Labytnangi


Stadt
Labytnangi
Лабытнанги
Wappen
Wappen
Föderationskreis Ural
Autonomer Kreis der Jamal-Nenzen
Bürgermeister Sergei Karassjow (kommissarisch)
Gegründet 19. Jahrhundert
Stadt seit 1975
Fläche 171 km²
Höhe des Zentrums 10 m
Bevölkerung 27.153 Einw. (Stand: 2009)
Bevölkerungsdichte 159 Ew./km²
Zeitzone UTC+5 (Sommerzeit: UTC+6)
Telefonvorwahl (+7)34992
Postleitzahl 629400–629405
Kfz-Kennzeichen 89
OKATO 71 173
Webseite http://adminlbt.ru/
Geographische Lage
Koordinaten: 66° 39′ N, 66° 24′ O66.6566.410Koordinaten: 66° 39′ 0″ N, 66° 24′ 0″ O
Labytnangi (Russland)
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Labytnangi (Autonomer Kreis der Jamal-Nenzen)
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Autonomer Kreis der Jamal-Nenzen
Liste der Städte in Russland

Labytnangi (russ. Лабытна́нги) ist eine Stadt im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen (Russland) mit 27.153 Einwohnern (Berechnung 2009).

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Stadt liegt im nordwestlichen Teil des Westsibirischen Tieflandes auf Höhe des Polarkreises, am östlichen Fuß des Polaren Ural, etwa 16 km nordwestlich der Hauptstadt des Autonomen Kreises Salechard, an linken Nebenarm Wyl-Posl des Ob.

Bahnhof Labytnangi

Die Stadt Labytnangi ist dem Autonomen Kreis administrativ direkt unterstellt.

Labytnangi ist Endpunkt einer 195 km langen Eisenbahnstrecke, die bei der Station Tschum von der Petschora-Eisenbahn KotlasWorkuta abzweigt und den Ural überquert. Es handelt sich um das einzig ursprünglich fertiggestellte und 1958 eröffnete Teilstück der Polarkreiseisenbahn. Labytnangi besitzt einen Flusshafen. Die Stadt ist mit Salechard im Sommer durch Fähren, im Winter durch über das Eis des zugefrorenen Ob verkehrende Busse verbunden.

Geschichte

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstand am Ort der heutigen Stadt ein Lagerplatz der nomadisierenden Chanten (nach anderen Angaben: Nenzen). Lapyt nangk steht auf Chantisch für sieben Lärchen.

1932 entstand eine Kolchose für Fischfang, Jagd und Rentierzucht. Mit dem Baubeginn der Polarkreiseisenbahn wurde der Ort in den 1940er Jahren als westlicher Ausgangspunkt für die geplante, aber bis heute nicht gebaute Querung des Ob gewählt. 1948 wurde die Strecke von Westen her provisorisch fertiggestellt. 1952 wurde der Ort zur Siedlung städtischen Typs. Nach dem Baustopp für die Polarkreiseisenbahn dauerte es noch bis 1958, bis der fertiggestellte Abschnitt offiziell eröffnet wurde. Zu Beginn der 1960er Jahre wurde Labytnangi zur Versorgungsbasis für die Erkundung und Ausbeutung von Gaskondensatlagerstätten. 1975 erhielt der Ort Stadtrecht.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1959* 5.200
1979* 17.700
1989** 31.501
2002** 27.304
2009 27.153

Anmerkung: * Volkszählung (gerundet) ** Volkszählung

Kultur, Bildung und Sehenswürdigkeiten

In Labytnangi gibt es eine Filiale der Tjumener Architektur- und Bauakademie sowie verschiedene Einrichtungen der Russischen Akademie der Wissenschaften.

Wirtschaft

Labytnangi ist Zentrum des Holzumschlages und Basis für die Erdgasförderung in der Umgebung.

Weblinks

Commons Commons: Labytnangi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien






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