| Dieser Artikel behandelt den Druckmaschinenhersteller. Für die gleichnamige Spielfigurenkombination beim Schach, siehe Elementare Bauernendspiele. |
| Koenig & Bauer AG | |
|---|---|
| Unternehmensform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | DE0007193500 |
| Gründung | 1817 |
| Unternehmenssitz | Würzburg, Deutschland |
| Mitarbeiter |
8.052 (2008) |
| Umsatz |
1,531 Mrd. Euro (2008)[1] |
| Branche | Druckmaschinen |
| Website | |
Die Koenig & Bauer AG (KBA) ist ein Hersteller von Druckmaschinen mit Sitz in Würzburg. Das Unternehmen ist der älteste Druckmaschinenhersteller der Welt und gehört bis heute zu den international Größten in dieser Branche. Der Konzern ist nach eigenen Angaben[2] der drittgrößte Hersteller von Druckmaschinen weltweit.
Das Unternehmen ist im SDAX gelistet.
Zur Produktpalette des Unternehmens gehören Druckmaschinen für
Inhaltsverzeichnis |
| Jahr | Umsatz in Mrd. Euro | Steigerung zum Vorjahr in% | Gewinn in Mill Euro | Mitarbeiter (einschl. Auszubildende) |
|---|---|---|---|---|
| 20022002 | 1,353 [3] | _ | 43,2 | _ (_) |
| 20062006 | 1,742 | _ | _ | 8269 (412) |
| 20072007 | 1,704 | _ | _ | 8236 (_) |
| 20082008 | 1,532 [4] | -10,1 | _ | 8052 (_) |
| 20092009 | 1,06 [5] | -31 | _ | 7000 (_) |
Es werden Zeitungsrotations- und Telefonbuchdruckmaschinen hergestellt. Zylinderfertigung für andere Werke, Fertigung von Gestellen auch für andere Werke durch die Gießerei. In dem Werk gibt es 2000 Mitarbeiter.
Geografische Lage: 49° 48′ 26″ N, 9° 52′ 45″ O49.807259.8792833333333Koordinaten: 49° 48′ 26″ N, 9° 52′ 45″ O
Es werden Zeitungsrotations- und Akzidenzdruckmaschinen hergestellt, des Weiteren die Oberbauten, auch findet hier Teilweise die Vormontage der Druckzylinder statt. Mitte 2007 arbeiteten hier 300 Mitarbeiter. Im Herbst 2007 wurde bekanntgegeben, dass Publikations- und Dekortiefdruckmaschinen-Segment an den bisherigen Mitbewerber „Officine Meccaniche Giovanni Cerutti“ verkauft werden soll.
Geografische Lage: 49° 47′ 49,9″ N, 9° 36′ 37,8″ O49.79729.6105.
Falzwerke und Akzidenz-Offsetrotationen werden gefertigt. Es sind 1200 Mitarbeiter tätig.
Geografische Lage: 49° 32′ 4,6″ N, 8° 20′ 44,5″ O49.53468.3457
Seit 1898 werden in Radebeul bei Dresden, damals unter den Namen Dresdner Schnellpressen-Fabrik und Radebeuler Maschinenfabrik August Koebig, Druckmaschinen gebaut. Das Werk ist für die Bogenoffsetmaschinen verantwortlich. Ein großer Teil des Umsatzes wird mit der RAPIDA-Maschinenbaureihe erzielt. (2010: 1375 Mitarbeiter)
Geografische Lage: 51° 6′ 30,6″ N, 13° 35′ 38,4″ O51.108513.594
Die KBA Mödling ist spezialisiert auf die Herstellung von Wertpapierdruckmaschinen. Mit diesem Produkt sind sie Weltmarktführer. So werden laut eigenen Aussagen 90 % aller Banknoten weltweit auf deren Druckmaschinen hergestellt. An den beiden Standorten Maria Enzersdorf bei Mödling und Ternitz im südlichen Niederösterreich werden ca. 800 Mitarbeiter beschäftigt. Großer Wert wird auf die Ausbildung gelegt. So sind im Jahr 2006 ungefähr 60 Lehrlinge beschäftigt, die auch zum Teil im eigenen Lehrlingsheim untergebracht sind.
Geografische Lage: 48° 5′ 50,2″ N, 16° 17′ 27,9″ O48.09728333333316.291094444444
Im Werk Ternitz wurde erst 1997 ein neues Werk zur Verchromung von Druck-Zylindern errichtet.[6]
Geografische Lage: 47° 43′ 34,1″ N, 16° 3′ 32″ O47.72613888888916.0589
Im Jahr 1848 gründete der Neffe Koenigs, Heinrich Löser eine Maschinenfabrik in Wien. Im Laufe der Jahrzehnte wechselte das Unternehmen mehrmals den Namen, unter anderem hieß es zwischen 1890 und 1908 L.Kaiser's Söhne. In dieser Zeit übersiedelte das Unternehmen an die Gemeindegrenze zwischen Mödling und Maria Enzersdorf. Ab dem Jahr 1927 war die Firmenbezeichnung des Unternehmens Schnellpressenfabrik Koenig & Bauer Aktiengesellschaft Mödling.
Das Werk war während des Zweiten Weltkriegs Deutsches Eigentum. So fiel es unter sowjetischer Besatzung in die Verwaltung der USIA-Betriebe. Erst 1955 konnte es unter der Leitung des damaligen Vorstandsvorsitzenden Ing. Alfred Schischek wieder privatisiert werden. Sein Sohn Wolfgang Schischek wurde sein Nachfolger. Im Jahr 1967 bekam die österreichische Niederlassung die Staatliche Auszeichnung und ist damit seither befugt, das Bundeswappen im Geschäftsverkehr führen. Im Jahr 1962 wurde die komplette Produktion von Simultan-Wertpapierdruckmaschinen aus Würzburg in Mödling übernommen und laufend weiterentwickelt.[7]
Geografische Lage: 48° 5′ 46,3″ N, 16° 17′ 26,5″ O48.096216.2907
Am 9. August 1817 schlossen der Bauernsohn und gelernte Drucker Johann Friedrich Gottlob Koenig und der Techniker Andreas Friedrich Bauer einen Gesellschaftsvertrag und legten damit den Grundstein für die älteste Druckmaschinenfabrik der Welt. In einem Kloster bei Würzburg wurde die erste Fabrik eingerichtet.
Ein Neffe Friedrich Gottlob Koenigs und dessen Schwager übernahm 1844 eine Augsburger Maschinenfabrik, die 1898 auf MAN überging.
Der Werksmeister Andreas Albert von Koenig und Bauer und der Müllerssohn Andreas Hamm (Glockengießer) gründeten 1861 in Frankenthal eine Pressenfabrik. Diese Pressenfabrik firmierte zu einer Schnellpressenfabrik, aus der die heutige Heidelberger Druckmaschinen AG hervorging.
Nachdem der 10-Jahres-Vertrag von Andreas Albert aufgelöst war, gründete dieser 1873 zusammen mit dem Kaufmann Wilhelm Molitor in neuen Werkstätten die Schnellpressenfabrik Albert & Cie. OHG (später Albert-Frankenthal).
Diese drei anderen großen Druckmaschinenhersteller haben ihre Wurzel also ebenfalls bei Koenig und Bauer.[8]
In den letzten Jahren wurden Druckspezialisten (vollständig) in den Konzern aufgenommen.
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