schaumburg, die 1866 zur preußischen Provinz Hessen-Nassau kam, dann als Kreis Grafschaft Schaumburg (Kreisstadt Rinteln) geführt wurde und 1932 im Rahmen einer Verwaltungsreform innerhalb Preußens der Provinz Hannover zugeteilt wurde.
Der lippische Teil der Grafschaft Schaumburg nannte sich nach 1647 Grafschaft Schaumburg-Lippe, welches 1807 zum Fürstentum aufstieg, 1918 Freistaat wurde und bis 1946 noch ein eigenständiges Land blieb, das dann im neuen Bundesland Niedersachsen aufging. Das Land Schaumburg-Lippe bestand aus den beiden Landkreisen Bückeburg und Stadthagen, welche 1948 zum Landkreis Schaumburg-Lippe vereinigt wurden.
(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2007)[2]
Samtgemeinden mit ihren Mitgliedsgemeinden
* Sitz der Samtgemeindeverwaltung
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„Schaumburg ist bunt“ ist eine 2001 von der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Schaumburg e.V. in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Schaumburg und der Volkshochschule ins Leben gerufene Aktion gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz. 2002 erschien eine Broschüre, die die Vielfalt und die Problematiken eines multikulturellen Lebens in Schaumburg zusammenfasste (10.000 Exemplare). Gefördert wurden die Druckerzeugnisse von der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Außerdem wurde „Schaumburg ist bunt“ im Jahr 2003 vom Bündnis für Demokratie und Toleranz als hervorragendes Projekt mit einem Geldpreis von 3.000 Euro ausgezeichnet. Eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe erstellte daraufhin einen „Kommunalen Aktionsplan für Weltoffenheit und Demokratie – gegen Rassismus und Intoleranz im Landkreis Schaumburg“.
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