Das Kunstmuseum Bonn zeigt seit 1992 neben Werken des Rheinischen Expressionismus vorwiegend Werke deutscher Künstler aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Es hat eine Ausstellungsfläche von 4700 m² und gehört zur „Museumsmeile“ in Bonn.
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Gebaut wurde das Kunstmuseum Bonn von dem Architektenbüro BJSS - Dietrich Bangert, Bernd Jansen, Stefan Scholz, Axel Schultes - und Jürgen Pleuser. Die Baukosten betrugen ca. 100 Mio. DM. Der Bau ist eine der wichtigsten Museumsneubauten nach dem 2. Weltkrieg. Das Museum hat drei Eingänge, die seine Offenheit symbolisieren. Die Treppe gestalteten die Architekten „als eine präzise, juwelierartig geschnittene Geometrie. Die Lichtkonzeption bringt die Sammlung zum Leben“.
Die Sammlungen des Museums haben zwei Schwerpunkte, den Rheinischen Expressionismus und die Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg, besonders aber die Kunst der 60er, 70er, 80er und beginnend auch der 90er-Jahre. Dabei sind es ganz besonders die Arbeiten deutscher Künstler, die hier gezeigt werden. Dazu gehören Georg Baselitz, Joseph Beuys, Hanne Darboven, Anselm Kiefer und Blinky Palermo. Das schließt aber nicht aus, dass so wie Robert Delaunay in der August Macke-Abteilung auch in der Kunst nach 1945 internationale Beispiele von herausragender Qualität gezeigt werden, wie z. B. der Engländer Richard Long in der Kombination mit Blinky Palermo, Joseph Beuys mit Lucio Fontana und Jannis Kounellis mit Gerhard Merz. „Es gibt keinen anderen Ort in der Welt“, so das Kunstmuseum Bonn in seiner Selbstdarstellung, „an dem deutsche Kunst nach '45 so ausgewählt, so besonders und so prägnant studiert werden kann wie in Bonn.“
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Selbstportrait mit Hut (1909) |
Gemüsefelder (1911) |
Marienkirche mit Häusern und Schornstein (1911) |
Die Seiltänzerin (1914) |
Die Zielsetzung des Museums wird ergänzt durch eine graphische Sammlung mit Arbeiten auf Papier. Dazu zählen Werkblöcke wie die Multiples von Beuys, illustrierte Bücher von Max Ernst und druckgraphische Werke der Sammlung Bolliger. Die Graphische Sammlung umfaßt mehr als 5000 Arbeiten aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
Zu den Sammlungen gehört ebenfalls die Video-Sammlung Oppenheim.
Seit 1984 findet alle zwei Jahre die Videonale statt, ein Festival für zeitgenössische Videokunst.
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Markus Lüpertz: Der Krieger (1993) |
A. R. Penck: Future of the soldiers (1995) |
Heinz-Günter Prager: Gäa (2001) |
Jürgen Partenheimer, "Weltachse" |
Umfangreiche Änderungen im Bereich der Dauerausstellung erfolgten Anfang des Jahres 2007. Grund dafür war die zeitgleich erfolgte Trennung des Hauses von der ehemaligen Sammlung Grothe, die 2005 für 50 Mio. € in den Besitz des Sammlerpaares Ströher übergegangen ist. Der damalige Leiter des Kunstmuseums, Dieter Ronte, beschrieb die Neuorientierung des Hauses mit der Devise „jünger, spannender, flexibler“. Betroffen von dem Bruch zwischen Kunstmuseum und Sammler ist beispielsweise Sigmar Polkes „Entartete Kunst“ und Gotthard Graubners „Assisi-Zyklus“. An ihrer Stelle sind nun Arbeiten jüngerer Künstler wie Thomas Rentmeister, Stefan Eberstadt, Cornel Wachter und Dunja Evers zu sehen. Folgen hat die Trennung absehbar auch für die Skulpturen von Lüpertz und Penck im Außenbereich. Sie gehören ebenfalls zu der Sammlung Ströher und werden in absehbarer Zeit abgebaut.
Im April 2008 erhielt das Museum einen neuen Leiter: Stephan Berg löste Dieter Ronte als Intendant ab.
50.7150555555567.1210277777778Koordinaten: 50° 42′ 54,2″ N, 7° 7′ 15,7″ O
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